Windows 10: Patch-Dienstag wird eingestellt, Updates werden per Push ausgespielt [Update]

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Patch-Dienstag wird eingestellt und Updates per Push ausgespielt
Quelle: Microsoft

Microsoft hat bestätigt, dass man den Patch-Dienstag mit Windows 10 einstellen wird. Stattdessen gibt es ein neues Modell für Endkunden und Geschäftskunden, bei dem Patches zeitnah ausgespielt werden, sobald diese zur Verfügung stehen. Allerding gibt es darum nun eine Kontroverse.

Update vom 08.05.2015

Offenbar gab es ein größeres Missverständnis, als Microsoft auf der Ignite vom Ende des Patchdays bei Windows 10 gesprochen hat. Genau genommen sprach Microsoft davon, dass man bei Geschäftskunden Updates via Push liefern will und zwei Update-Ringe anbietet, einen schnellen und einen langsamen Ring. Soweit ist alles richtig, aber den Brückenschlag zum Endkunden gibt es wohl nicht. Der wird weiter am Patchdienstag versorgt, so Microsoft-Expertin Mary Jo Foley. Aber Micrsoft erlaubt, optional zu wählen, dass Patches bei Verfügbarkeit ausgespielt werden und dann werden sie per Push dann ausgeliefert, wenn sie eben auf dem Update Server gelandet sind.

Zum Schluss bleibt aber nun noch das Problem, dass es keine offizielle Information ist. Microsoft selbst hat die Sache noch nicht sauber klargestellt. Auf der anderen Seite dürfte es dem Endanwender auch recht egal sein. Kritische Hotfixes wurden stets sofort ausgeliefert und bei allen anderen Updates kommt es auf zwei Tage hin oder her auch nicht wirklich an.

Original-Artikel vom 07.05.2015

Microsoft wird nicht nur die Updates von Windows 10 für Geschäftskunden anpassen, sondern auch für Endkunden. Der bisher übliche Patch-Tag am zweiten Dienstag des Monats wird gestrichen und Windows 10 soll stattdessen permanent im Hintergrund aktualisiert werden. Das bedeutet: Sobald ein Sicherheitsupdate oder sonstige Downloads bereitstehen, werden sie auch eingespielt und nicht mehr wie bisher nur vierwöchentlich ausgespielt (Ausnahmen bildeten Hotfixes).

Terry Myerson, Chef der Windows-Sparte bei Microsoft, begründete das mit dem Zuwachs an Sicherheit. Auf der Ignite 2015 in Chicago vergleicht er Microsoft mit Google. Dort übernehme man keine Verantwortung für das Updaten der Geräte, wenn es Sicherheitslücken gibt. Stattdessen würde man nur alle Jahre ein riesiges Stück Software ausliefern, ohne das weiter zu kommentieren. Gemeint sind die größeren Android-Updates, die ab und an kommen, die meist aber Monate brauchen, bis sie von den Smartphone- und Tablet-Anbietern adaptiert werden - wenn überhaupt. Derjenige mit einem Stock-Android fährt noch am besten. Die gibt es aber nur bei Google selbst und teils bei Motorola sowie einigen Einzelfällen.

Bei Windows 10 werden die Updates automatisch per Push eingespielt, sobald der Rechner freie Ressourcen hat. Wer also gerade ein Spiel zockt, muss sich keine Sorgen darüber machen, dass im Hintergrund ein Update gefahren wird, das die Framerate einbrechen lässt. Wie im Business-Bereich wird man sich für einen der beiden Update-Ringe anmelden können. Einen schnellen, bei dem Updates unverzüglich ausgeliefert werden, und einen langsamen, bei dem Updates mit Verzögerung ausgespielt werden. Die Idee dahinter ist, dass beim langsamen Ring die Chancen niedriger sind, dass ein fehlerhaftes Update das System aus dem Tritt bringt - was durchaus schon vorkam. Das Modell für Endkunden ist von dem für Geschäftskunden abgeleitet.

Mit Windows 10 geht damit die Ära des Patch-Dienstags zu Ende, der 2003 eingeführt wurde und somit über zehn Jahre Bestand hatte. Zumindest mit einer Ausnahme: Kritische Infrastrukturen werden weiter dienstags versorgt, wobei der Admin die Verteilung bestimmt. Davor wurden Updates seit Windows 98 halbwegs regelmäßig, aber ohne konkreten Zeitplan ausgeliefert.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von D0pefish Software-Overclocker(in)
        Also kein neues, sondern das alte Modell mit modernem Bezugspunkt. Man verstärkt die Kundenbindung und die Qualität des Service.
      • Von D0pefish Software-Overclocker(in)
        Also kein neues, sondern das alte Modell mit modernem Bezugspunkt. Man verstärkt die Kundenbindung und die Qualität des Service.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Man soll ja bestimmte Zeiten für die Installation von Updates festlegen können.

        Wie sieht es eigentlich mit Updates für Win7 und 8 aus? Kommen die weiterhin nur einmal im Monat, sind ja oft für alle Windowsversionen die gleichen Patches. Dann wären diese Version ja im Rückstand, während aus den Patches Exploits entwickelt werden können.
      • Von Jabberwocky Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Krawallschachtel
        Ich will mal hoffen, dass man das auch deaktivieren und die Updates manuell anstoßen kann.
        Ich denke mal dieses Schema wird beibehalten. Nur kommen jetzt halt die Updates nach und nach anstatt jeden zweiten Dienstag des Monats. Schließlich ist es gerade auch für die Geschäftskunden wichtig das Updates nicht einfach automatisch installiert werden.
      • Von Krawallschachtel PC-Selbstbauer(in)
        Ich will mal hoffen, dass man das auch deaktivieren und die Updates manuell anstoßen kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass MS ein fehlerhaftes Update einspielt und das System sich flachlegt. Grundsätzliche autom. Updates sind fürn Fuß, ich will schon gerne wissen, was, wann, wie auf meinem Rechner passiert,
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von Kondar
        Vorallem welche Patches man installieren will.

        ---
        Bei den ganzen update fails in letzter Zeit kann diese update Sammelbestellung jedenfalls nicht an QA gelegen haben.
        Updates ohne Auswahl:
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