Fokus auf Windows 10: Microsofts neue Strategie scheint zu funktionieren
Mit Windows 10 fährt Microsoft eine aggressive Strategie, indem man das System kostenlos zur Verfügung stellt. In den Quartalszahlen zeigte sich dementsprechend ein Umsatzrückgang - doch die Anzeichen, dass Microsofts Strategie funktionieren wird, stehen gut.
Mit Windows 10 verfolgt Microsoft die Strategie eines einheitlichen Betriebssystems für sämtliche Geräte, ganz egal ob nun Desktop-PC, Smartphone oder Tablet. Mithilfe dieser Strategie will Microsoft unter anderem erreichen, die Anzahl der verfügbaren Apps drastisch zu erhöhen. Für Entwickler stellt es dank des einheitlichen Systems kein Problem mehr dar, Apps für den PC und gleichzeitig für das Smartphone zu entwickeln. Durch eine wiederum steigende Anzahl an Apps und überzeugende Produkte zieht Microsoft dann weitere Kunden an, sodass es für App-Entwickler immer schwieriger wird, Windows als OS für mobile Geräte auszublenden. Mit High-End-Smartphones wie dem Lumia 950 und Lumia 950 XL hat man nun zudem Geräte im Portfolio, die sich vor Android-Flaggschiffen oder iPhones nicht verstecken müssen.
Ausschlaggebend für den Erfolg der Microsoft-Strategie ist eine gewisse Mindestanzahl an Nutzern. Um diese kritische Masse zu erreichen, akzeptiert Microsoft kurzfristig auch Umsatzeinbußen. Der Umsatzrückgang im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2016 dürfte daher alles andere als überraschend kommen, die Quersubventionierung soll sich auszahlen. Ob diese Strategie des Microsoft-CEOs Satya Nadella funktionieren wird, ist aktuell noch ungewiss - die Anzeichen stehen jedoch gut. In dem am 30. September abgelaufenen Quartal erwirtschaftete Microsoft Umsätze in Höhe von 21,7 Milliarden US-Dollar, der Gewinn pro Aktie lag bei 67 Cent. Damit übertraf man im allgemeinen die Erwartungen der Analysten, Reuters beispielsweise prognostizierte 21,03 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen Gewinn von 59 Cent pro Aktie. Satya Nadella äußerte sich folgendermaßen: "Wir machen große Fortschritte...indem wir Innovationen liefern, die die Leute lieben."
Erstmals hat Microsoft seine Zahlen mit dem Quartalsbericht Q1/FY16 in drei Bereiche geteilt: Productivity and Business Processes enthält Business-Software wie Office und die dazugehörige Cloud-Version Office 365. Intelligent Cloud bezieht sich überwiegend auf Unternehmenssoftware wie Windows Server. Die letzte Gruppe nennt sich "More Personal Computing", welche etwa Windows 10, mobile Geräte und Xbox umfasst. Der Umsatzrückgang von 17 Prozent in dieser Gruppe ist wenig überraschend. Zum einen dürften nur sehr wenige der 110 Millionen Windows-10-User für das Betriebssystem bezahlt haben, zum anderen wäre da noch die durch die Akquise der Handy-Sparte von Nokia verursachte Abschreibung in Höhe von 8,4 Milliarden US-Dollar. Die anderen beiden Gruppen verzeichneten beide ein Umsatzwachstum.
Durch das starke Geräte Line-Up mit den Lumia-Smartphones 950 und 950 XL, dem Surface Pro 4 und dem Surface Book scheint es recht wahrscheinlich, dass im kommenden Quartal der Umsatz der Gruppe "More Personal Computing" stark ansteigen wird. Das sind auch die Erwartungen der Aktionäre: Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen schloss die Microsoft-Aktie am Freitag mit einem Plus von etwa 10 Prozent bei 48 Euro.
Quelle: Cnet


"...indem wir Innovationen liefern, die die Leute lieben." ist genau nicht der grund für win10
p.s. je länger ich das bild oben ansehe, desto mehr muss ich an den hier denken:
https://upload.wikimedia....
Win 10 auf dem Handy fühlt sich für mich aber komisch an. Weiß nciht ob ich jeden Aufenthalt und jede Anfrage welche Tram oder U-Bahn Samstag abend um 23:00 von X nach Y fährt bei MS gespeichert wissen möchte.
Hab beim ersten mal auch nicht schlecht gestaunt... man darf eben nicht blind alle optionen aktivieren...