Windows 10: Microsoft verzichtet bewusst auf RTM-Status
Mit dem Build 10240 soll Microsoft neben Teilnehmern des Insider-Programms auch OEMs für die Markteinführung von Windows 10 beliefert haben, ohne allerdings den hierbei üblichen Begriff "Release To Manufacture" (RTM) in den Mund genommen zu haben. Einen Erklärungsversuch dafür liefert der Microsoft-Experte Paul Thurrot.
Mit dem nahenden Release von Windows 10 Ende Juli und den vermehrten Veröffentlichungen von Testversionen in der heißen Phase kurz vor der Fertigstellung des neuen Betriebssystems, gab es zuletzt ein regelrechtes Rätselraten um die RTM-Version, auf das mit dem Build 10240 eine Antwort gefunden wurde. Trotz der Auslieferung dieser Version an OEMs, Insider und ab dem 29. Juli auch an Upgrade-Anwärter haben die Redmonder der "finalen" Fassung allerdings nicht den üblichen Beinamen "Release To Manufacture" gegeben, wofür es laut Paul Thurrot mit seinem guten Draht zu Microsoft einen mehr oder weniger verständlichen Grund gibt.
Demnach sei auch ein Teil der Mitarbeiter des Konzerns über die fehlende Notation verwirrt, aber Microsoft lehne den RTM-Begriff in der Kommunikation mittlerweile ab, da bei Windows 10 gemäß Thurrot "nie etwas richtig fertig" sei (siehe "das letzte Windows"). Dies geht auch damit einher, dass PC-Hersteller noch etwaige Hotfixes vor dem Release geliefert bekommen sollen. Dementsprechend gebe es keine "finale", "Gold"- oder "RTM"-Version von Windows 10, obgleich es sich bei dem seit letzter Woche verfügbaren Build 10240 quasi um diese handelt.
