Microsoft Quartalszahlen: Cloud rettet Windows 10

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Microsoft Quartalszahlen: Cloud rettet Windows 10
Quelle: Microsoft

Microsoft hat die Zahlen für das zweite Finanzquartal vorgelegt und da wird deutlich, dass das Cloud-Geschäft die Sparten um Windows 10 und Office stützt. Trotz negativer Entwicklung zeigt man sich aber zufrieden, da mit schlechteren Ergebnissen gerechnet werden musste.

Microsoft hat die Geschäftszahlen für das zweite Finanzquartal vorgelegt und kann mit der Tatsache überraschen, dass die Umsätze weniger stark zurückgingen, als das man zunächst erwartet hatte. Innerhalb der Erwartungen liegt dabei die Performance der Unternehmensbereiche. Während das Geschäft mit Windows schrumpft, kann das Cloud-Geschäft stark wachsen und die Lücken zum Teil schließen.

In Summe stehen damit 23,796 Milliarden US-Dollar Umsatz in den Büchern, ein Minus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn beläuft sich auf 4,998 Milliarden US-Dollar, was einem Minus von 15 Prozent entspricht. Beim operativen Gewinn sind es sogar 23 Prozent minus auf 6,026 Milliarden US-Dollar. Microsoft betont dabei, dass der operative Gewinn um 13 Prozent gestiegen wäre, hätte man keine Sondereffekte und Währungsschwankungen gehabt.

So schlecht die Zahlen auch klingen mögen, an der Börse ist man zufrieden und belohnt das mit 7 Prozent Wertzuwachs bei der Aktie. Man hofft vor allem auf das Cloud-Geschäft, bei dem Microsoft stets eine gute Figur macht und das kriselnde Sparten mitträgt. Apropos kriselnde Sparten: Bei Windows war die Situation erwartet worden, weil die neueste Version des Betriebssystems an Endkunden verschenkt wird. Microsoft kann also nur bei Business-Kunden und Komplettsystemen verdienen. Der Einzelverkauf dürfte kaum nennenswert sein.

Exakte Angaben lassen sich leider nicht mehr treffen, da Microsoft seit Kurzem nur noch Zahlen für Gruppen von Produkten angibt. Und da sah es für "More Personal Computing" (Windows, Geräte und Spiele) so aus, dass 12,66 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht wurden, was ein Minus von 5 Prozent ist. Bei "Productivity und Business Processes" (Office und Co.) stehen 6,69 Milliarden US-Dollar im Buch, ein Minus von 2 Prozent.

Das kann das Intelligent-Cloud-Geschäft auch nicht komplett auffangen, auch wenn es hier gut läuft. Plus 5 Prozent auf 6,643 Milliarden US-Dollar gibt es zu vermelden. Microsoft sagt, dass sich Surface und Xbox gut geschlagen haben, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. So sollen die Umsätze bei Surface um 29 Prozent gestiegen sein. Dem gegenüber steht der Rückgang von 49 Prozent im Lumia-Geschäft.

Daher gibt es einmal wieder Gerüchte darüber, dass Microsoft das Smartphonegeschäft endgültig zu den Akten legt. Nachdem letztes Jahr schon hart durchgegriffen wurde, dürfte die Exit-Strategie vorliegen, allerdings wäre der Zeitpunkt ungeschickt. Die neuen Produkte kamen gerade erst auf den Markt. Wie Sataya Nadellas Strategie hier aussieht, bleibt ungewiss. Die Probleme sind aber auch teilweise hausgemacht. Neue Geräte werden derzeit mit einer Beta von Windows 10 Mobile ausgeliefert, die alles andere als rund läuft. Letztlich muss Microsoft aber an den Mobilgeräten festhalten, da Windows 10 Mobile sonst gar keine Rolle mehr spielen wird und dann wäre die ganze Universal-App-Aktion auch sinnlos gewesen.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Es wird der aktive Zugriff von MS- oder TMobile-Mitarbeitern untersagt, die automatischen Suchfunktionen sind da aber genau so aktiv.
        https://netzpolitik.org/2...
        Und das dürfen sie ja auch weil man den AGB`s zustimmt.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Es wird der aktive Zugriff von MS- oder TMobile-Mitarbeitern untersagt, die automatischen Suchfunktionen sind da aber genau so aktiv.
        https://netzpolitik.org/2...
        Und das dürfen sie ja auch weil man den AGB`s zustimmt.
      • Von Stryke7 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Abductee
        Das ist schon richtig, die Daten liegen auf deutschen Servern wo kein US-Gericht den Zugriff freigeben kann.
        Trotzdem werden die von MS-Hardware analysiert und verarbeitet.
        Nein, T-Systems dient sozusagen als Treuhänder. Microsoft reicht die Daten nur durch und kann nicht auf diese zugreifen.

        Vermutlich könnten sie immer noch Metadaten des Datenverkehrs analysieren, aber inhaltlich sind die Daten ziemlich gut geschützt.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Stryke7
        Zum Thema Spionage: Die Microsoft-Cloud wird (in Deutschland/Europa) von T-Systems gehostet. Microsoft selbst könnte nicht mal herausfinden was du dort speicherst wenn sie wollten, da sie die Daten nur durchreichen.
        Und T-Systems unterliegt den Konzernrichtlinien der DTAG sowie natürlich den Regeln des deutschen Rechtsstaats.
        Das ist schon richtig, die Daten liegen auf deutschen Servern wo kein US-Gericht den vollständigen Zugriff freigeben kann.
        Trotzdem werden die von MS-Hardware automatisch analysiert und verarbeitet.

        Wir hosten bei uns in der Firma Owncloud, das funktioniert eigentlich ganz gut und die Lizenz kostet auch nicht viel.
      • Von Stryke7 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cook2211
        Ich auch. Das Terrabyte Cloud Speicher plus Office mit Lizenzen für mehrere Endgeräte ist ein guter Deal
        Sehe ich auch so. Ich habe die 30GB die man umsonst bekommt, plus 15GB für Photos.

        OneDrive bietet mir die umfangreichsten Möglichkeiten zum Austausch von Daten, mein Handy kann automatisch all seine Daten back-up-en, und ich kann darüber komfortabel meinen Kalender verwalten oder Skype nutzen, oder die Web-Version von Office, oder was auch immer.
        Fast alle Microsoft-Produkte sind darin integriert.

        @Abductee: Zum Thema Spionage: Die Microsoft-Cloud wird (in Deutschland/Europa) von T-Systems gehostet. Microsoft selbst könnte nicht mal herausfinden was du dort speicherst wenn sie wollten, da sie die Daten nur durchreichen.
        Und T-Systems unterliegt den Konzernrichtlinien der DTAG sowie natürlich den Regeln des deutschen Rechtsstaats.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Ohne Spionage muss man auf alle großen Verzichten (Standort Amerika).
        OneDrive, Google, Amazon, Dropbox, etc...

        Entweder ein NAS zuhause selber hosten, Synology, QNAP, Asus, Fritzbox, etc.. bieten das alle gratis an.
        Es gibt aber auch einige europäische Clouds die auch sehr sicher sind, die kosten aber alle gutes Geld.
        In der C't war da mal ein schöner Test, kostet leider auch Geld
        Zehn Cloud-Datenspeicher im Test | c't Magazin

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