Microsoft Finanzzahlen: Quartal mit 12 Prozent weniger Gewinn und einigen Baustellen
Microsofts letzter Quartalsbericht ist kein Grund zur Freude in Redmond. Trotz Umsatzzuwachs brach der Gewinn um 12 Prozent ein. Investoren fragen sich nun, wie es weiter gehen soll, wenn Microsoft Windows 10 im ersten Jahr kostenlos anbietet.
Der Umsatz ist zwar um 6,5 Prozent auf 21,73 Milliarden US-Dollar gestiegen, aber der Gewinn brach um 12 Prozent auf 4,985 Milliarden US-Dollar ein. Das ist das Ergebnis aus Microsofts letztem Finanzquartal. Die Gründe dafür liegen bei den Kosten der Integration von Nokia und dem umfangreichen Stellenabbau, der finanziert werden muss. Zudem sind die Kosten allgemein gestiegen, etwa durch Wechselkurse. Die Freude hält sich also in Grenzen, vor allem aber muss Microsoft nun den Investoren erklären, wie man denn gedenkt, diese Zahlen zu verbessern.
Mit Windows 10 nämlich werden die Umsätze im ersten Jahr überschaubar sein. Für Endkunden ist das Betriebssystem ein Jahr lang kostenlos, wenn sie eine gültige Lizenz von Windows 7 oder 8 haben. Große Umsätze sind damit erst einmal nicht zu machen, auch wenn Geschäftskunden die Lizenzen bezahlen müssen. Die werden einen Teufel tun und großflächig im ersten Jahr umsteigen. Betrachtet man das Verhalten bei Windows XP, dürfte klar sein, dass die meisten so lange wie möglich an Windows 7 festhalten werden.
Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Windows als Produkt noch immer für 80 Prozent des Gewinns bei Microsoft zuständig ist, sehen Investoren ab Sommer eine große Lücke klaffen. Für die angesetzte Investorenrunde wird sich Microsoft einen sehr guten Plan zurechtlegen müssen, wenn man den Analysten erklären will, wo die Gewinne bis Sommer 2017 herkommen. Schon jetzt hat man mit dem Problem zu kämpfen, dass das OEM-Geschäft um 19 Prozent eingebrochen ist. Berücksichtigt man die Privatkunden nicht, sind es sogar 26 Prozent.
Das wichtige OS-Geschäft kann Microsoft trotz seiner Größe auch nicht einfach mit anderen Sparten auffangen. Zwar lief es im Bereich Surface mit 713 Millionen US-Dollar Umsatz und im Bereich Smartphones mit 1,4 Milliarden US-Dollar gut, aber eben nicht gut genug, um größere Lecks beim Umsatz mit dem Betriebssystem zu stopfen. Da helfen auch nicht die Cloud-Plattform Azure oder das Office-Geschäft, die beide gut liefen.
Ein Sorgenkind ist erwartungsgemäß auch das Geschäft mit der Xbox, nachdem die Xbox One nicht wie erhofft euphorisch am Markt angenommen wurde. Allerdings verschleiert Microsoft die nackten Tatsachen so gut wie möglich. Klar ist nur, dass 1,6 Millionen Xbox One verkauft wurden (400.000 weniger als im vorigen Weihnachtsquartal) und dass der Umsatz – auch durch Rabatte verschärft – um ein Viertel zurückging. Besser lief es dagegen bei den Spielen und Xbox Live, die aber im Segment D&C Other mit Werbeeinnahmen aus der Suche und Cloud-Abos zusammengefasst.

Schreibt doch : Ein Jahr lang ist Win10 seit Verkaufsbeginn ohne Folgekosten zu beziehen. <--- Der Ton macht die Musik !
SOLCHE Sorgen möchte ich auch haben.
Dann soll es M$ wie jeder normale Mensch machen und auch mal ein wenig genügsamer leben.