Windows 10: So soll Maschinenlernen die Update-Installation verbessern

39
News George J. King Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Windows 10 soll ein neues System für Windows Updates und Neustarts erhalten.
Quelle: Microsoft

Wenn Windows 10 Updates installiert, obwohl der PC gerade verwendet wird, kann das sehr störend sein. Besonders aggressiv sind dann erzwungene Neustarts, die die Nutzer überraschen. Microsoft will das Problem nun mit einem lernenden, anpassungsfähigen System angehen, das Windows Insider jetzt schon testen können.

Microsoft hat bereits Funktionen in Windows 10 integriert, mit denen Updates verschoben und Neustarts nur zu bestimmten Zeiten erlaubt werden. Doch eine wirkliche Lösung für das teilweise als aggressiv empfundene Verhalten des Betriebssystems bei der Installation von Updates und notwendigen Neustarts stellen diese Maßnahmen noch nicht dar. Vor allem überraschende Neustarts, während der PC gerade verwendet wird, ärgern viele Nutzer.

Windows Update: Maschinenlernen als Lösung für Probleme

Microsoft hat nun neue Versionen für Windows Insider veröffentlicht, in denen das Unternehmen einen neuen Ansatz auf Basis von Maschinenlernen ausprobiert. Laut Microsoft habe man das Feedback der Nutzer gehört und die "Reboot-Logik" durch ein neues System aktualisiert, das "anpassungsfähiger und proaktiv" sein soll.

Zunächst wurde das System intern trainiert. Es soll in der Lage sein, zu erkennen, ob der PC gerade genutzt wird, bevor ein Neustart ausgelöst wird. Aber auch, wenn der Nutzer gerade nur eine Tasse Kaffee holt und bald wieder zurückkehrt, soll das System das vorhersagen können und so einen Neustart verhindern.

Auch interessant: Windows 10 scheitert weiterhin an 700 Millionen Systemen

Die internen Tests seien vielversprechend gewesen und nun sollen die Windows Insider das System weiter prüfen und Rückmeldungen geben. Die neuen Informationen sollen dann in das weitere Training des Systems einfließen. Da das neue Update-Modell Cloud-basiert ist, kann Microsoft Anpassungen schnell vornehmen. Sollte alles wie gewünscht funktionieren, könnte das für Herbst 2018 geplante Redstone-5-Update ein störendes Problem von Windows 10 beseitigen.

39
    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1772925001
        Ich verweigere einfach den Support für Win 10. Habe keine Lust, mich mit dem System zu beschäftigen, das alles selbst kontrollieren will.
      • Von Gast1772925001
        Ich verweigere einfach den Support für Win 10. Habe keine Lust, mich mit dem System zu beschäftigen, das alles selbst kontrollieren will.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von DJKuhpisse
        Das fördert die Updateverweigerer.
        Ach, ich find das eigentlich gut. Wenn die so weitermachen fördern sie die Windowsverweigerer nämlich gleich mit und je mehr es davon gibt, desto besser werden die Alternativen unterstützt.
      • Von Gast1772925001
        Bei Win7 konnte ich die Updates kontrollieren, bei Win 10 kann ich sie entweder ganz zulassen oder komplett unterbinden (durch Zwangs-Proxy). Das fördert die Updateverweigerer.
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von Olstyle
        Die Grundidee mit den automatischen und unumgänglichen Updates für Privatnutzer ist schon nachvollziehbar
        Und der Wunsch, diesen nicht nur darauf beschränkten Idiotenmodus abzuschalten, nicht?
        Meine Bambusleitung lasse ich mir, so lange es möglich ist, jedenfalls nicht vom sogenannten "Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst" (Humor haben sie wenigstens) blockieren.

        Dann sollten sie wohl eher mal daran arbeiten, dass nicht für jeden %&( ein Neustart nötig ist oder ein "Herunterfahren und Updates installieren" reicht ohne beim nächsten Start weiter machen zu müssen.
        Ich weiß aber auch nicht, wo sich das große Problem versteckt wenn Updates heruntergeladen und meinetwegen beim Beenden installiert werden. Macht das der gemeine Nutzer nicht wenigstens 1x am Tag?
        Vorhersehen wollen, wann ein Neustart passt? Naja... die werden schon wissen, was sie machen.
        Zitat von Olstyle
        sondern schlicht der Tatsache geschuldet dass ein Großteil der Nutzer gerne mal kritische Updates nicht geladen oder installiert hat
        Tja, in der guten, alten Zeit hatte ich die updates nach belieben installiert. Mittagessem? OK, da gehen mal 300 MB oder so.
        Heute? Bloß nicht nach updates suchen weil da ja jederzeit mehrere Hunder MB kommen könnten und ich die nächste(n) Stunde(n) gar nichts im WWW machen kann.
        Was ist die Folge davon? Updates ganz aus.

        Ohne Idiotenmodus wär mein wohl um 20% reduziert.
        Und mit anpassbarer Oberfläche um weitere 70%.


        Edit: Wenn man mal Freunde und Kollegen zu meiner Meinung über Microsoft/Windows zu Win 7 Zeiten fragen würde... Nicht auszudenken. Ich hätte wohl mindestens einen Aufkleber auf dem Auto.
        "Microsoft-Fan" wär leicht übertrieben gewesen aber heute ist das maximal ein "ich muss es leider nutzen".
      • Von Stryke7 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Die Grundidee mit den automatischen und unumgänglichen Updates für Privatnutzer ist schon nachvollziehbar: Windows hat was Sicherheitslücken an geht ein dramatisch schlechtes Image. Und zu einem großen Teil noch nicht einmal gerechtfertigt sondern schlicht der Tatsache geschuldet dass ein Großteil der Nutzer gerne mal kritische Updates nicht geladen oder installiert hat und so nicht von trickreichen Hackern sondern von Mitläufern welche z.T. Jahre später eigentlich als gefixt angesehene Lücke ausgenutzt haben erpresst, in ein Botnet eingereiht wurden etc.
        Das stimmt, aber um fair zu sein: Wenn man selbst Malware mit in die Updates packt oder die Funktionsfähigkeit des Systems danach nicht immer garantiert ist, wird die Situation nicht besser. Dann machen nämlich nicht nur die komplett unbedarften, sondern auch viele der fachlich versierten User keine Updates mehr.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk