Windows 10: Fokus auf Unternehmen, um PC-Weihnachtsverkäufe nicht zu beeinflussen?
Geht es nach Michael Silver, Analyst bei dem renommierten Marktforschungsinstitut Gartner, legt Microsoft den Fokus bei Windows 10 aktuell noch auf Firmenkunden, um die PC-Verkäufe mit Windows 8.1 während des Weihnachtsgeschäfts nicht zu beeinflussen. Man gehe davon aus, dass erst Anfang 2015 die große Werbetrommel bei Endkunden gerührt werden soll.
Anfang dieses Monats hat Microsoft erstmals Windows 10 der Öffentlichkeit präsentiert, allerdings nicht mit großem "Tata", wie es bei vorherigen Versionen noch der Fall war. Vielmehr hatte man Firmenkunden im Fokus, indem die Ankündigungspräsentation auf die Nutzungsmöglichkeiten in Betrieben ausgelegt war. Laut einem Gartner-Analyst wolle Microsoft damit eine neue Strategie verfolgen: Um die PC-Verkäufe zum Weihnachtsgeschäft nicht zu beeinflussen, lege man den Fokus vorerst nur auf Geschäftskunden und erst anschließend auf den Einzelhandel.
Rühre man hingegen schon die große Werbetrommel vor dem Weihnachtsgeschäft, würden viele potenzielle PC-Käufer warten, bis Systeme mit der neuen Version erhältlich sind. Dieser Gedanke ist gar nicht abwegig, immerhin gaben zuletzt auch gutbesuchte Webseiten den Tip, kein Windows-8.1-Gerät mehr zu kaufen. Folglich werde Microsoft erst im kommenden Jahr den Fokus auf Privatkunden legen, indem Cortana als neue Sprachsteuerung und Co. den potenziellen Käufern schmackhaft gemacht werden.
Das steht allerdings im Widerspruch zu den häufiger auftretenden Gerüchten, dass Microsoft Windows 10 als kostenloses Upgrade für alle Besitzer von Windows 8.1 anbieten könnte. Immerhin könnte man eine solche Situation schon jetzt ankündigen und Windows 10 wie gehabt vermarkten, sodass Kunden unbesorgt zu aktuellen Geräten greifen können – natürlich müsste man dann irgendeine Form von Garantie für ein kostenloses Upgrade mitliefern. Womöglich fokussiert man aktuell bloß Firmenkunden, um denen das Betriebssystem besonders schmackhaft zu machen. Windows 8(.1) kam da bekanntlich nicht gut an.
Quelle: computerworld.com
