Windows 10: Display-Skalierung soll mit Redstone verbessert werden
Microsoft will sich bei Windows 10 noch einmal die Displayskalierung vornehmen und mit dem Redstone-Update umfangreich nachbessern. Ein Allheilmittel wird das nicht sein, aber man verspricht sich deutlich bessere Ergebnisse als bisher.
Eine der größten Schwächen von Windows war und ist die Displayskalierung, die Microsoft auch unter Windows 10 nicht in den Griff bekommen hat. Dabei hatte man bereits eine der großen Schwächen abgestellt: Virtuelle Desktops. Wegen denen muss man immer neidisch auf Apple schielen - und wegen der Displayskalierung. Aber Microsoft will dieses Jahr noch einmal einen Anlauf wagen. Mit dem Redstone-Update soll Besserung eintreten.
Woran liegt es eigentlich, dass Microsoft das Problem nicht in den Griff bekommt? Nun der PC an sich, wie er heute vom IBM-Standard abgeleitet noch immer existiert, ist ein bunter Hund. Im Fall der Displayskalierung muss Microsoft Panels zwischen 4 und 48 Zoll bei 50 bis 500 Dpi abdecken und das alles unter einen Hut zu bekommen, ist selten einfach. Kurzum: Die Vielfalt, die die Hardware eines PC erlaubt, macht eine perfekte Funktion in allen Fällen nahezu unmöglich.
Anhand der über das Windows Insider Program gesammelten Informationen, dem Feedback und der Kritik der Nutzer, habe man nun eine Informationsbasis, anhand der man noch einmal die Displayskalierung verbessern will, denn der unter Windows 10 schon getätigte Eingriff reicht nicht. Als das Betriebssystem auf den Markt kam, hatte man die Skalierungsgrößen vereinheitlicht. Unter Windows 8 bot das Betriebssystem beispielsweise 15 Prozent an, Apps aber nur 140 Prozent. Dass das mit Ansage komisch aussieht, dürfte absehbar sein. Unter Windows 10 hat nun alles die gleichen Skalierungsschritte.
Mit dem Redstone-Update will man sich nun noch einmal der Skalierung im gesamten widmen. Etwa mit zentralen Elementen der Benutzeroberfläche, darunter etwa die Desktop-Icons. Auch das alte Office wird in dem Zug noch einmal aufgemöbelt und angepasst. Es bekommt die neue Skalierungsfunktion. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Progammen von Drittanbietern verbessert werden. Darunter vor allem die Browser Chrome und Firefox.
Einige Grundsteine für die Verbesserung seien bereits gelegt, aber mit Redstone sollen die dann auch für den Nutzer zum Tragen kommen. Auch bei 400 Prozent Vergrößerung sollen dann Elemente wie Start-Menü, Datei-Explorer, Taskbar, Command-Shell und Co. blitzsauber aussehen. Auch bei ältere Anwendungen, deren Skalierung nicht auf dem neuen System basiert, soll nachgebessert werden, sodass nicht alles verwaschen aussieht. Bei Progammen von Drittanbietern müssen aber auch diese etwas tun. Hier hat Apple einfach von Beginn an auf die bessere Skalierung gesetzt, die die Drittanbieter schon länger konsequent umsetzen. Den Vorteil kann man nicht einfach aufholen.
Unterm Strich bedeutet das, dass mit Windows 10 Redstone noch einmal eine große Verbesserung kommt. Ein Allheilmittel wird es aber nicht sein. Ausgefallene Hardware-Konfigurationen oder nicht gepflegte Programme werden möglicherweise weiter verwaschen sein.
Quelle: Winbeta

Die Entwickler müssten nur mal ein bisschen Gehirnschmalz, Zeit und Geld in ihre Anwendungen investieren.
Was kann Windows dafür wenn die Software-Entwickler z.b. FIXE Größen in Pixel für einen Button definieren, anstatt ihn skalierbar zu machen? NIX.
Also warum muss Windows die Unfähigkeit der Entwickler ausbügeln. Das einzige was Redmond wirklich in dieser Hinsicht falsch gemacht hat: Den Entwicklern so ne ******** zu erlauben.
Man sieht doch an der Apfel-Gemeinde wie das geht: Hey Saftnase, entweder Du hältst Dich an unsere Design-Vorgaben, oder Dein Stück Software-Schrott kommt nicht in unseren App-Store.
Ups .... und schon funktionierts.
Naja, was reg ich mich auf .... mein Monitor stellt UHD auf 100% bestens lesbar dar. Genau deshalb ist es ein 40" Monster geworden, damit ich nicht die Unfähigkeit eines Software-Entwicklers ausbaden muss.
...und einzelne Aspekte klingen gut: Auch bei 400 Prozent Vergrößerung sollen dann Elemente wie Start-Menü, Datei-Explorer, Taskbar, Command-Shell und Co. blitzsauber aussehen. ​
Hört sich stark nach SVG-Logos für jegliche Standard-Bedienelemente an, was natürlich wirklich ein großer Fortschritt wäre.
ABER: Was mir nach wie vor schleierhaft bleibt: Wieso hat MS überhaupt Probleme dabei, eine gute Legacy-Skalierung anzubieten? Im Kompatibilitätstab eine Option anzubieten, bei der man wählen kann wie viel größer ein Fenster dargestellt sein soll hört sich nicht wirklich nach einer Herausforderung an, genauso wenig, wie dabei dem Nutzer die Wahl des Skalierungsfilters zu überlassen...
...ist natürlich nichts im Vergleich gegen die langfristige Lösung des Problems---also neue Programme, die konsequent auf Skalierbarkeit ausgelegt sind---aber als Fallback trotzdem praktisch!
Mal sehen was von den Versprechungen übrig bleibt.