Warface Beta im Preview-Test: Shooter-Revolution oder Pay2Win-Abzocke?
In einem Interview sprach Crytek-CEO Cevat Yerli davon, mit dem Free2Play-Titel Warface das gesamte Shooter-Genre zu revolutionieren. Ziel war es, ein kostenloses Spiel zu veröffentlichen, das von seiner optischen und spielerischen Qualität aktuellen AAA-Titeln das Wasser reichen kann. Wir haben uns die Closed-Beta zu Warface einmal genauer angeschaut und verraten in unserer PCGH-Preview, ob der Shooter die kühnen Aussagen der Entwickler auch halten kann.
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Der Free2Play-Shooter Warface wurde von den Crytek-Verantwortlichen groß angekündigt: Der von Crytek Kiew entwickelte neue Titel soll nach Aussage von Cevat Yerli, seines Zeichens CEO des Entwicklers, den aktuellen Blockbuster-Titeln von Activision und EA den Rang ablaufen und dabei völlig umsonst spielbar sein. Klassische Multiplayer-Schlachten wie Koop-Missionen sollen mit Hilfe der Cryengine 3 optisch überzeugend präsentiert werden und Millionen von Spielern vor dem Bildschirm fesseln.
In Russland ist Warface schon seit einiger Zeit verfügbar, hierzulande startete vor Kurzem die Closed Beta. Nach den hochtrabenden Versprechungen des Entwicklers und den ersten Trailern und Screenshots, wollten wir uns selber einen ersten Eindruck zu Warface verschaffen. Ob der Free2Play-Shooter aus dem Hause Crytek tatsächlich seine Versprechungen wahr machen kann, klären wir in unserem PCGH-Preview.
Zwischen Kompatibilität und Grafikpower: Die gezähmte Cryengine 3 in Warface
Quelle: Gamestar
Warface-Beta im Test (15)
Bei Crytek-Shootern wird natürlich die Frage nach der zu Grunde liegenden Technik laut: Nach Far Cry 3 und dem optisch starken Crysis 3 können wir einfach nicht anders, als auch an Warface gehobene Ansprüche zu stellen. Der Titel nutzt immerhin die Cryengine 3, ein optisches Feuerwerk dürfte also eigentlich kein Problem darstellen. Allerdings macht das Geschäftsmodell hinter Warface allen Grafik-Enthusiasten einen Strich durch die Rechnung:
Als Free2Play-Titel muss der Shooter auf möglichst vielen Rechnern laufen, damit eine große Anzahl von Spielern erreicht werden kann. Wir sind deshalb aber keineswegs enttäuscht, denn selbst wenn Warface optisch nicht an die Crysis-Serie heran reicht, für ein Free2Play-Spiel schaut der Shooter richtig gut aus. Licht- und Schatteneffekte überzeugen, Explosionen besitzen die nötige Wucht und Feueranimationen sind auf einem gewohnt hohen Niveau. Zuschaltbares Antialiasing zur Kantenglättung und Motion Blur als optischer Effekt runden die technische Vorstellung ab.
Quelle: Gamestar
Warface-Beta im Test (18)
Das die Engine nicht ausgereizt wird, merkt man vor allem an der nicht zerstörbaren Umgebung: Zwar kann durch schwache Hindernisse hindurch geschossen werden, die Levelarchitektur kann aber zu keiner Zeit verändert werden. Nicht einmal Fenster oder Bäume gehen unter Feuer zu Bruch. Für die Anforderungen von Warface, das nach Aussage der Entwickler bereits mit einer Geforce 8600 und 1 GiByte RAM laufen soll, kann der Shooter mit einer beachtlichen Optik aufwarten und stellt so manchen Free2Play-Konkurrenten in den Schatten. Während eine Mittelklasse-Karte wie die GTX 460 bei High-Settings mit knapp mehr als 30 FPS schon ins Schwitzen kommt, dürften neuere Karten mit dem Titel keinerlei Probleme haben.
Warface kommt grafisch nicht an aktuelle Top-Titel heran, dafür ist die Optik auf den kleinen Karten nicht überzeugend genug. Andere Free2Play-Shooters steckt Cryteks neuestes Werk allerdings locker in die Tasche und muss sich auch vor einem Black Ops 2 nicht verstecken. Warface dürfte wohl einer der optisch schönsten Shooter auf dem Free2Play-Markt sein.
Modi, Karten und Gameplay: Warface mit CoD-Gerüst und teamorientierten Inhalten
Nachdem wir Warface gestartet haben, finden wir uns erst einmal in einer Tutorial-Level wieder, die uns die grundlegende Steuerung des Shooters beibringen soll. Natürlich stellt uns das vor keine große Hürde, immerhin steuert sich der Free2Play-Titel genauso wie jeder andere Shooter der letzten Jahre. Schießen, Granaten werfen, ducken, anvisieren, liegen, usw. - das Grundgerüst von Warface dürfte bekannt sein.
Quelle: Gamestar
Warface-Beta im Test (3)
Auch zu den vier wählbaren Klassen müssen wir wohl nicht so viel sagen: Der Medic ist mit einer Schrotflinte ausgestattet und kann Teamkollegen heilen, der Rifleman besitzt ein Sturmgewehr und verteilt Munition, der Engineer kann mit seiner SMG Schaden anrichten sowie Minen legen und die Panzerung seiner Kollegen auffüllen. Den Abschluss der vier Klassen bildet der Sniper, der vor allem auf Entfernung tödlich ist. Die Steuerung von Warface ist sehr präzise, es gibt kaum Rückstoß bei den einzelnen Waffen und der Avatar bewegt sich ziemlich schnell durch die kleinen Levels.
Zu spielen gibt es zwei Modi, einmal den klassischen kompetitiven Multiplayer-Modus und eine Koop-Variante, in der man zusammen mit anderen Spielern Missionen bestreiten kann. Zum Koop-Modus würden wir gerne etwas sagen, aber leider konnten wir bei mehr als zehn Versuchen nicht eine Mission laden, weshalb eine Preview für diesen Modus nicht möglich ist. Aber Fehler sind in der Beta-Phase noch zu verzeihen, dazu haben wir genug über den Multiplayer-Modus zu berichten.
Gut zehn Karten standen uns bei unserer Preview zur Verfügung, dazu konnten wir zwischen den Spielmodi Free for All, Team-Deathmatch, Plant the Bomb und Storm auswählen. Während Plant the Bomb an das klassische Spielprinzip von Counter-Strike erinnert, müssen in Storm drei Punkte nacheinander von einem Team erobert werden, während das andere Team versucht, diesen Plan zu vereiteln. Das erinnert uns wiederum an den Rush-Modus der Battlefield-Serie, kombiniert Warface also verschiedene Gameplay-Mechaniken zu einem neuen Spiel?
Quelle: Gamestar
Warface-Beta im Test (2)
Auch wenn die unterschiedlichen Spielmodi verschiedene Vorgehensweisen von den Spielern fordern, wird schon nach den ersten Minuten klar, dass sich Warface vor allem an dem schnellen und actionreichen Gameplay von Call of Duty orientiert. Die Levels sind meistens kaum größer als in Activisions Shooter-Reihe, dazu sorgen verwinkelte Gänge und gute Aussichtspositionen für eine schnelle und schnörkellose Konfrontation der beiden Parteien. Gut fünf Sekunden nach dem Spawn dürften Sie in einen Schusswechsel rennen - Warface ist eindeutig ein Titel, der Ihre Reflexe testet. Die Soldaten im Spiel halten kaum etwas aus, die Granaten haben eine ungewohnt hohe Reichweite und die Levels müssen auswendig gelernt werden, um dem Gegner einheizen zu können.
Im Spielmodus Plant the Bomb wird wegen dem fehlenden schnellen Respawn etwas vorsichtiger vorgegangen, allerdings werden auch hier die meisten Runden in den ersten 30 Sekunden entschieden. Warface ist ein schneller und anspruchsvoller Shooter, der mit seinen verwinkelten, kleinen Maps und dem schnellen Respwan vor allem alle CoD-Fans anlocken dürfte. Als schnelle und dazu auch noch kostenlose Shooter-Kost für Zwischendurch eignet sich Warface hervorragend.

Das Game spricht mich weder spielerisch noch (vor allem!) technisch an.
F2P-Casual-Dreck halt...
Das ist unqualifiziert und niveaulos. Setzen!
Ich selber habe es nur kurz angespielt und finde es vom Gameplay her wie CoD. Geld würde ich ehr nicht ausgeben, ausser einen kleinen Bonus evtl. wenn ich es länger spielen würde.
far cry 3 setzt auf die dunia engine welche glaube ich eine sehr stark modifizierte version irgendeiner cry engine ist, daher ist das alles schon richtig so
Das wundert mich nun nicht wirklich. Von Herrn Yerli ist man es nicht anders gewohnt