Pimax 8K & 5K+ in ersten Tests: 200-Grad-FOV und Auflösung überzeugen
Pimax hat das NDA zu den beiden VR-Brillen 8K und 5K+ fallen gelassen. Zwei deutsche Tester hat beide Modelle erhalten und zeigen sich in den ersten Tests positiv angetan. Die Kombination aus hoher Auflösung (mindestens 2 × 2.560 × 1.440 Pixel) und bis zu 200 Grad weitem Sichtfeld (FOV) machen die Pimax-VR-Brillen bisher einzigartig im Endkundenbereich.
Mit den beiden VR-Brillen Pimax 8K und Pimax 5K+ möchte der namensgebende chinesische Hersteller im High-End-Bereich Alternativen zur Oculus Rift und HTC Vive (Pro) anbieten, die als Alleinstellungsmerkmal hohe Auflösungen mit einem breitem Sichtfeld kombinieren zu einem (hoffentlich) bezahlbaren Preis. Die Star VR One und Star VR One XT weisen zwar ähnliche Spezifikationen auf, sind aber primär für den professionellen Einsatz ausgelegt und dürften dementsprechend vergleichsweise teuer werden. Inzwischen hat Pimax erste - wenn auch nicht viele - Testmuster seiner aktuellen VR-Brillen verschickt, zu denen es die ersten Testberichte gibt.
Pimax 8K & 5K+: Zwei Displays für weites FOV
Die Pimax 5K+ und die Pimax 8K unterscheiden sich ausschließlich durch die eingesetzten Displays. Beide nutzen zwei LCDs (vermutlich IPS-Panels), die zusammen auf ein Sichtfeld von bis zu 200 Grad kommen. Während die Oculus Rift und HTC Vive (Pro) außen noch schwarze Ränder haben, weil das natürliche FOV des menschlichen Auges größer ausfällt, decken die Pimax-Modelle (nahezu) das komplette Sichtfeld ab. Die 5K+ getaufte Version nutzt zwei Displays mit einer Auflösung von jeweils 2.560 × 1.440 Pixeln (2 × WQHD, insgesamt 5.120 × 1.440). Gegenüber der früheren 5K (ohne Plus) kommen kleinere, aber dafür schärfere, sowie kontraststärkere Panels zum Einsatz.
Die Pimax 8K stellt ebenso kein echtes 8K dar, sondern zwei Mal Ultra HD mit 3.840 × 2.160 Pixeln (insgesamt 7.680 × 2.160). Weil der Displayport-1.4-Bildeingang nicht genügend Bandbreite für die hohe Auflösung bei 90 Hertz hat und aktuelle Hardware mit den Anforderungen überfordert wäre, nutzt die VR-Brille die gleiche Render-Auflösung von 5.120 × 1.440 Pixeln wie die Pimax 5K+, die auf das doppelte UHD hochskaliert wird. Das ist nicht optimal, soll aber erkennbar besser aussehen. Schon die kleinere VR-Brille habe einen schwächeren Fliegengittereffekt als andere VR-Brillen inklusive der HTC Vive Pro. Das liegt neben der hohen Auflösung an den LCD-Bildschirmen mit einer klassischen RGB-Matrix (3 Subpixel pro Pixel). Die AMOLED-Varianten der Oculus Rift und HTC Vive (Pro) stellen eine Pentile-Matrix mit zwei Subpixeln pro Pixel dar, sodass die schwarzen Ränder zwischen den Pixeln auffälliger sind. Bei der Pimax 8K soll der ungewollte Effekt fast gar nicht mehr sichtbar sein. Neben der niedrigeren Auflösung wird bei der Pimax 8K die Bildwiederholrate von theoretisch möglichen 90 auf 80 Hertz beschränkt - die Pimax 5K+ nutzt die vollen 90 Hz.
Die Software wird besser
Das Sichtfeld ist derweil wegen der Verzerrungen in den Außenbereichen problematisch. Neben den Linsen lässt sich viel über Software lösen, die der Hersteller gegenüber früheren Demos schon klar verbessert haben soll. Wem das Bild bei 200 Grad zu unnatürlich vorkommen soll, kann das FOV per Piplay-Tool auf niedrigere Werte begrenzen - bei 170 Grad soll es kaum noch Probleme geben -, gegenüber den 110 Grad der Oculus Rift und HTC Vive (Pro) ist das immer noch deutlich mehr. Keinerlei Beanstandungen gibt es derweil beim Tracking-System, das auf Steam VR 2.0 setzt und dementsprechend so gut arbeitet wie bei der Vive Pro. Neben den Steam-VR-Spielen stehen auch jene von Oculus VR zur Verfügung. Unbekannt ist noch, wann die beiden VR-Brillen zu welchen Preisen erscheinen werden. Erst einmal sollen die Kickstarter-Unterstützer bedient werden.

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Die Fokussierung der Augen liegt sicher darunter, aber wahrnehmen, Bewegungen/Umrisse/Gegenstände etc., kann man bis 214 Grad.
Gibt es eigentlich 5K-Backer die zur 8K wechseln werden?
Hm, über zukünftige Technik zu spekulieren, ist schwierig. Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt
Nach dem Sichten des zweiten Videos schaut es jetzt für mich so aus: Durch die 8k Brille ist das Fliegengitter gegenüber der 5k+ weniger sichtbar. Allerdings schafft der Displayport nur die Auflösung der 5k+ auf die 8k zu übertragen. Die 5k+ Auflösung wird auf 8k Brillenauflösung "aufgeblasen", jedoch stimmen die physischen Pixel dann nicht mehr mit dem Bildinhalt überein. Dadurch verschwimmt das Bild und wird unscharf. Ähnlich dem downsamling, wenn versucht wird, die im Verhältnis falsche Auflösung in die Pixel zu drücken. Und so wie ich das verstanden habe, wird das erst mit der 8KX besser, wenn nativ mit 2 x UHD angesteuert werden kann(Gruß an die GTX 4080ti).
Die 5k+ ist also schärfer, da nativ befeuert; jedoch mit sichtbar mehr Fliegengitter.
Aber stehe doch irgendwie auf dem Schlauch: Warum wird die 8k nicht mit im Verhältnis passenderer, jedoch niedrigeren Auflösung angesteuert, welche dann nach Interpolation schärfer ist, als die Interpolation der unpassenden 5k+ Auflösung? Die passende Auflösung wäre deutlich niedriger?
Nun gut , das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass die 8k niemals die Schärfe der 5k+ erreicht.
Edit: Mit der Interpolation ist das ja auch bei meinem TV so. Wenn ich Spiele nicht mit der im Verhältnis exakt passenden, niedrigeren Auflösung hochskaliere, sehen die auch übelst verschwommen und schlecht aus.
Der konkrete Vorteil der 8k Brille ist also das weniger sichtbar Fliegengitter, die 5k+ Brille ist allerdings in der Darstellung schärfer.
Ja, es wird sicher ein toller Unterschied. Aber sich jetzt entscheiden müssen, weil die sonst einfach eine 8K schicken, hmmmm.
Da hat man als Backer mit hoher Zahl evtl. einen Vorteil
Dann werde Ich noch diese Jahr erfahren, ob die 980Ti mit DP1.2 reicht, oder Ich eine Karte der 1000er-Serie mit DP1.4 brauche.
Wäre schön das vorher zu wissen. Ich meine NICHT die Leistung, sondern nur DP1.2 oder DP1.4.
Brauche Ich dp1.4, würde Ich evtl. jetzt schon mal schauen ob Ich die 980Ti z.B. gegen eine 1060 wechsele.
Ich glaube die haben auch etwa den gleichen Wert (Verkauf und dann kauf gebraucht).
Ob Ich mehr als 1060 oder mehr "brauche", oder die 980Ti reicht, das will Ich selbst feststellen.
Erst wenn ein Spiel Probleme macht wird gewechselt.
Ein Punkt ist ja noch, wenn sich jetzt jemand eine 2080Ti für €1200 kauft, und 6 Monate später kommt Eye Tracking mit Foveated Rendering steht man blöd da
Weil dann evtl. 20% oder sogar 10% reichen. Dann reicht auch die billigste 1000er für Ich glaube 35 Euro Gebraucht und 75 Euro neu. 1030 glaube Ich...
Hrhrhrhr, dann freuen sich die Grafikkartenhersteller einen ab, "Juhu, VR braucht fett Leistung, Megageschäft...", und auf einmal braucht man viel weniger Leistung als auf dem Monitor, und die Nutzer kommen die nächsten 2, 3, 5... Jahre ohne Neukauf aus. Solange man bei der Brille bleibt, wird man noch länger damit auskommen. Und für die nächste Generation gibt es dann evtl. nicht mehr Auflösung, sondern "nur" OLED.
Und wenn doch die Auflösung auf echtes 4K steigt (jetzt 2,5K) kauft man sich in ein paar Jahren eine gebrauchte 1080Ti für evtl. €100...
Und um so mehr Menschen VR nutzen, evtl. STATT Monitor, um so weniger High-End-Karten werden verkauft...
Der Slogan einer VR-Seite ist "We dont play flat"
Also ich finde das Teil liest sich Mega interessant