AOC PC VR: Oculus-Rift- und Vive-Konkurrent für 400 Euro
Der Monitorhersteller AOC entwickelt ein eigenes VR-Headset, das es von den reinen Spezifikationen her mit der Oculus Rift und HTC Vive aufnehmen kann. Mit einem Preisschild von 400 Euro soll die Brille mit dem Codenamen PC VR aber deutlich günstiger werden. Noch für dieses Jahr ist die Markteinführung angesetzt.
Oculus VR und HTC bekommen weitere Konkurrenz im Markt der Virtual-Reality-Brillen. In den möchte noch dieses Jahr AOC einsteigen, der normalerweise Monitore vertreibt. Ein hauseigenes VR-Headset wird aktuell unter dem Codenamen PC VR entwickelt und soll im November, spätestens Dezember, also pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, veröffentlicht werden. Laut den Kollegen von Golem wird ein Preispunkt von knapp 400 Euro anvisiert.
Technisch ähnelt die PC VR stark der HTC Vive: Zwei OLED-Displays lösen mit 1.080 × 1.200 Pixeln pro Auge auf. Davor sitzen zwei Fresnel-Linsen (Durchmesser: 49,5 mm), die ein horizontales Sichtfeld von 110 Grad ermöglichen. Die Bildwiederholrate wird auf 90 Hertz beziffert. So weit stimmen die Spezifikationen mit der HTC Vive überein. Die Oculus Rift hat Hybrid-Linsen, die Fresnel- und Konvex-Technik vereinen, aber nur ein 90-Grad-FOV bieten. Mit 3,81 Zoll sind die OLED-Displays in der PC VR noch einmal minimal größer als bei der Konkurrenz. Sofern keine speziellen Gegenmaßnahmen getroffen werden, wird man also ebenfalls unter dem Fliegengittereffekt leiden (schwarze Linien zwischen den Pixeln).
| AOC PC VR | Oculus Rift | HTC/Valve Vive | Sony Playstation VR | |
|---|---|---|---|---|
| Display-Größe & -Typ | 2 × 3,81 Zoll, OLED | 2 × 3,54 Zoll, OLED | 2 × 3,61 Zoll, OLED | 1 × 5,7 Zoll, OLED |
| Linsentyp | Fresnel | Fresnel-Konvex-Hybrid | Fresnel | Standard |
| Display-Auflösung | 2.160 × 1.200 | 2.160 × 1.200 | 2.160 × 1.200 | 1.920 × 1.080 |
| Bildwiederholrate | 90 Hertz | 90 Hertz | 90 Hertz | 120 Hertz |
| FOV (horizon-/vertikal) | 110 Grad/? | 90/90 Grad | 110/110 Grad | 100/100 Grad |
| Gewicht exkl. Kabel | unbekannt | 472 Gramm | 561 Gramm | 610 Gramm |
| Veröffentlichung | Dezember 2016 | Auslieferung erfolgt | Auslieferung erfolgt | Oktober 2016 |
Für das Bewegungs-Tracking werden keine externen (Infrarot-)Kameras benötigt. Stattdessen sollen Sensoren im VR-Headset selbst das Tracking übernehmen - Details sind noch keine bekannt. Hier könnte dann auch der große Nachteil gegenüber der Oculus Rift und HTC Vive liegen. Tests werden es zeigen müssen. Vorne nach unten zeigend ist eine Kamera eingebaut, die zwar mit 640 × 480 Pixeln ziemlich niedrig auflöst (Vive: 720p), in der virtuellen Realität aber vor Hindernissen in der echten Welt warnen kann.
Bild und Daten werden über einen HDMI-1.4- und einen USB-3.0-Anschluss übertragen. Für einen Controller sieht AOC einen USB-2.0-Port vor. Die PC VR nimmt an Razers OSVR-Projekt (Open Source Virtual Reality) teil, wird also zu den Steam-VR-Anwendungen kompatibel sein, sofern sie keine Tracking-Controller erfordern.



Ich denke das wird so ähnlich wie Trac IR sein, Nicht Trac IRr sondern ein anderer Headtracker welchen ich den namen gerade nicht weiß. Das macht es für mich eigentlich viel Interessanter macht als die Vive.
Hat man inzwischen mal was von der Razer Brille gehört?
Zudem haben Rift und Vive eben genau das. Fragt sich also, ob das AOC Teil mit Rift/Vive-Titeln problemlos funktioniert, oder ob die Software-Bibliothek noch eingeschränkter wird, als sie es für die bereits erhältlichen Brillen sowieso schon ist.
Ich für meinen Teil finde es äußerst fragwürdig wie das Tracking funktionieren soll wenn die Sensoren nur an der Brille sind - Für seated VR sicherlich machbar, aber alles darüber hinaus wird glaube ich nichts.
Ich denke das wird so ähnlich wie Trac IR sein, Nicht Trac IRr sondern ein anderer Headtracker welchen ich den namen gerade nicht weiß. Das macht es für mich eigentlich viel Interessanter macht als die Vive.
Hat man inzwischen mal was von der Razer Brille gehört?
Mir egal ob die jetzt 400€ kosten und was da alles drin steckt, wenn ich nur 200-250€ dafür ausgeben will dann warte ich eben, passiert nicht zum ersten mal das Produkte mit der Zeit günstiger werden
Vollkommen illusorisch, was hier einige schreiben. "Kaufe erst unter 200€", "Abzocke", "gleiche Qualität nur günstiger geht ja doch" usw. usf.
Zum einen werden die Teile noch nicht in Massen produziert, was sie teurer macht
dann ist das derzeit der neueste Shit, was ebenfalls den Preis erklärt
Zudem steckt eine ganze Menge hochwertiger Sachen drin (Linsen, OLEDs, und insbesondere die externen Tracking-Sensoren). In einem gewöhnlichen 200€ Monitor steckt DEUTLICH weniger Technik hinter
Dann hat die AOC keine Handcontroller (die bei der Vive richtig, richtig gut funktionieren und tolle Features haben!)
und ob das Tracking genauso gut wie bspw. bei der Vive funktioniert, sprich mit externen Sensoren, ist äußerst fragwürdig!
Klar, der Otto Normalverbraucher sieht ein begehrenswertes Stück Technik und ist vom hohen Preis geschockt. Kann man nachvollziehen. Jedoch sollte man die von mir angeführten Punkte nicht vergessen. Allein ein (VR-)Tracking System kostet im Profibereich schnell mal 30.000€ und mehr.
man sollte sich entgültig von dem gedanken verabschieden, das in unserer wirtschaftsform, der preis eine zuverlässige auskunft über den aufwand ist.
es geht um maximal mögliche wertabschöpfung. den mitteilnehmern in der wirtschaft, also den kunden, *nicht* das max. mögliche aus der tasche zu leiern, gilt in einschlägigen kreisen als "verantwortungslos"... (welch häme..)
aber "wir" machen da auch voll mit, mit unserer "schnäppchenjägermentalität" , es ist wie "löwe gegen hyäne", aber die hyäne (also "wir") bekommen nur das, was der löwe übrig lässt..