Computex: USB 3.1, Dockport und Displayport geben sich die Ehre

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Computex: USB 3.1, Dockport und Displayport geben sich die Ehre (2)
Quelle: Asus

Die Computex wurde auch dazu genutzt, die neuesten Entwicklungen bei den Verbindungsstandards zu zeigen. USB 3.1 wurde bereits auf den ersten Mainboards präsentiert, Peripherie gibt es allerdings nach wie vor nicht zu sehen - insbesondere mit USB-Stecker Typ C. Die VESA indes stellt Dockport vor, der Displayport und USB 3.1 vereint und so Anspruch auf die "eierlegende Wollmilchsau" erhebt.

Computex: USB 3.1, Dockport und Displayport geben sich die Ehre (2) Quelle: Asus Computex: USB 3.1, Dockport und Displayport geben sich die Ehre (2) Computex: USB 3.1, Dockport und Displayport geben sich die Ehre (3) Quelle: PC Games Hardware Computex: USB 3.1, Dockport und Displayport geben sich die Ehre (3) Zwar wurde der Standard USB 3.1 Ende letzten Jahres angekündigt und auch eine baldige Verfügbarkeit vorausgesagt, doch das Thema blieb bis jetzt eher theoretischer Natur, denn zuletzt gab es nicht einmal Hardware oder den neuen Steckertyp C zu bestaunen. Das ändert sich nun mit der Computex, wo die Mainboard-Hersteller die ersten Hauptplatinen mit dem neuen Standard ausgestellt haben. Sowohl Asus als auch MSI zeigten entsprechende Produkte, die bis zu 10 Gb/s übertragen, doch man gibt sich nach wie vor bedeckt. Weder effektive Leistungsangaben noch Termine konnte man nennen. Asus integriert USB 3.1 auf seinen Mainboards via Zusatzchip von AS Media, den auch MSI nutzt und der auf den Namen ASM1142 hört. Da die Mainboards nicht einmal eine Bezeichnung haben, dürfte die Einführung allerdings noch dauern. Asus etwa sprach von "im Laufe des Jahres".

Schlechter sieht es auf der Seite der Peripherie aus. Auf der Computex ist zwar zu hören, dass es mit etwas Glück noch 2014 Produkte geben könnte, zeigen konnte aber insbesondere mit dem neuen Steckertyp C noch niemand etwas. "Wirklich jeder arbeitet daran - aber es gibt noch keine Prototypen", verrät Jeff Ravencraft im Gespräch mit Golem.de. Der war früher bei Intel und arbeitet nun für das USB Implementors Forum. Damit bleibt es weiter bei grauer Theorie, was die Peripherie-Seite angeht. Das Problem scheint hausgemacht, denn obwohl der Standard bereits in weiten Teilen festgelegt ist, fehlt doch der letzte Schliff bei den Spezifikationen für den Stecker, die im Juni oder Juli final festgelegt werden sollen. Solange wird sich kein Anbieter vortrauen. Damit dürfte es USB 3.1 zwar vielleicht noch 2014 in den Handel schaffen, wirklich relevant wird der Standard aber, so wie es aktuell ausschaut, erst 2015 werden. Wann man soweit ist, dass Intel und AMD den Standard in die Chipsätze integriert, steht auf einem anderen Blatt. Im ersten Schritt werden Zusatzcontroller auf den Mainboards verbaut.

Interessant ist zudem eine weitere Entwicklung: Aufgrund seiner Fähigkeiten kann USB 3.1 auch Bilddaten übertragen und so Standards wie den Displayport gefährlich werden. Bevor es aber soweit kommen darf, setzt man auf Zusammenarbeit. Das VESA-Gremium hat sich dazu entschlossen, USB 3.1 in den Displayport zu integrieren und nennt es Dockport. Dockport ist ursprünglich eine Idee von AMD und Texas Instruments, die unter der VESA nun den Feinschliff erhält. Die Idee ist vor allem für Tablets und Notebooks gedacht, könnte so aber auch in andere Bereiche vorstoßen. Was man mit Dockport bekommt, ist ein Anschluss, der bis zu vier Bildschirme über Displayport versorgen, Daten übertragen und bis zu 100 Watt bereitstellen kann. Allerdings ging die VESA noch nicht auf Details ein. Die Abwärtskompatibilität sei weiterhin sichergestellt. Der Plan der VESA könnte aufgehen, denn der Markt für Schnittstellen ist auch ein ewiger Konkurrenzkampf zwischen den Standards und so könnte es nun für Konkurrenten wie Thunderbolt oder HDMI (eine Weiterentwicklung des DVI) eng werden.

Der Erfolg eines Standards hängt schließlich immer von seiner Verbreitung ab und hier stehen die Chancen für USB 3.1 und Displayport sehr gut. In Kombination ergibt sich fast die "eierlegende Wollmilchsau", die vor allen Dingen die Preise für Notebooks und Tablets drücken soll, da weniger Anschlüsse notwendig werden. Allerdings ist Dockport noch in einem sehr frühen Stadium. Die VESA will nun Richtlinien für die Elektronikhersteller entwickeln, auf deren Basis dann die Technik umgesetzt werden kann. Mit Displayport hat die VESA nun zumindest den schlagkräftigsten Standard für Audio- und Video-Übertragung in der Hinterhand, da die Entwicklung von HDMI in den letzten Jahren nicht ganz so fix vonstatten ging. Displayport hingegen versteht sich sogar auf Sonder-Features wie Freesync von AMD, das als Adaptive Sync integriert wird und das Tearing vermindern soll. Der neue Kuschelkurs von USB-IF und VESA könnte eine schlagkräftige Paarung werden, der vor allem der VESA zugute kommen könnte.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Hmm, eSATA möchte ich nicht missen, dafür gibt's ja Kombiports. eSATAp.
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Hmm, eSATA möchte ich nicht missen, dafür gibt's ja Kombiports. eSATAp.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        VGA, Thunderbolt, eSATA und besonders Firewire könnte man getrost weglassen.
        USB 2.0 wurde durch 3.0 ja auch schon fast wegrationalisiert.
      • Von TheSebi41 Software-Overclocker(in)
        Klingt gut, aber bis das Massentauglich ist
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        Super!

        USB 2
        USB 3
        USB 3.1
        FireWire
        Ext. SATA
        VGA
        DVI
        HDMI
        Thunderbolt
        ...

        Wird wieder eng auf der Anschlussseite.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Thunderbolt nutzt mini-DP-Stecker (weil Apple beides eingeführt hat), ist aber ein eigener Standard.
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