The Division 2: Techniktest mit 24 Grafikkarten von 2013 bis 2019: So geht DX12!
Nach mehreren Beta-Phasen, Vorbesteller-Early-Access-Zugang und einem verwirrend komplexen weltweiten Launch ist The Division 2 am 15. März nun wirklich erschienen. Entwickler Massive Entertainment setzt wiederholt auf die potente und moderne Snowdrop-Engine, die bereits im Erstling Verwendung fand und für The Division 2 ausgebaut und optimiert wurde - wie auch die restlichen Aspekte des nun sehr gehaltvoll wirkenden Loot-Shooters. Wir prüfen die Performance von 24 Grafikkarten.
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The Division 2: Gameplay
In The Division 2 übernehmen Sie - auf Wunsch zusammen mit Ihren Freunden oder anderen Spielern - die Rolle eines Agenten nach dem Ausbruch der Dollar-Grippe, einer durch einen genetisch erzeugten Supervirus ausgelösten Epedemie, die nach der Handlung des ersten The Divisions im winterlichen Manhatten auch andere Teile der USA erfasst hat. Zu Beginn von The Division 2 erhält Ihr im deutlich ausgebauten Charakter-Editor ersteller Held den Aufruf, das in Chaos und Straßenkämpfen zu versinken drohende New York zu verlassen und nach Washington D.C. aufzubrechen, um das Weiße Haus vor Angriffen zu verteidigen und noch schlimmere Geschehnisse zu verhindern.
Der darauf folgende, eigentliche Start von The Division 2 präsentiert dem Spieler gleich mehrere Neuerungen und Verbesserungen in The Division 2: Sie beginnen Ihren Kampf um das sommerliche Washington D.C. und die launige Item-Hatz nach stetig besserer Ausrüstung am Fuße des Washington Monument, mit dem Blick über eine verwilderte Parkanlage hinüber zum belagerten Weißen Haus. Gebäude, weltbekannte Sehenswürdigkeiten und Denkmäler sowie Infrastruktur wie U-Bahnstationen wurden von Massive Entertainment aufwendig mittels Laser- und Satellitendaten erfasst, um diese maßstabsgetreu und authentisch in die Spielewelt zu integrieren. Zu den für The Division 2 in die Snowdrop-Engine eingeflossenen Neuerungen und Optimierungen zählt desweiteren die Terrain- und Vegetations-Darstellung. Nun sind organische, geschwungene Formen bei Oberflächen möglich, zusammen mit Bäumen, Büschen und Sträuchern können so nicht nur die sumpfigen Straßenzüge der sommerlichen US-Hauptstadt umgesetzt werden, sondern auch die weiten Parks und verwilderten Grünflächen, die The-Division-2-Spielern eine optische wie spielerische Abwechslung zu den engen Häuserschluchten D.C.s und dem verschneiten Manhatten des Vorgängers bieten sollen.
Auch die grafischen Fähigkeiten der Snowdrop-Engine wurden ausgebaut, verfeinert oder für diverse Einsatzzwecke adaptiert. Letzteres betrifft beispielsweise den dynamischen Schnee im ersten The Division, für den im hitzeflirrenden Washington selbstredend kein Bedarf besteht. Während Ihre Spielfigur dort durch dichtes Schneetreiben stapft, und dabei Fußspuren im kühlen Weiß hinterlässt, werden die dynamischen Shader in The Division 2 für Staub in verlassenen Gebäuden eingesetzt. Erkundet Ihre Figur diese leerstehenden Bauwerke, so hinterlässt sie Spuren im feinen Dreck. In den Straßenzügen wehen derweil statt Schneeflocken Blätter, die Löwenzahnsamen an ihren Flugschirmen oder Insektenschwärme durch die stickige Luft. Ebenfalls wieder von der Partie ist das bereits aus The Division 1 bekannte, für einen Multiplayer-Shooter sehr aufwendige und detaillierte Physikmodell - das allerdings auch in The Division 2 nicht ganz die Qualität und Authentizität des auf der E3 2013 gezeigten Trailers heranreicht.
Weitere Verbesserungen an der Snowdrop-Engine betreffen die Beleuchtung, volumetrische Effekte, ein ausgebautes Wettersystem samt verbessertem Tag-Nacht-Zyklus, die Wasser- sowie Himmelsdarstellung wurden aufgefrischt und Effekte wie Screen-Space-Reflections, die Temporale Kantenglättung, Umgebungsverdeckung sowie Hautdarstellung verfeinert. Die Pipeline des physikbasierten Renderers wurde desweiteren auf HDR umgestellt und die Unterstützung von Direct X 12 deutlich ausgebaut. Im Interview mit Calle Lejdfors, dem Technischen Direktor von Ubisoft Massive, antwortet dieser auf unsere Frage, ob The Division 2 neben Asynchronous Compute außerdem Rapid Packed Math oder Variable Rate Shading nutzt, dass "alle Werkzeuge in der Toolbox" zum Einsatz kommen. Die Antwort suggeriert also stark, dass in The Division einige Berechnungen mit FP16-Genauigkeit vorgenommen werden, wobei aktuell unklar ist, ob dies nur für Radeon-GPUs (Rapid Packed Math ist AMDs Bezeichnung für FP16) oder auch für Nvidias Turing-Architektur gilt, welche ebenfalls FP16-Berechnungen unterstützt. Das gute Anschneiden Turings im Vergleich mit älteren Nvidia-Grafikkarten lässt letzteren Gedanken zumindest möglich erscheinen. Die gute Performance der AMD- sowie Turing-GPUs könnte allerdings auch vornehmlich auf das in The Division 2 verbesserte Async Compute zurückfallen, welches laut Interview mit Calle Lejdfors nun effizienter dafür eingesetzt wird, die Renderpipeline zu parallelisieren und die Grafikkartenauslastung zu maximieren.
The Division 2: Techtelmechtel
Die Engine wurde für The Division 2 also recht umfangreich erweitert. Dies sieht man dem Spiel auch recht häufig an, The Division 2 zaubert zu weiten Teilen eine sehr ansprechende Optik auf den Schirm. Das sommerliche Washington präsentiert sich ansehnlich mit einer enormen Detaildichte, sehr hoher Sichtweite, teils ausgesprochen hübscher Beleuchtung und feinen volumetrischen Effekten. Das dynamische Wetter lässt mal die Fenster der Gebäude im Sonnenlicht glänzen, verhüllt die Stadt hinter dichtem, wallenden Nebel oder lässt nächtliche Gewitterstürme in den von Müll verdreckten, sumpfigen Straßenzügen niedergehen, während ein andermal Glühwürmchen trügerisch friedlich eine lauhe Sommernacht erhellen. Hochauflösende Screen-Space-Reflections zieren beinahe sämtliche glatte oder nasse Oberflächen, wirksam unterstützt durch sich alle paar Frames aktualisierende Cube-Map-Spiegelungen. Tessellation und Parallax-Mapping veredeln unebene Bodenoberflächen, darunter Matsch oder Geröll. Die feine Darstellung wird wirksam und effizient durch das Temporale Supersampling geglättet, auf Wunsch kann das Bild, welches durch die Kantenglättung ein wenig Schärfe verliert, mit einem optionalen Schärferegler im Optionsmenü nachgebessert werden.
Dieses Menü fällt umfangreich aus, es existieren eine Vielzahl Grafikeinstellungen, "filmische" Effekte wie Chromaabweichung, Bewegunsun- sowie Tiefenschärfe und Vignette können auf Wunsch deaktiviert werden. Die Steuerung, Tastenbelegung, Maus-Einstellungen sowie das HUD können weiträumig angepasst werden, es existieren verschiedene Presets für diverse Audiogeräte und -Setups sowie Features wie eine Auflösungsskalierung und Frameratenbegrenzung. Und doch vermissen wir einige für PC-Spieler nützliche Features, darunter etwa einen FOV-Slider. Unterm Strich ist das gut dokumentierte Optionsmenü (leider ohne Vergleichsbilder bei den Grafikeinstellungen) aber sehr gehaltvoll und bietet viele nützliche Schalter, um The Division 2 nach Ihren Wünschen anzupassen. Im Menü finden Sie zudem den integrierten Foto-Modus, in unserer Galerie finden Sie einige Bilder, die wir mit diesem geschossen haben.
Interessantes Detail am Rande: The Division 2 scheint eine dem Checkerboarding ähnliche Rekonstruktions-Technik beim Upscaling zu nutzen, dies lässt zumindest die erstaunlich hohe Qualität beim Hochrechnen einer 720p-Auflösung samt 50-prozentiger Auflösungsskalierung erahnen. Das sichtbare Pixelflimmern wirkt, als würden Teilbilder im Wechsel berechnet und über die temporale Kantenglättung zu einem Ganzen vermengt, das augenkundig eine deutlich höhere Qualität zu liefern imstande ist, als es eine Auflösung von lediglich 640 × 360 Pixeln (720p/50 %) vermuten lassen würde (siehe Bildvergleiche). Die Auflösungsskalierung ist somit eine attraktive Option, um Leisung zu sparen, ohne auf Details zu verzichten und die Optik deutlich sichbar leiden zu lassen.
Die Systemanforderungen von The Division 2 sind erfreulich ausführlich und listen neben den standard-mäßigen Minimalanforderungen und Empfehlungen außerdem die jeweilige Auflösung, zu erwartende Framerate sowie zwei zusätzliche Settings für Enthusiasten mit besonders geschwinder Hardware - für diese ausführlichen Angaben spendieren wir ein zusätzliches Lob.
| Setting: Minimal | Setting: Empfohlen | Setting: Hoch | Setting: Elite | |
|---|---|---|---|---|
| Auflösung / Fps-Rate | 1080p / 30 Fps | 1080p / 60 Fps | 1440p / 60 Fps | 2160p / 60 Fps |
| Windows | Windows 7 | 8 | 10 | Windows 7 | 8 | 10 | Windows 7 | 8 | 10 | Windows 7 | 8 | 10 |
| CPU | FX-6350 | Core i5-2500K | Ryzen 5 1500X | Core i7-4790 | Ryzen 7 1700 | Core i7-6700K | Ryzen 7 2700X | Core i9-7900X |
| RAM | 8 GiB | 8 GiB | 16 GiB | 16 GiB |
| Grafikkarte | Radeon R9 270 | Geforce GTX 670 | Radeon RX 480 | Geforce GTX 970 | RX Vega 56 | Geforce GTX 1070 | Radeon VII | Geforce RTX 2080 Ti |
| VRAM | 2 GiB | 4 GiB | 8 GiB | 11 GiB |


Hast Du zufällig aufgerüstet auf 16 GB? Und kannst mir sagen, ob das was gebracht hat?
ich habe mehr als einen Rechner und habe mich einfach an eine andere Kiste gesetzt.
Aber ja, dieses Problem hatte ich nur an einem von drei Rechnern und das war der einzige mit nur 8 GB RAM. Die Fps waren mit ~60 ganz ok, aber dieses minimale Gestotter nervte halt. An der CPU (i5-8400) oder den 8GB VRAM der GPU wird es kaum gelegen haben.
Hast Du zufällig aufgerüstet auf 16 GB? Und kannst mir sagen, ob das was gebracht hat?
Frage ist dann auch ob im Gehäuse gestestet wird, wo es schneller thermische Limits geben kann. GGf. waren die Karten bei TT nicht aufgeheizt?