The Witcher 3 und Hairworks: "AMDs Tessellation-Leistung nicht sehr gut", Kepler-Problem wird untersucht
Nvidia hat sich zu Ungereimtheiten in The Witcher 3: Wild Hunt geäußert, was Hairworks auf AMD-Grafikchips sowie die schlechte Performance auf Kepler-Modellen angeht. Letzteres Problem sehe man sich gerade an, bei Hairworks sieht Nvidia aber unter anderem die Tessellations-Leistung der Radeons als "nicht sehr gut" an. Man könne dagegen wenig tun.
CD Projekt Red nutzt Hairworks in The Witcher 3, um die Haare von Geralt sowie einigen Tieren beziehungsweise Monstern schöner darzustellen. Die Berechnungen dafür laufen auf der GPU, können aber auch von Radeons durchgeführt werden (im Gegensatz zu vielen GPU-Physx-Effekten). Die Performance lässt auf AMD-Grafikkarten allerdings zu wünschen übrig, was nicht sehr überraschend ist, immerhin ist es hauptsächlich ein Geforce-Feature.
Gegenüber pcper.com hat Nvidia-USA eine Stellungnahme zu diesem Thema abgegeben. "Unterm Strich ist AMDs Tessellation-Leistung nicht sehr gut und es gibt nicht viel, was Nvidia daran ändern kann oder sollte". Ferner geht der Hersteller auf die eingesetzten Ressourcen ein. Man selbst habe viel Zeit in die Zusammenarbeit mit CD Projekt Red gesteckt, AMD hätte das Gleiche machen können.
Die geringere Tessellation-Leistung von Radeons dürfte derweil aber nur ein Aspekt des Problems darstellen. Selbst eine R9 285 mit Tonga-GPU, die ein deutlich breiteres Front-End spendiert bekommen hat und damit eine bessere Tessellation-Leistung bereitstellen kann, sackt mit Hairworks in unserem Benchmark um 30 Prozent ein. Bei Geforces sind es maximal 20 Prozent. Einen Trick gibt es nichtsdestotrotz: Im Catalyst-Treiber kann der Tessellation-Faktor manuell festgesetzt und damit der Fps-Einbruch mit Hairworks abgeschwächt werden, ohne dass die Optik allzu stark darunter leidet.
Nvidia-Deutschland hat sich der PC Games Hardware gegenüber noch zum Thema Kepler und The Witcher 3 geäußert. Die ältere Architektur schneidet in dem Rollenspiel unverhältnismäßig schlecht in unserem Benchmark-Parcours ab. Eine gut übertaktete GTX 780 schafft es beispielsweise nicht über eine leicht übertaktete GTX 960 – Letztere ist eigentlich nur etwas schneller als eine GTX 760. "Nvidia untersucht die gemeldeten Probleme. Wir werden unsere Kunden informieren, sobald wir können", heißt es.
Quelle: pcper.com, Nvidia

So ist nun mal die freie Marktwirtschaft. Profitoptimierung heißt das Zauberwort. Manchmal zu Gunsten der Kunden manchmal deren zu Lasten. Die Verbraucher können sich ja informieren was wo wie performt. Aber am Ende kann es nur einen geben.
Zumal mich 60 fps bei 2 970ern nicht wirklich umhauen (sind ohne Angabe der Auflösung auch relativ nichtssagend
Hätte wohl Ressourcenknappheit schreiben sollen.
Und als ich schrieb "die Fehler sind AMD bekannt" meine ich natürlich, dass die Treiber-Bugs AMD bekannt waren.
Ich will dir generell nicht zu nahe treten, aber als neu registrierter, während meine Registrierung nun schon über 10 Jahre her ist (PCGH hat hier das Datum nicht richtig übernommen bei der Zusammenführung der Accounts) musst du mir nicht erklären, wie Grafikkarten oder FIrmen funktionieren.
Erst recht nicht, wenn ich dir nun erkläre, dass ich beruflich mit beiden Firmen zu tun habe.
Denn wenn AMD bei den Marktanteilen keinen Boden gut machen kann, dann sind es die Gamingkarten, die als erstes abgestoßen werden. Denn bei der GPGPU-Performance bzw. den Arbeits- und Workstationkarten hat AMD einen extrem guten Stand, weswegen ich auch lieber zu AMD-Karten greife (bin eh nur noch Gelegenheitszocker). Alle aktuellen Mac Pro's haben FirePro-Karten und alle 5K Retina iMac's haben R9-GPU's. Das kommt nicht von ungefähr. Und wenn es für AMD richtig eng werden sollte, geht der Fokus eh in diese Richtung. Wäre schön blöd, wenn nicht.
Aber was solls. Was mach ich mir die Mühe. Am Ende laufen eh fast alle mit Fackeln AMD hinterher und nageln sie ans Kreuz!
Mich nervt, dass das Geldproblem von AMD nun schon immer häufiger in Nachteilen ausartet. Proprietäre Technologien wie PhysX, Cuda und G-Sync sind mir egal, aber dass es nun immer häufiger Vorkommt, dass bei Release Spiele bugfreier auf Nvidia laufen oder deutlich flotter (teilweise 2-3x so schnell, siehe Project Cars und andere
Natürlich liegt es schlichtweg daran, dass Nvidia mehr Geld hineinpumpt und im Diskret-GPU Markt ~80% Marktanteil hat, ist ja deren gutes Recht.
Mich stört das bislang nicht die Bohne, da ich kaum Spiele bei Release kaufe (gibt noch 100e Spiele in der STEAM Bibliothek die ich erst ausspielen muss, ein "neues" Spiel wird also erst bei einem Sale um ca 5€ gekauft, das ist eh meist 3-6 Monate nach Release der Fall), aber inzwischen ist es oft so, dass diese Probleme nicht nur 1-2 Monate nach Release sind. Was mich besonders stört ist, wenn bei AMD ein Problem als bekannt gilt, aber mehrere Monate bis Jahre nicht geändert wird.
Da hilft mir die beste Hardware nix, wenn das Software/Treiberteam dahinter nix zustande bringt.
Da ich seit 2001 privat AMD nutze, weiß ich mir die Argumente schon zurecht zu legen, dass ich auch weiterhin auf AMD setzen kann (man hat sich ja ein gewisses Verhalten angewöhnt), aber dennoch: schön langsam schaut es im anderen Lager auch interessant aus.
Und damit meine ich nicht nur so Dinge wie, dass AMD seit nem dreiviertel Jahr keine Antwort auf Maxwell bringt, welche schon bei Release genial ausgesehen haben, aber man vielleicht eine Antwort von AMD erwartet hat. Wie lange man Nvidia schon das Feld über lässt ist bedenklich, da werde ich, trotz Aufpreises wohl bei der 16/14nm Generation auch mal genauer auf die Nvidia-Karten sehen. Insbesondere mit HBM2 wirds interessant (HBM 1 warte ich mal ab. Das wird bestimmt toll, aber ich lasse eine Technologie gerne 1-2 Generationen reifen. Zumal 28nm einfach ausgelutscht ist und dieser 4 Jahre alte Prozess mich nicht unbedingt zu einem Neukauf im 300€ Segment bewegt.
Leider sieht halt auch alles danach aus, dass in Zukunft Grafikkarten teurer werden
Sprich, man brüstet sich damit, dass man so ne tolle Lösung für alle hat und die Konkurrenz möge es doch nutzen, doch manchmal ist das einfach völlig unrealistisch (siehe Mantle, aber auch wenn etwa ein GPU-PhysX plötzlich lizenziert werden könnte).
Offenheit allein ist kein Wunderheilmittel.
Ich hab' jetzt keinen direktvergleich, wie performt denn TressFX überhaupt auf NV? Und wurde es je aktiviert? Oder ist es eben nur "pseudo-offen" für alle, aber niemand nutzt es, macht dadurch die technologie quasi-proprietär.