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  • The Division Open Beta: Erhellende Grafikkarten- und CPU-Benchmarks

    Nach der Closed Beta prüfen wir nun auch die Open Beta von The Division mit Grafikkarten- und CPU-Skalierungs-Benchmarks. Die für den Titel erstmals eingesetzte Snowdrop-Engine gefällt uns dabei ausgesprochen gut, das Verhältnis aus Optik und Performance überzeugt.

    In The Division kommt erstmalig die vom schwedischen Studio Massive Entertainment entwickelte Snowdrop-Engine zum Einsatz. Diese ist augenscheinlich sehr modern, kann mit toller Beleuchtung, sehr hoher Weitsicht ohne auffälliges Pop-Up, einem feinem und sehr überzeugend wirkenden, physikbasiertem Rendering und einer fantastischen Zerstörungsphysik punkten. Die Open Beta lief gemessen an der Optik schon sehr gut, die Performance ist überzeugend. Es gab zudem während unseren rund 10 Stunden im Spiel nicht einen einzigen Absturz und keine auffälligen Bugs. Offenbar kommt mit The Division ein weiteres, sehr gut optimiertes und technisch sauberes Spiel auf uns zu. Doch der Reihe nach.

    The Division Open Beta - Technische Eindrücke

    Der Snowdrop-Engine ist anzusehen, dass sie zu allergrößten Teilen neu entwickelt und für die aktuellen Konsolen und moderne PC-Hardware ausgelegt wurde: Die sehr sehenswerte, volumetrische Beleuchtung greift die Eigenschaften der physikbasierten Materialien ausgesprochen gut auf, die oft vielfarbigen und einem steten Wandel unterworfenen Lichtverhältnisse wirken sauber und glaubwürdig. Die auf maximaler Stufe extrem hohe Weitsicht, die unzähligen kleinen Details und die tolle Spielphysik, sowie Partikeleffekte, volumetrischer Nebel und meist knackige Texturierung inklusive Parallax-Mapping lassen das verschneite Manhatten zu einem optischen Augenschmaus werden. Und selbst die Innenräume sind oft weitläufig und mit unzähligen Details ausgestattet. Hinzu kommen hochauflösende, kontaktverhärtende Schatten, eine Vielzahl (teils zerstörbarer) Lichtquellen und sehr schicke Reflexionen.

    03:23
    Grafikfeuerwerk The Division: Neues Video zur Snowdrop-Engine


    Für weitere Verzückung sorgt zudem die tolle Spielphysik: Schießen wir auf ein Straßenschild, so zeigen sich dort nicht nur die Einschüsse, sondern auf der Rückseite auch die entsprechenden Beulen. Fensterglas lässt sich detailliert zerstören, gleiches gilt für gekachelte Wände. Laufen wir über Müll- oder Leichensäcke, verformen diese sich realistisch. Diese kleinen, optischen Details mögen beim tatsächlichen Spielen nur selten ins Gewicht fallen, sie tragen aber viel zur Glaubwürdigkeit der Spieleumgebung bei und legt zudem die Messlatte für den Detailgrad in Open-World-Spielen höher. Abgerundet wird das sehr positive Gesamtbild von einer sehr gut greifenden temporalen Kantenglättung - bravo! Die Snowdrop-Engine ist definitiv eine echte "Next-Gen"-Engine. Sie könnte sich zudem für Ubisoft das werden, was die Frostbite-Engine für Electronic Arts ist: Eine einzelne, anpassungsfähige und moderne technische Basis für den Großteil aller von diesem Publisher veröffentlichten Spiele. Martin Hultberg, der für The Division verantwortliche Entwickler bei Massive, ließ entsprechendes bereits anklingen. Eventuell ist die Umstellung auf die Snowdrop-Engine auch der Grund dafür, dass dieses Jahr kein neuer Teil der Assassin's-Creed-Reihe erscheinen wird.

    The Division Open Beta: Grafkkarten-Benchmarks

    Für diese optische Pracht ist allerdings auch die Hardware entsprechend gefordert: Eine aktuelle Grafikkarte der Performance-Klasse wie eine Geforce GTX 970 oder Radeon R9 390 hat schon in 1080p samt Ultra-Details schwer zu kämpfen. Für flüssige Bildraten empfehlen wir daher dringend freiwilligen Detailverzicht. Gute Anlaufstellen hierfür sind: Schattenauflösung und Punktschattenanzahl, sowie die Kontaktschattierung, die Objektsichtweite, die Umgebungsverdeckung und bei Speichermangel die Parallax-Maps. Einen klassischen Texturregler gibt es hingegen nicht. Für 1440p müssen dann die Einstellungen recht drastisch reduziert werden, erfreulicherweise bleibt die Optik des Spiels dennoch sehr ansprechend, der hohe Detailgrad zum allergrößten Teil erhalten. Besitzer einer GTX 970 müssen in 1440p eventuell zusätzliche Reduzierungen vornehmen, denn deren zweigeteilter Speicher (3,5+0,5 GiByte) limitiert bereits in Full HD und Ultra-Details leicht, in WQHD bricht die Karte dann extrem ein, mit der GTX 780 und R9 280X können sich selbst die alte Kepler- beziehungsweise Tahiti-Generation an der beliebten Maxwell-GPU vorbeischieben; sogar die 4-GiByte-Varianten der GTX 960 und R9 380 kommen bedrohlich nahe oder überholen die GTX 970 im Falle der Tonga-GPU gar. Wir nutzen für unsere Benchmarks schon den zweiten für The Division angepassten Geforce-Treiber - inwieweit sich die Performance der GTX 970 bis zum Release noch verbessern wird, ist ungewiss.

    The Division Open Beta

    • Auflösung im Drop-Down-Menü wählen
    Info Icon
    Game/Version The Division Open Beta, Uplay Version 1.1 (Beta) - PCGH-Benchsave 'Chelsea'
    Details Ultra-Preset, HQ-AF
    Software/Drivers Geforce 361.91 WHQL, Radeon Software Crimson 16.1.1 Hotfix Feb 3; Win 10 x64
    • Benchmarks (1 von 3)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.350/3.506 MHz
    66.3
    59
    ~1.050/1.000 MHz
    54.3
    48
    ~1.010/3.000 MHz
    45.2
    40
    ~1.316/3.506 MHz
    44.9
    38
    ~1.050/3.000 MHz
    38.6
    34
    ~1.032/3.004 MHz
    35.7
    32
    ~980/2.850 MHz
    32.9
    29
    ~1.430/3.506 MHz
    32.7
    30
    ~1.241/3.500 MHz
    32.5
    26
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    Name
    1.920 × 1.080, TAA (Supersampling) (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Intel Core i7-6700K @ 4,5 GHz, 16 GiByte DDR4-2800

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Dieser Umstand ist aber nicht so dramatisch, wie es hier den Anschein hat, denn in 1440p mit Ultra-Details ist The Division weder mit GTX 970 noch R9 390 oder GTX 780 und erst recht nicht R9 280X wirklich vernünftig spielbar - es gibt Slowdowns, in der Stadt sinken die Frameraten schon mal auf träge 30 Fps oder weniger ab, was das Zielen erschwert. Mit geschickt reduzierten Details im erfreulich umfangreichen Grafikmenü sind flüssige Bildraten in WQHD auch mit Nvidias GTX 970 kein Problem. Wollen Sie die volle Ultra-Pracht mit halbwegs guter Performance genießen, ist eine GTX 980 Ti momentan die einzige GPU mit genügend Reserven sowohl was Leistung als auch Speicher betrifft.

    The Division Open Beta: Gute Frametimes dank freiwilligem Detailverzicht

    Wir haben mit dem Privatrechner von Spieleredakteuer Philipp Reuther gut spielbare Bildraten und Frametimes erhalten, nachdem dort die Schattenauflösung, die Anzahl der Punktschatten, die Qualität der Konktakschatten sowie die Sichtweite reduziert wurde. Hier ist einen gut dreieinhalb Minuten langen Frametime-Auszug aus dem Spiel: Wir beginnen vor unserer Einsatzbasis, starten die Krankenhausmission, sprinten zum Einsatzort und räumen das komplette erste Stockwerk von Feinden. Im Aufzug angelangt, endet die Messung. Bis auf drei spürbare, kurze Hänger ist das Spielerlebnis sehr flüssig - mit etwas Optimierung auf Speicher hin, beispielsweise durch das Reduzieren der Reflexionen, könnte man diese eventuell auch noch eliminieren.
    The Division Open Beta - 1440p R9 290X Custom Detail Frametimes The Division Open Beta - 1440p R9 290X Custom Detail Frametimes Quelle: PC Games Hardware

    The Division Open Beta: CPU-Kernskalierung

    Wie skaliert Ubisofts brandneue Engine mit den ihr zur Verfügung stehenden Prozessorkernen und- threads? Das überprüfen wir anhand des beliebten Intel-Sechskerners Core i7-5820K, welcher bis zu 12 Threads beisteuert. Wie immer führen wir die Kernskalierung mit (manuell eingestellten) maximalen Details, aber in der niedrigen 16:9-Auflösung 1.280 × 720 durch. Damit stellen wir sicher, dass der Prozessor maximale Last vorgesetzt bekommt und die Grafikkarte das Geschehen nicht ausbremst. Bei Letzterer handelt es sich um eine auf 1.500/4.207 MHz übertaktete Geforce GTX Titan X inklusive 361.91er-Treiber unter Windows 10 (build 1511 "Threshold"). AA und AF sind für die CPU-Messungen ebenso abgeschaltet wie HBAO+.
    The Division Open Beta CPU Core Scaling mit Core i7-5820K The Division Open Beta CPU Core Scaling mit Core i7-5820K Quelle: PC Games Hardware The Division: Nutzer eines Zweikern-Prozessors mit SMT bekommen diese Meldung beim Start zu Gesicht. Zwar sind die folgenden Bildraten nicht optimal und die Ladezeiten gigantisch (drei Minuten anstelle von 30 Sekunden), doch The Division läuft. Mit einem reinen Zweikerner ist ein Blackscreen bei 100 Prozent CPU-Last das Einzige, was wir fünf Minuten nach Spielstart zu sehen bekamen, und brachen ab. The Division: Nutzer eines Zweikern-Prozessors mit SMT bekommen diese Meldung beim Start zu Gesicht. Zwar sind die folgenden Bildraten nicht optimal und die Ladezeiten gigantisch (drei Minuten anstelle von 30 Sekunden), doch The Division läuft. Mit einem reinen Zweikerner ist ein Blackscreen bei 100 Prozent CPU-Last das Einzige, was wir fünf Minuten nach Spielstart zu sehen bekamen, und brachen ab. Quelle: PC Games Hardware Die Ergebnisse sind erfreulich: The Division setzt jeden Prozessorthead in höhere Bildraten um. Das gilt auch für SMT alias Hyperthreading, welches bei den meisten Spielen eine leicht bremsende, denn leistungssteigernde Wirkung hat. Grundsätzlich profitiert alles in The Division von hoher Prozessorleistung, schon beim Spielstart werden sogar Sechskerner zu 100 Prozent ausgelastet, um das Spiel zu laden. Je schneller der Prozessor, desto kürzer die Ladezeiten und desto flüssiger das Streaming im Spiel. Warnung an Nutzer älterer und schmächtiger Prozessoren vom Schlage Core i3: Mit vier CPU-Threads meldet das Spiel bereits die Unterschreitung seiner Mindestanforderungen, läuft dann jedoch mehr oder minder - sofern Sie minutenlange Ladezeiten und ruckliges Streaming ertragen können. Mit nur zwei Kernen/Threads kommt das Spiel nach dem Start nicht aus der Ladeschleife heraus, mehr als ein schwarzes Bild ist nicht zu sehen.

    Weitere Messungen inklusive tiefer gehender Analysen planen wir zum Release der Vollversion am 08. März. Im Anschluss finden Sie einige Impressionen aus der Beta von The Division mit maximalen Details in 4.096 × 2.160 Pixel inklusive Afterburner-OSD-Einblendung. Letzteres offenbart unter anderem den großen Speicherhunger des Spiels, je nach Szene werden bis zu 6,5 GiByte adressiert - unterm Strich ist das Optik-Performance-Verhältnis von The Division schon zum jetzigen Zeitpunkt gut.

    Reklame: The Division jetzt bei Amazon bestellen

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Radeon Catalyst Treiber Download: Crimson 16.6.1
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Vitec
        Ich hab mir nicht die 255 Kommentare durchgelesen, aber ich nehme mal an das bei euren wqhd benchmark bei der 970 nicht der Speicher limitiert sondern eher das interface auch wenn das ebenfalls komisch wäre, denn dann sollte die 960 gegenüber der 380 ebenfalls einbrechen. Den sowohl die 280 als auch die 780 haben ja nur 3 gb also kann es gar nicht am Speicherbedarf liegen den sonst würden diese beiden ja ebenfalls einbrechen. Da diese beiden jedoch mehr Speicherbandbreite haben sehe ich eher darin das Problem.
        Wäre aber leicht gegenzutesten indem man den Speicher kurz übertaktet und schaut ob da eine 1:1 Skalierung rüberkommt.
        Das kann schon am VRAM liegen. Das hängt davon ab, wie die Engine den Videospeicher nutzt und wie der Treiber das organisiert.
      • Von Vitec Kabelverknoter(in)
        Ich hab mir nicht die 255 Kommentare durchgelesen, aber ich nehme mal an das bei euren wqhd benchmark bei der 970 nicht der Speicher limitiert sondern eher das interface auch wenn das ebenfalls komisch wäre, denn dann sollte die 960 gegenüber der 380 ebenfalls einbrechen. Den sowohl die 280 als auch die 780 haben ja nur 3 gb also kann es gar nicht am Speicherbedarf liegen den sonst würden diese beiden ja ebenfalls einbrechen. Da diese beiden jedoch mehr Speicherbandbreite haben sehe ich eher darin das Problem.
        Wäre aber leicht gegenzutesten indem man den Speicher kurz übertaktet und schaut, ob da eine 1:1 Skalierung rüberkommt.

        Ps.: Die Formulierung kann gar nicht am Speicherbedarf liegen ist natürlich sehr weit hergeholt ohne eigene Tests hätte ich anders formulieren sollen.
      • Von Mflops Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Aerni
        meine 970er hatte auf 1440p ordentlich zu kämpfen. details runtergeschraubt, sah immernoch sehr gut aus. aber speicherauslastung war so bei 3,6-3,8GB. trotzdem komischwerweise keine ruckler und realativ konstante 50+ fps. trotzdem wirds langsam eng mit der 970. aber dank der 1440p kann man auf einige details sowieso verzichten. die beta ansich lief echt gut, war angenehm überrascht.
        Nur kurz zum besseren Verständnis und zur Erinnerung, wenn bei Afterburner 3600 steht sind das nicht 3,6 Gigabyte sondern 3.51 GB.
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von SphinxBased
        Fand die BETA rotzlanweilig.Zwar ist die Grafik des Spieles sehr ansprechend aber das Gameplay ist genau das Gegenteil davon.Schwacher Deckungsshooter mit dazugehöriger Auftragserfüllung.
        Hatten wir alles schon zur Genüge
        Ich wiederhole gerne noch mal: was ist dann bitte konkret ein starker Deckungsshooter und warum?
      • Von SphinxBased Freizeitschrauber(in)
        Fand die BETA rotzlanweilig.Zwar ist die Grafik des Spieles sehr ansprechend aber das Gameplay ist genau das Gegenteil davon.Schwacher Deckungsshooter mit dazugehöriger Auftragserfüllung.
        Hatten wir alles schon zur Genüge
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The Division
The Division Open Beta: Erhellende Grafikkarten- und CPU-Benchmarks
Nach der Closed Beta prüfen wir nun auch die Open Beta von The Division mit Grafikkarten- und CPU-Skalierungs-Benchmarks. Die für den Titel erstmals eingesetzte Snowdrop-Engine gefällt uns dabei ausgesprochen gut, das Verhältnis aus Optik und Performance überzeugt.
http://www.pcgameshardware.de/The-Division-Spiel-37399/Specials/Benchmarks-1186853/
27.02.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/02/The-Division-Open-BETA-DCI-4-maxed-und-downsampled-Raff-39-pcgh.jpg
specials