Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Neuauflage des mechanischen Leisetreters im Test
Nachdem Razer sein Mechanik-Flaggschiff, die Black Widow Ultimate, neu aufgelegt hat, kommt bald auch die lautlose Stealth-Variante auf den Markt. Mit der Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition debütieren zusätzlich die neuen, nur noch ein haptisches Feedback gebenden orangen Razer-Schalter. Sind auch die eine gute Wahl für PC-Spieler? PC Games Hardware macht den Praxistest.
Auf dieser Seite
- 1 Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Ausstattung wie gehabt
- 2 Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Ergonomisch nicht perfekt
- 3 Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Die neuen Orange-Schalter im Tipp-Test
- 4 Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Editon: Testfazit - Leiser Vertreter mit sehr guten Tippgefühl
Schon die vor gut zwei Wochen von uns getestete Razer Black Widow Ultimate 2014 war mehr als nur ein reines Modell-Update. Erstmalig setzte Razer hier die hauseigenen grünen Schalter ein, die mit ihren Schaltereigenschaften (verkürzter Druckpunkt nach 1,9 mm; Druckkraft: 50 g; Anschlagsweg: 4 mm; siehe Online-Test auf pcgh.de) mit den Cherry-MX-Blue-Schaltern fast identisch sind. Wie ihre Cherry-Vorbilder geben auch die in einer gesonderten Produktion beim chinesischen Hersteller Kailh exklusiv für Razer gefertigten Green Switches nicht nur ein haptisches sondern auch akustisches Feedback am Auslösepunkt. Da viele Nutzer die dadurch entstehende Geräuschkulisse nicht mögen, entschied sich Razer dazu, die vormals mit braunen Cherry-Schaltern versehene Stealth Edition der Black Widow Ultimate ebenfalls neu aufzulegen. Auch hier bestückt man die 2014-Version mit einem neuen Razer-Schaltertyp mit orangener Farbkodierung. Ob dieser zwar taktile, aber ansonsten "stille" Orange-Schalter eine ähnlich gute Wahl für Spieler ist wie das Cherry-Vorbild, das haben wir für Sie mit einem Vorserienmodell mit US-Tastenlayout getestet.
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Ausstattung wie gehabt
Quelle: PC Games Hardware
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Die Neuauflage des mechanischen Leisetreters mit orangenen Razer-Schaltern im Test
Mit Ausnahme der neuen Schalter präsentiert sich die 2014er-Variante der Razer Black Widow Ultimate Stealth Edition ohne geänderte Ausstattung. Das Chassis besitzt erneut eine an die leichte Gummierung von Razer-Mäusen erinnernden Soft-Touch-Oberfläche. Die abschaltbare, grüne LED-Tastenbeleuchtung kommt ebenfalls wieder zum Einsatz und lässt sich dank eher seltenen 18 Helligkeitsstufen optimal in ihrer Intensität regulieren. Weitere Lichtspielereien wie eine Zonen- oder gar Einzeltastenbeleuchtung, wie beispielsweise bei Roccats Ryos MK Pro, sind nach wie vor nicht vorhanden. Auch die Makrofunktion hat Razer vom Vorgänger, der Black Widow Ultimate 2013 Stealth Edition, übernommen. Das bedeutet, die On-The-Fly-Aufzeichnung von Tastenkombinationen ist nach wie vor möglich. Allerdings wird zwingend Razers hauseigene Synapse-2.0-Software benötigt, um beispielsweise die Tasten M1 bis M5 mit Makros zu belegen. Neben den Audio-Anschlüssen (Kopfhörer/Mikro) ist lediglich ein USB-2.0-Port vorhanden, ein zweiter USB-Durchschleifer oder gar eine USB-3.0-Variante wie bei vielen Konkurrenzprodukten fehlt. Dafür bietet die leise Spielertastatur eine Ten Key Rollover (10KRO), die Möglichkeit, die Window-Taste zu sperren, eine Höhenverstellung, eine Polling-Rate von 1.000 Hz sowie die umfangreiche, intuitiv zu bedienende (Zwangs)-Software.
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Ergonomisch nicht perfekt
Quelle: PC Games Hardware
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Die Neuauflage des mechanischen Leisetreters mit orangenen Razer-Schaltern im Test
Wie bei allen bisherigen Black-Widow-Ultimate-Varianten fällt auch das Chassis der 2014er Stealth Edition relativ flach aus. Für eine optimale Ergonomie gerade bei ausgedehnten Schreibarbeiten oder Spiele-Sessions reicht das allerdings nicht. Hier fehlt eine Handballenablage, die idealerweise integriert und wie ein abnehmbares Pendant ausreichend groß dimensioniert sein sollte. Das Grundgewicht der mechanischen Tastatur sowie die vorne und hinten am Chassis sowie an den Füßchen der Höhenverstellung angebrachten Anti-Rutsch-Gummis sorgen dafür, dass die mechanische Tastatur auch auf sehr glatten Schreibtischoberflächen nicht rutscht. Dank des Standard-MF-Layouts lassen sich alle Tasten bestens erreichen. Einzige Ausnahme: Schon seit dem Urmodell der Black Widow Ultimate Stealth Edition positioniert Razer die fünf M-Tasten (M1 bis M5) viel zu nah am Haupttastenfeld. So lösen vor allem Blindschreiber ungewollt die M4- statt der Umschalttaste sowie den M5- anstelle des CTRL-Knopf aus. Die Positionierung der Esc-Taste sowie die Doppelbelegung der F-Tasten unter anderem mit Multimedia- Funktionen entspricht dem bei vielen mechanischen Keyboards zum Einsatz kommenden Standard und stellen weder den Spieler, noch den Vielschreiber vor Probleme.
Bildergalerie
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Die neuen Orange-Schalter im Tipp-Test
Quelle: PC Games Hardware
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Die Neuauflage des mechanischen Leisetreters mit orangenen Razer-Schaltern im Test
Wie anfänglich schon erwähnt sind die vom chinesischen Hersteller Kailh speziell für Razer gefertigten, orangen Tastenschalter den braunen Cherry-MX-Switches sehr ähnlich. Auch Razers Debütanten geben zwar ein haptisches, jedoch zum Wohl der beim Schreiben und Spielen mit der Black Widow Ultimate 2014 Stealth Editon im Raum anwesenden Personen kein hörbares Feedback per Klickgeräusch. Wie die Diagramme in der Bildergalerie zeigen, sind sie sehr ähnlich aufgebaut. Laut Razers Angaben (siehe Vergleichstabelle) hat man den Auslöseweg um 0,1 mm von 2,0 mm (Cherry MX Brown) auf 1,9 mm (Razer Orange Switch) verkürzt. Gleichzeitig sinkt auch der Weg zum erneuten Auslösen von 0,1 mm (Cherry MX Brown) auf 0,05 mm (Razer Orange Switch). Der Auslösedruck ist mit 45 g dagegen identisch.
Quelle: PC Games Hardware
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition: Die Neuauflage des mechanischen Leisetreters mit orangenen Razer-Schaltern im Test
Soweit die Theorie, doch Angaben wie der gerade mal um ein Zehntel Millimeter verringerte Auslöseweg oder die auf ein Zwanzigstel Millimeter (0,05 mm) verkürzte Distanz zwischen Auslöse- und Nullpunkt lassen schon erahnen, dass der Unterschied zwischen beiden Schaltertypen kaum fühlbar ist. Subjektiv betrachtet bleibt der Widerstand nach dem Auslösen des braunen Cherry-Schalters nach 2.0 mm noch ein kleines bisschen stärker als der des Razer Orange Switch. Das kann dazu führen, dass der Nutzer eher den taktilen Auslösepunkt des Cherry-Schalters erfühlt und dann die Taste nicht bis zum Anschlag (4 mm) durchdrückt. Hat man aber erst einmal ein wenig mit den ebenfalls taktilen orangenen Razer-Modellen gespielt oder geschrieben, ist der Auslösepunkt auch hier sauber zu spüren und man setzt die passende Kraft ein, um die Taste trotz des gefühlt minimal geringeren Widerstands nicht mehr "durchzuhämmern". Wer generell mechanische Schalter mit haptischem Feedback bevorzugt, für den sind beide Typen empfehlenswert, egal, ob er nun zügig tippt oder beim Spielen, gerade bei Ego-Shootern, schnelle Mehrfachbetätigungen ausführt. Um es nochmals zu erwähnen, dieser Eindruck ist in erster Linie subjektiv, auf die Wertung hat das jedoch keinen Einfluss, denn mechanische Schalter erhalten bei uns generell dank ihrer fest definierten Eigenschaften (Druckkraft sowie Anschlags- und Auslöseweg) die Note "sehr gut". Wie immer raten wir den Käufer in spe die neuen Razer-Tastenschalter, egal ob grün oder orange, auszuprobieren, denn in der Verpackung aller Black-Widow-Ultimate-Modelle sind die Pfeiltasten generell zugänglich.
Razer Black Widow Ultimate 2014 Stealth Editon: Testfazit - Leiser Vertreter mit sehr guten Tippgefühl
Die Ausstattung der mit hauseigenen mechanischen Schaltern neu aufgelegten Black Widow Ultimate ist gut, könnte aber im Vergleich mit Konkurrenzprodukten wie der Roccat Ryos MK Pro oder der Gigabyte Aivia Osmium umfangreicher ausfallen. Auch die enge Anbindung an die Synapse-2.0-Software ist ein Kritikpunkt, zumindest die Makro-Direktaufzeichnung sollte wie bei anderen mechanischen Tastaturen ohne Steuerprogramm auskommen. Die fehlende Handballenablage oder die zu nah an die das Haupttastenfeld gerückten M-Tasten haben wir bereits bei allen Vorgängermodellen kritisiert. Im Gegenzug stehen Tastenschalter, die ein optimales haptisches Feedback geben, sich sehr gut für eine schnelle Mehrfachbetätigung eignen und gefühlt ihren Cherry-MX-Brown-Vorbildern in nichts nachstehen. Alles in allem ist die Black Widow Ultimate 2014 Stealth Edition ein empfehlenswertes mechanisches Keyboard für Spieler und Vielschreiber mit nur kleinen Schwächen, beim dem sich die Geräuschkulisse im Vergleich mit der regulären Variante deutlich und vor allem hörbar verringert.

Ne wirklich flache Mecha ist das MX Board 3.0. Ist sogar sehr günstig, aber ohne Beleuchtung und Extratasten.
Und ich weiss auch nicht, warum viele ein Problem mit der Ergonomie der BlackWidow haben; Für meine Hände passt die perfekt, kann ohne Probleme auch mal länger damit spielen.
Argumente für die GLÜHBIRNE - Informationen über Glühbirnen, Halogen, Led & Sparlampen
Osram
Die Konsequenz ist eben - ich kauf mir diese Tastatur nicht
Ich frage mich schon wann die Hersteller das Blicken?
Argumente für die GLÜHBIRNE - Informationen über Glühbirnen, Halogen, Led & Sparlampen
Osram
Ich frage mich schon wann die Hersteller das Blicken?