Mammutprojekt Star Citizen - Weltraumsimulation mit Cryengine 3: Cryengine 3, Crowdfunding, FAQs
Mit Star Citizen versucht der Schöpfer der Wing Commander-Reihe, Chris Roberts. das totgesagte Genre der Weltraumsimulationen wieder zu beleben. Als Motor kommt die Cryengine 3 zum Einsatz, mit der das Spiel an die Grenzen des technisch Machbaren gehen soll. Spielerisch soll es Multiplayer sowie Singleplayer geben und obendrein wird das Projekt ohne Publisher via Crowdfunding finanziert. PC Games Hardware hat alle Details zu diesem Mammut-Projekt.
Eine Weltraumsimulation und dann noch als reines PC-Spiel: In den Augen der Verantwortlichen bei den großen Spiele-Publishern ist "Star Citizen" schon aufgrund der Eckdaten zum Scheiten verurteilt. Doch für aktuell über 10.000 Spieler, die sich bisher am "Crowdfunding" beteiligt haben, stößt Chris Roberts in eine große Lücke am Markt. Dank modernster Technik soll das Genre so realistisch wie nie zuvor inszeniert werden und die Herzen der Science-Fiction-Fans höher schlagen lassen.
Star Citizen: Eine Weltraumsimulation im "Wing Commander"-Universum
Wenn Chris Roberts eine Weltraumsimulation macht, dann überrascht es uns natürlich nicht, wenn er diese im von ihm kreierten Wing-Commander-Universum ansiedelt. Fans sollten allerdings keine Überschneidungen mit älteren Spielen erwarten. Die Markenrechte liegen bis heute bei EA.
Für Einsteiger mal ein paar Eckdaten der "Wing Commander"-Reihe: Die Handlung basiert auf der Idee, dass Galaxien und Sternensysteme über sogenannte Sprungpunkte miteinander verbunden sind. Die wurmlochähnlichen Punkte ermöglichen schnelle Reisen durch die Galaxie. Die Ziele sind allerdings nicht beliebig. Ein Sprungpunkt hat immer den selben Start- und Zielsektor. Bei der Erkundung der Galaxie traf die Menschheit auf die Kilrathi. Eine Alienspezies, die wie eine Kreuzung aus Mensch und Katze aussieht. Mit dieser kriegerischen Spezies liegt die Menschheit seit Beginn der "Wing Commander"-Reihe im Krieg. Im dritten Teil besiegt die Menschheit die Kilrathi durch einen vernichtenden Angriff auf den Heimatplaneten Kilrah, der vom Protagonisten und Kriegshelden Christopher Blair geführt wurde. Die Jahreszahl 2934 auf der Webseite lässt darauf schließen, dass die neue Handlung knappe 300 Jahre nach diesen Ereignissen stattfindet. Jägerdesigns deuten außerdem darauf hin, dass es wieder um den Konflikt zwischen Menschheit und Kilrathi gehen wird. Der im Video gezeigte Vega-Sector spielte dabei auch schon in der Vergangenheit eine kriegsentscheidende Bedeutung, da dort der eben erklärte Sprungpunkt zur Erde liegt.
In dieser Rahmenhandlung soll "Star Citizen" sowohl einen Single- als auch einen Multiplayer bekommen. Der Einzelspieler-Part soll bei Bedarf auch offline spielbar sein, während der Mehrspieler-Teil als MMO umgesetzt werden soll. Der Singleplayer hört auf den Namen "Squadron 42" und wird typisch "Wing Commander" eine lineare Geschichte in diesem Universum sein. Das MMO wird sich in seiner Art eher an "Privateer" orientieren und so wirtschaftliche sowie open-world-Aspekte in das Spiel integrieren. Außerdem soll es beispielsweise auch möglich sein, gemeinsam ein Schiff zu bauen und dieses dann zu Zweit zu fliegen. Der Multiplayer soll seinem Namen gerecht werden und jede Menge Inhalt für gemeinsame Aktion in kleinen Gruppen bieten.
Jeder Spieler soll sich dabei seine eigene Rolle im Spiel suchen können und vom Händler bis zum Piraten jeder favorisierten Beschäftigung nachgehen können. Das Sternenbürgersystem ist dabei als eine Art Klassen- oder Fertigkeitensystem zu verstehen. Der Spieler wird dabei ein aktiver Teil der Handlung. Neu entdeckte Sternensysteme sollen beispielsweise nach dem Spieler benannt werden, der zuerst dort war. Über wöchentliche Micro-Updates und Einsatz der Community möchten die Entwickler das Spiel auch nach dem Release kostenfrei erweitern. Man möchte kreativen Fans außerdem Modding-Tools an die Hand geben, um neue Raumschiffe, Missionen oder ganze Galaxien für das Spiel zu entwerfen.
Star Citizen: Nie dagewesene Details dank Cryengine 3
Mit der Cryengine 3 setzten die Entwickler auf eine der derzeit modernsten Engines am Markt. Diverse Modder und die Entwickler von Crytek zeigen mit Spielen und Videos jetzt schon eindrucksvoll, was die Engine in der Praxis leisten kann. Star Citizen soll dieses Potential und das aktueller Hardware vollständig ausschöpfen. Chris Roberts spricht von bis zu zehn mal so vielen Polygonen pro Objekt im Vergleich zu aktuellen Triple-A-Spielen. Leider lässt er offen, ob er damit Call of Duty oder Battlefield 3 meint - vermutlich eher Ersteres. Erste Screenshots und Videoszenen sind aber durchaus vielversprechend und schüren in jedem Fall große Erwartungen.Der Polygoncount ist hoch, die Texturen sind gut (hinter den Schiffen sind aber bisher nur Weltraum-Bitmaps). Im Trailer erkennt man eine gute Beleuchtung mit weichen Schatten und übliche Effekte wie Tiefenunschärfe. Star Citizen hat Potenzial. Wer Spiele von Chris Roberts kennt, weiß auch, dass diese gerne an das Limit des technisch Machbaren gehen - und darüber hinaus.
Star Citizen soll ein Spiel für Spiele- und Hardware-Enthusiasten werden: Noch vor zwei Jahren soll dieses Spiel technisch noch nicht möglich gewesen sein. Die Cryengine 3 arbeitet am Limit dessen, was aktuelle Hardware leisten kann und soll noch von Verbesserungen profitieren, die bis zum Release erst den Markt erreichen. Jedes Upgrade von GPU, CPU oder RAM soll sich direkt in höheren Fps oder schöneren Details bemerkbar machen.
Neben der puren Polygon-Dichte sollen die Größenverhältnisse ein echtes Highlight werden. Der Jäger im Video misst knappe 27 Meter, ein Mensch ist 1,80 Meter groß und der Träger erreicht eine Länge von einem satten Kilometer. So weit so gut, aber Roberts verspricht, dass man die Größenverhältnisse aus erster Hand erfahren kann. Der Träger ist von innen komplett zu Fuß zu erkunden und im Zweifel können Sie das Flugdeck in voller Länge ablaufen oder doch lieber hoch auf die Brücke - alles ohne Ladebildschirm. Die Polygon-Dichte soll dabei bei allen Objekten gleich bleiben. Nicht einmal die Fernsicht soll eingeschränkt werden, sondern natürlichen Verhältnissen entsprechen.
Auch in der Schwerelosigkeit spielt Physik natürlich eine wichtige Rolle. Besondere Aufmerksamkeit schenken die Entwickler dabei angeblich dem Jäger und wie er gesteuert wird. Ein Jäger hat verschiedene Steuerdüsen, über die er im Weltraum bewegt wird. Diese seien nicht nur optische Gimmicks, sondern nehmen je nach Position den entsprechenden Einfluss auf die Manövrierfähigkeit. Gesteuert wird der Jet dann vergleichbar zum Fly-by-Wire-System aktueller Jets. Für die Steuerung wollen die Entwickler jedes denkbare Eingabemedium am Markt unterstützen. Von den Klassikern wie Controller, Maus und Tastatur oder Joystick bis zu Exoten wie Flugsessel, Ruderpedale oder HOTAS. Sogar das Head-Mounted-Display Oculus Rift will man unterstützen. Da könnte man schon fast mit der Zunge schnalzen.
Die Systemanforderungen von Star Citizen liegen bei der aktuellen Entwicklerversion bei einem Dualcore-Prozessor, vier GiByte Arbeitsspeicher und einer Geforce GTX 460. Mit besseren Prozessoren oder Grafikkarten ist das Spiel mit immer höheren grafischen Details spielbar, ähnlich wie bei anderenTiteln, die die Cryengine 3 verwenden. Natürlich werden die Entwickler das Spiel bis zur Fertigstellung in ungefähr zwei Jahren noch weiter optimieren.
Bildergalerie
Star Citizen: Das Crowdfunding-System
Bei der Finanzierung des Spiels geht Chris Roberts ein ziemliches Risiko ein: Er verzichtet mit seinem Team auf die Unterstützung der Kickstarter-Plattform und integriert das Crowdfounding-System direkt in die offizielle Webseite zum Spiel. Einerseits ist der direkte Kontakt zur Community so hergestellt und die Spieler/Unterstützer des Spiels werden über den eigenen Account direkt an die Webseite des Spiels gebunden. Andererseits ist es so deutlich schwieriger, in 30 Tagen genug Menschen zu erreichen und von den Qualitäten des Konzepts zu überzeugen. Selbst wenn das benötigte Budget von 2 Millionen US-Dollar am Ende zusammen kommt, bleibt die Frage, ob mit der Hilfe und der Erfahrung von Kickstarter nicht noch wesentlich mehr Geld zusammengekommen wäre. Immerhin scheint man darüber nachzudenken, die Kampagne auch auf Kickstarter auszuweiten.
Aber warum benötigt das Spiel überhaupt ein so großes Budget? Andere Crowdfunding-Spiele kommen ja auch mit weniger aus. Laut Chris Roberts ist das Budget im Vergleich zum Ziel des Spiels schon recht gering. Um die eigenen technischen Ansprüche erfüllen zu können, benötige man die besten Programmierer am Markt, die dementsprechende Gehaltsforderungen hätten. In diesem Punkt unterscheide sich Space Citizen nicht von den Spielern der großen Publisher. Daher der hohe Geldbedarf für ein Crowdfunding-Spiel. Man arbeite derzeit mit einem möglichst kleinen Team, um die Kosten gering zu halten.
Chris Roberts braucht mit seinem Firma rund 2 Millionen US-Dollar, um das Spiel wie geplant umzusetzen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass mehr Geld zusammenkommt. Für diesen Fall gibt es erste Pläne, wie das zusätzliche Budget genutzt werden soll. Die Erweiterung konzentrieren sich vor allem auf den Einzelspieler-Part. Hier scheinen die Entwickler noch viele Ideen zu haben, die sie mit genug Budget gerne in die Tat umsetzen würden.
| 2 Millionen | 3 Millionen | 4 Millionen | 5 Millionen | 6 Millionen |
|---|---|---|---|---|
| Regelmäßige Community Updates | 12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha | Mehr Community-Updates | Mehr Community-Updates | Locked |
| 12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha | 18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42) | Monatliche Webcasts der Entwickler | Monatliche Webcasts der Entwickler | |
| 18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42) | Längere Storyline | 12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha | 12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha | |
| Mehr Schiffe | Professionelle Mod-Tools kostenlos für die Community | Professionelle Mod-Tools kostenlos für die Community | ||
| 18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42) | 18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42) | |||
| Längere Storyline | Epische Storyline | |||
| Noch mehr Schiffe | Online-Marktplatz für Schiffe | |||
| Maximale Anzahl an Missionen | ||||
| Sternenbürger bekommen 30 Monate Zugang zum "Star Citizen"/"Wing Commander"-Universum | ||||
| Vergleichbares Gameplay zu Wing Commander - Privateer | ||||
| Mehrere Sternensysteme zum Erkunden | ||||
| Monatliche Community-Meetings mit Chris Roberts |
Was kostet die Unterstützung für "Star Citizen"?
Über die offizielle Webseite können Sie sich einen Account erstellen und mithilfe verschiedener Bezahlsysteme wie Paypal oder Kreditkarte eines der angebotenen "Schiffe" kaufen. Die Schiffe stehen für einen festen Betrag. In zwölf Abstufungen können Sie zwischen 8 und 8000 Euro für das Spiel ausgeben. Für größere Beträge ist ein direkter Kontakt zu den Entwicklern notwendig. Mehr Geld fürs Spiel bedeutet natürlich auch, dass Sie zusätzliche Gimmicks zum Spiel bekommen. Ab 30 Euro erhalten Sie das vollwertige Spiel als digitale Version mit Zugang zu Alpha und Beta. Für 100 Euro bietet Ihnen das Studio den Umfang einer typischen Collectors-Edition mit schickem USB-Stick, gedruckter Karte und 5.000 Ingame-Credits. Für 8000 Euro gibt es das volle Programm: Eigene Designs für Ihr Raumschiff, einen Tag mit Chris Roberts und seinem Team sowie Modelle, Blueprints oder einen privaten Ingame-Club. Für das teuerste Paket hat sich bisher immerhin ein erster Abnehmer gefunden. Ab 250 Euro ist die Zahl der verfügbaren Versionen begrenzt. Bisher ist allerdings bei keiner Preisklasse ein Engpass abzusehen.
Crowdfunding-Unterstützer müssen anschließend nicht mehr tun, als zu warten und die regelmäßigen Community-Updates zu verfolgen. Space Citizen soll keine weiteren monatlichen Gebühren oder sonstige Kosten beinhalten. Auch spätere Updates und Erweiterungen sollen kostenfrei angeboten werden. Zusätzliche Free-2-Play-Modelle soll es nicht geben. Es soll aber möglich sein, Ingame-Credits gegen reales Geld zu kaufen. So sollen Spieler mit weniger Zeit nah am Geschehen bleiben können. Es werde aber keine Inhalte geben, die ausschließlich mit echtem Geld zu bekommen sind. Zeit und Echtgeld stünden in einem gleichberechtigten Verhältnis. Ganz allgemein orientiere sich das spätere Finanzierungsmodell an Guild Wars. Einmal zahlen und anschließend unbegrenzt auch den Online-Dienst nutzen können.
Jetzt heißt es aber erst einmal, die nötigen Mittel einzutreiben. Noch sind über 20 Tage Zeit dafür.
Hintergrund: Star Citizen
Star Citizen wird ein neues PC-Spiel von Chris Roberts' eigener Firma Cloud Imperium Games. Die Pressemitteilung verspricht "bahnbrechende und qualitativ hochwertige Optik und Technologie, eine immersive und detaillierte virtuelle Welt, eine anspruchsvolle und epische Storyline sowie wilde, actionreiche Weltraumkämpfe". Das Spiel soll 2014 erscheinen, wer das Spiel per Crowdfunding vorab kauft, darf schon 2013 fliegen. Star Citizen nutzt die Cryengine 3 als technischen Unterbau. Mehr zu Star Citizen gibt es auf unserer Themenseite.
Quelle: Roberts Space Industry
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Oculus Rift würde ich mir alleine für dieses Spiel zulegen. Es sind wunderbare Zeiten in denen wir leben!
wobei man zumindest überweisung per paypal "emulieren" kann...sowohl als lastschrift, als auch überweisung aufs paypal kto (als guthaben)...
ich vermute mal, dass das game auch nur rein digital vertrieben werden wird, wenns fertig is, was wohl auf die gleichen bezahlmethoden hinausläuft. wobei das vermutlich davon abhängt wie die nachfrage is, bzw. ob die genug geld zusammen bekommen, um neben der entwicklung auch noch einen datenträgerbasierten vertriebsweg auf die beine zu stellen.
also ob warten da so hilfreich ist, wage ich zu bezweifeln...
ich kenne jedenfalls keine synchro, die auch nur annäherungsweise an das englische original herankommt. egal wie viel mühe die sich geben. es ist einfach inherent schlechter, da es immer entweder verfälscht wird, um für den deutschen sprachraum sinn zu ergeben, oder es ist wörtlich, was einfach nur lächerlich klingt...
edit:
grad noch was auf der kickstarter page gefunden...
"Will Star Citizen only be in English?"
"No, we plan to support many languages. A huge percentage of space sim and PC gaming fans come from Europe and especially Germany, and we want to make sure Star Citizen is accessible to everyone. The game will initially be localized to French, German and Spanish with plans to handle other languages afterwards."
Deswegen bin ich auch dafür, dass man im der deutschen Version von Filmen einen weitere Audiospur einführt in der die dt. Synchronstimme (falls sie überhaupt exzellentes AE/BE evtl. Dialekte etc beherrscht) einfach die den Originaltext nachspricht. Das macht zwar keinen wirklichen Sinn, aber man nimmt es einfach für selbstverständlich hin, wenn man seit Kleinauf in vielen Filmen (die übersetzt werden) einfach die Synchronstimme als "Echt" wahrnimmt.
In Spielen ist das wieder was anderes und weniger gewichtig, aber in manchen Cutszenen fällt oder Dialogen fällt sofort der abnorme und sinnentfremdete Gebrauch deutscher Sprache auf, wenn Wortwörtlich übersetzt wird, oder man wird stutzig weiß aber nicht gleich wieso.