Intro-Sequenzen und die Anti-Werbung von Hardware-Herstellern: Ein Kommentar von Mark Mantel
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat. Zum Abschluss dieser Woche äußert sich Mark Mantel über nervige Intro-Sequenzen in PC-Spielen.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute äußert sich Mark Mantel über nervige Intro-Sequenzen in PC-Spielen.
The Way It's meant to be played, Gaming Evolved, "Plays best on Marke XYZ" ... Sieht man sich die zahlreich erschienenen Titel der letzten Wochen und Monate an, so wird man feststellen, dass man immer schön von Intro-Sequenzen begrüßt wird. Und nochmal, und nochmal, ach ... und nochmal. Und ich weiß übrigens auch, welches Spiel ich gerade eben angeschmissen habe, das braucht nicht noch extra groß angezeigt werden - oder sollten dort zumindest schon die nötigen Daten geladen werden und nicht erst danach. Es gibt kaum noch ein PC-Spiel, in dem der Spieler von Haus aus nicht von einer Reihe Intros flankiert wird. Einzig Dragon Age: Inquisition bildet in meiner Spielebibliothek mehr oder weniger eine Ausnahme, dort erscheinen wenigstens nur wenige Sekunden lang die Logos von EA und Bioware neben- und nicht nacheinander ohne weiteren Tamtam.
Da kommt doch so langsam, aber sicher die Frage auf, warum sich die Sequenzen zumindest ab dem zweiten Spielstart nicht mehr deaktivieren lassen. Zum Beispiel durch ein einfaches Drücken auf ESC, wie es unlängst noch gang und gäbe war. Kam da irgendjemand auf die glorreiche Idee, man müsse die "Werbung" möglichst oft ausliefern? Anders lässt sich dieses Verhalten ja gar nicht mehr erklären. Dabei handelt es sich aus meiner Sicht um starke "Anti-Werbung", wenn ich immer wieder gezwungen werde, 10 bis 20 Sekunden eine Abfolge von Intros anzuschauen. Und welches Unternehmen will schon negativ mit einem Titel in Verbindung gebracht werden, wenn man sich dort einen Intro-Platz nach dem Spielstart erkauft hat?
GeDoSaTo-Entwickler Peter "Durante" Thoman hat kürzlich eine "Blaupause" für bessere PC-Spieler veröffentlicht, in die man diese Thematik meiner Meinung nach noch hinzufügen sollte. Es kann nicht sein, dass PC-Spieler die Sequenzen für jeden Titel im Dateiordner per Hand ausschalten müssen. Ich will selbst entscheiden können, was ich mir gebe und was nicht - vor allem wenn ich 40 bis 60 Euro für ein Spiel in die Hand nehme. Also werte Entwicklerstudios und Publisher, bitte führt wieder den ESC-Button zum Überspringen von Intros ein. Die Spielerschaft wird es euch danken.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Die Kosten für die Werbung sollten im Kaufpreis enthalten sein, und zwar ohne die Werbung anschauen zu müssen.
Zum Thema selbst fällt mir ein Youtube-Video ein: If Quake was done today.
Immer wieder episch, das Video. Und leider so wahr.
MfG,
Raff