Windows Vista/7/8: Microsoft deaktiviert Safedisc-Dienst per Update
Microsoft hat nun, nachdem der Support unter Windows 10 bereits komplett eingestellt ist, auch unter Windows Vista sowie 7 und 8 den Dienst für Safedisc deaktiviert, weil dieser ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Unter Windows 10 ist die Unterstützung für Kopierschutzmaßnahmen aus den wilden 2000ern bereits gestrichen worden. Safedisc-Spiele laufen da nicht mehr ohne weiteres Zutun, was Microsoft mit einem Sicherheitsrisiko begründet: Die Treiber für Safedisc und Co. graben sich tief in das System ein. Nun ziehen die Redmonder bei Windows Vista, 7 und 8 nach, indem sie ein entsprechendes Update via Windows Update zum jüngsten Patchday ausliefern.
Das Update mit der Bezeichnung MS15-097 bzw. KB3086255 deaktiviert den Dienst secdrv.sys, der für die Ausführung von Safedisc vonnöten ist. Nutzer, die weiter Safedisc-Spiele spielen wollen, müssen den Dienst manuell starten oder ihn wieder in die Autostart-Routine einbinden. Davon rät Microsoft aber dringend ab, weil die alten Treiber für den Kopierschutz nicht mehr weiterentwickelt werden und somit ein potenzielles Sicherheitsrisiko sind.
Über die Maßnahme wird nun wieder eine heftige Debatte entbrennen, wie es schon bei Windows 10 der Fall war. Die große Frage dabei ist nun, wer denn der Schuldige ist? Ist es Microsoft, die den Dienst aus Sicherheitsgründen abstellen? Ist es der Kopierschutzanbieter, der die Betreuung seiner Software vor langer Zeit eingestellt hat? Oder ist es der Entwickler/Publisher, der dafür Sorge tragen sollte, dass seine Produkte auch noch 10 Jahre nach dem Release funktionieren?
Die Frage lässt sich nicht ganz einfach beantworten. Gefühlt liegt die Pflicht zunächst einmal beim Anbieter des Kopierschutzes, dessen Aufgabe es sein müsste, sein entwickeltes Produkt zu pflegen. Ist das nicht der Fall, wäre es eigentlich vom Entwickler/Publisher zu erwarten, dass er sich folglich um das Problem kümmert. Oft aber ist es dann so, dass der Entwickler gar nicht mehr existiert, weil er zwischenzeitlich aufgelöst wurde, womit bei Spielen nur noch der Rechteinhaber übrig bleibt.
Und damit endet dann meist für den Spieler der Rahmen der legalen Möglichkeiten unter aktuellen Betriebssystemen. Durch die Blume wird da schon mal empfohlen, sich im Internet nach nicht offiziellen Wegen umzusehen, um das Spiel wieder zum Laufen zu bewegen. Beliebt ist auch der Hinweis auf einen Neukauf der Software via Steam oder DRM-Frei über GOG, sofern verfügbar. Da muss man sich aber fairerweise auch fragen, warum man noch mal für ein gekauftes Produkt belangt wird. Im Falle von Windows Vista sowie Windows 7 und 8 kann man sich noch damit behelfen, den Dienst wieder zu starten. Mit den folgenden Befehlen in der Kommandozeile (jeweils ohne Anführungszeichen) hilft man sich:
- Dienst Deaktivieren: "sc config secdrv start= disabled"
- Dienst aktivieren: "sc start secdrv"
- Dienst anhalten: "sc stop secdrv"
- Austostart deaktivieren: "sc config secdrv start= demand"
- Austostart aktivieren: "sc config secdrv start=auto"
Natürlich kann man unter Windows Vista/7/8 auch die Installation von KB3086255 verweigern.
Letztlich ist es wieder einmal ein Märchen, dass der PC bei der Abwärtskompatibilität über allem erhaben ist. In der Theorie mag das zwar so sein, in der Praxis bietet die PC-Architektur aber zahlreiche Fallstricke, die in der Regel auf der Seite der Software zu finden sind. Entweder streikt das Betriebssystem oder es fehlt an Treibern. Oft sind neue Spiele auch inkompatibel zu alter Hardware und umgekehrt. Es ist also eigentlich ein komplett sinnfrei, Hardware zu bauen, die noch zum altehrwürdigen PC-AT-Standard kompatibel ist und Uralt-Code ausführen kann, wenn die Software nicht mitspielt, ohne die die Hardware wenig macht. So braucht Windows 10 beispielsweise zwingend eine CPU, die die Befehlssätze PAE, NX und SSE2 beherrscht.
Spieler kennen das Problem bereits zu genüge, etwa durch die Einstellung der Dienste Gamespy und Games for Windows Live. Es sind nicht die ersten beendeten Dienste und werden nicht die letzten sein. Womit sich die Frage stellt, was besser ist: Alte Zöpfe abschneiden oder die Abwärtskompatibilität zu 100 % erhalten?


In Anbetracht dutzender Sicherheitsupdates im Monat dürften selbst technikafine Nutzer diesen Rechercheaufwand nicht für jeden einzelnen Patch auf sich nehmen. Eine besondere Note erhält das Vorgehen zu dem darüber, dass Microsoft selbst diesen Kopierschutz mit all seinen Sicherheitslücken als legitimen Bestandteil mehrerer Spiele betrachtete. Statt diese Sicherheitslücken in Microsoftprodukten zu schließen erschwert man deren Nutzbarkeit und fordert zum Neukauf via Steam auf.
P.S.:
Wie war das noch?
"Automatische Updates lassen sich in Windows 10 nicht mehr deaktivieren"
.
Weil Microsoft, selbst als *Konsolenhersteller bekannt, es aus *unerfindlichen Gründen nicht schafft, einen passenden Workaround auf die Beine zu stellen, soll man wegen eines aufgelösten Urhebers in die Röhre sehen? Warum zum, pardon, ****, werden mit der Übernahme eines Softwarepatents denn nicht auch die Pflichten für eine sorgfältige Fertigstellung (im sichersten Sinne) übertragen? Neuland ist Sumpfgebiet.
Sorry, aber das geht mal gar nicht !
Das ist eine ganz andere Liga, als wenn ich wie bei Windows 10 von vornherein sage, Leute, Software mit den Kopierschutz XYZ ist unter dem neuen Betriebssystem nicht mehr lauffähig, da dieser in dem neuen OS nicht mehr unterstützt wird. Aber hier in dem Fall von Windows 7 bzw. 8/8.1 wurde dieser Fall mit einem Update, welches Dateien für den Kopierschutz XYZ deaktiviert, vorsätzlich und mutwillig herbeigeführt. Software, die gestern noch problemlos unter den betroffenen Betriebssystemen lief, sind von einem Tag auf den anderem unter dem gleichem OS unbrauchbar gemacht worden, nur weil der Hersteller dieses OS das so will. Das ist an Dreistigkeit und Willkür kaum noch zu überbieten. Genauso wie man rotzfrech sagt, das man sich doch bitte schön eben diese Software in digitaler Form via Steam oder eben von der DRM Pest befreit via GoG neu kaufen möchte. Unglaublich sowas !
Ich denke, ich werde mir wohl neben meinen heiß geliebten Retro-Rechner mit einem Pentium 233 MMX, welcher auf dem legendären Gigabyte GA-586HX2 Board mit 16 GM RAM unter DOS 6.22 und Windows 95 rennt, noch einen 2 Rechner für mittlerweile ältere Spiele Klassiker bauen müssen, welche von MS nur noch mit Füssen getreten werden. Mal sehen, was es werden wird. Hab ja die freie Auswahl, da ich mich von altgedienter Hardware einfach nicht trennen kann. Darauf dann Windows 2000 als OS. Ach, waren das noch zeiten ohne Drangsalierungen .....
naja, wie immer, der ehrliche käufer ist mal wieder der dumme ;s
Darum gibt es für mich keine weiteren alternativen mehr.Zum glück habe ich die Automatische Update ghanz deaktiviert.Und von Microsoft bin ich wirklich sehr schwer entäuscht.Die machen die ganze Comunity kaputt die all die Jahre gut aufgebaut wurde.Ich hoffe das hat langfristig ein nachspiel bei Microsoft.Ich habe ja jetzt schon keine Lust mehr auf Windows 10.Schön das ich jetzt einen weiteren Grund habe es mir nicht zu holen.Ich habe auch so viele Probleme auf dem Pc erlebt,die denken das ich dieses Problem vergesse.Ich denke mal das ist ein weiteres Problem das ich auch in Zukunft nicht vergessen werde.Ich kann mich noch erinnern wie Empire Erath auf Windows 7 nicht gelaufen ist weil es füchterliche Grafikfehle wie bäume sind auf einmal verschwunden ,ich sehe die Gebäude auf einmal nimmer wo sie sind.Ich bin halt ein nachtragender Mensch,solche Fehler verzeihe ich denen nie mehr.
We mir jetzt mit weitere optionen kommt,ich denke mal es gibt keine mehr,außer ich kaufe mir noch einen weiteren Pc mit Windows xp als ersatzt.Was meint ihr warum ich 3 Pc´s habe.Der dritte Pc hat nur Windows xp drauf,der Zweite Xp und Windows 7 als dual boot,das wird sich in zukunft nicht mehr ändern,da ich die älteren Pc spiele niemals verkaufen will,weil ich es noch weiter zocken möchte.Es gibt halt aktuell eine gescheiten Pc Spiele mehr(da ich ja steam hasse,darum).
Somit ist die Sache für mich beendet.