Optimaler Sound in Spielen: Headset, Soundkarte und Surround-Sound richtig einstellen
Um Ihrer Hardware den richtigen Spiele-Sound zu entlocken, muss diese zumeist erst richtig eingestellt werden. Außerdem werden häufig Änderungen bei Windows Audio und im Spiel selbst nötig. Wie das funktioniert, zeigen wir am Beispiel von Battlefield 1 und dem Teufel Cage. Das erste Headset der Berliner setzt auf eine gute Software, die sich in ähnlicher Form auch bei anderen Headsets und Soundkarten finden lässt.
Sound in Spielen ist eine sehr komplexe Angelegenheit - Spiel-Audio wird genutzt, um eine dichte Atmosphäre zu kreieren, für Spannung zu sorgen und die Action auf dem Bildschirm mit akustischer Schlagkraft zu untermalen, aber auch, um dem Spieler Feedback und Orientierung zu bieten. Dazu werden unzählige einzelne Samples genutzt, die von der Spiele-Engine moduliert werden, um Entfernungen, verdeckende Objekte und natürlich die Position im virtuellen Raum zu kommunizieren - komplexe Berechnungen also. Was früher Sache einer Soundkarte mit Hardware-Beschleunigung war (EAX, Aureal3D), wird heutzutage zu weiten Teilen von der CPU und der Software berechnet. Und es gibt ein weiteres Feature, das damals insbesondere in Form von Creatives CMSS3D Verwendung fand und heutzutage in vielerlei Form wieder zu finden ist: virtueller Surround für Headsets. Hierbei handelt es sich um eine weitere Klangmodulation, bei der Klänge gezielt verzögert oder verändert werden, um durch die Eigenheiten des menschlichen Gehörs unseren Ohren einen glaubhaften Raum zu suggerieren.
Dabei ist es natürlich sehr hilfreich, wenn der Sound eines Spiels schon ausgesprochen überzeugend, dicht, detailreich und dynamisch ausfällt. Zudem muss das Spiel wie auch Sound-Hard- und Software korrekt konfiguriert werden. Wie Sie dies bewerkstelligen, sehen wir uns im Folgenden an. Doch zuerst einmal lassen wir den Sound von Battlefield 1 für sich sprechen. Wir nutzen dazu keine High-End-Soundkarte, sondern mit dem Teufel Cage (Test auf PCGH.de) ein überzeugendes Gaming-Headset der gehobenen Mittel- bis Oberklasse. Dieses Headset bietet recht umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten in der Software, die jedoch in sehr ähnlicher Form auch bei vielen anderen Geräten und Soundkarten zu finden ist. Bevor Sie das Video starten, setzen Sie Ihre eigenen Kopfhörer oder Headset auf und konfigurieren Sie die Hardware, um Stereo ohne zusätzlichen Surround auszugeben - die 7.1-Surround-Abmischung ist bereits im Audio-Stream des Videos enthalten und würde nochmals mit Surround abgemischt nicht korrekt klingen.
Beachten Sie außerdem, dass wir den Dynamikumfang mit der Wahl "Große Lautsprecher" auf maximales Level gehoben haben - der Unterschied zwischen den leisesten und lautesten Geräuschen ist damit sehr hoch; nicht jedes Headset wird in der Lage sein, diese hohe Spanne zufriedenstellend abdecken zu können, auch kann es sein, dass Ihr eigenes Headset nicht ausreichend präzise spielt, eine starke Betonung diverse Geräusche schluckt und die Ortung deutlich schlechter ausfallen könnte - am besten funktioniert ein satt verstärkter und hochauflösender Hifi-Kopfhörer. Außerdem haben wir die Musik sowie das HUD deaktiviert, um nicht vom Ton abzulenken. Was Sie in dem Video hören, ist der 7.1-Surround-Mix von Battlefield 1, das Teufel-Headset aktiviert diesen lediglich.
Battlefield 1: Audio der Extraklasse
Wir haben uns nicht umsonst Battlefield 1 als Anschauungsmaterial ausgesucht, der Weltkriegsshooter zählt zum Besten, was Spiele aktuell auffahren. Dies gilt sowohl vom Handwerklichen also auch von technischer Seite. Achten Sie einmal darauf, wie dicht die Soundkulisse ist. Allein das atmosphärische Audio nutzt Dutzende Sounds: Grillen zirpen mehrstimmig, irgendwo rechts hinter unserem Rücken lässt eine Krähe ihr misstonales Krächzen erklingen, ein Käuzchenruf erschallt, unten am Fluss quakt eine Ente, in einem der kleinen Dörfchen bellt ein Hund und über allem liegt das ewige Gewitter der entfernten Front. Es ist wirklich beeindruckend, wie dicht allein die Hintergrundbeschallung ausfällt. Wenn wir unsere Spielfigur bewegen, kommen nochmals Dutzende Sounds dazu: Je nachdem, über welche Oberfläche wir uns bewegen, welche Ausrüstung wir tragen, in welche Richtung wir uns bewegen und wie wir dies tun, jeder dieser Faktoren hat einen Einfluss darauf, welche Sounds erklingen. Wenn wir seitwärts oder rückwärts laufen, so klingt dies anders, als liefen wir geradeaus - gehen wir in die Hocke, so erschallt einer von mehreren spezifischen Klängen, laufen wir auf Gras, so klingt es anders, als träte unser virtueller Stiefel auf Geröll, in eine Pfütze oder eine hölzerne Diele.
[Anmerkung: Wenn Sie Ihren Mauszeiger über einem der Bilder platzieren, erscheint eine Tool-Tipp-Beschreibung; alternativ können Sie die Bilder natürlich auch anklicken]
Zu den eindrücklichsten Aspekten des Audios in Battlefield 1 gehört nicht nur die Vielzahl der Sounds, sondern auch die Ortbarkeit im dreidimensionalen Raum sowie deren Dynamik. Letztere beinhaltet mehrere Faktoren: Da wäre zum einen der extrem hohe Dynamikumfang, auf den die Sound-Techniker bei DICE zu Recht besonders stolz sind: Achten Sie einmal darauf, wie stark sich die Lautstärke von Sounds unterscheiden kann: Sie können das flüsterleise Flügelschlagen der Motten um die Lampen in der Mühle hören - Explosionen und Schüsse zerreißen kurz darauf die Ruhe der Nacht. Die Salven aus ungedämpften Waffen sind realistisch laut und schallen entsprechend weit, jedenfalls solange das Headset oder der Kopfhörer mitspielt. Denn nicht jedes Gerät hat solche Dynamikreserven, schluckt dann entweder die leisen Geräusche oder übersteuert bei den lauten. Das Teufel Cage ist jedoch gut aufgestellt, kann sämtliche Frequenzen und Lautstärken ordentlich abdecken und hätte gar noch einige Reserven, etwa für einen optional per Software angehobenen Bass - nochmals deutlich besser ist ein guter Hi-Fi-Kopfhörer. Letzteren können Sie für das Video im Stereo-Modus nutzen und sich von der Qualität überzeugen. Damit Surround-Sound mit einem Kopfhörer im Spiel funktionieren würde, müsste Surround-Sound indes via einer Soundkarte oder entsprechendem Feature bei einer gut ausgestatteten Onboard-Sektion zugeschaltet oder eine (kostenlose, registrierungspflichtige) Software wie Razer Surround oder Creatives Acoustic Engine Light genutzt werden - beide funktionieren auch mit herstellerfremden Geräten.
Neben dem Dynamikumfang ist der Sound in Battlefield 1 auch noch in anderen Aspekten dynamisch. Einleuchtend ist dabei natürlich die Position - Klangquellen, wie beispielsweise die nach Beschuss hektisch von Deckung zu Deckung hastenden und lautstark kommunizierenden deutschen Soldaten, können sich während dem Spielen ändern, die Sounds erschallen entsprechend deren und der Position des Spielers - was natürlich praktisch ist, denn so lassen sich die Widersacher orten und wir können uns gegen den hinter den Büschen versteckten Gegner wehren, obwohl er unseren Augen bis zuletzt verborgen blieb. Diese dreidimensionale Ortung geht ebenfalls auf die Sound-Engine in Battlefield 1 zurück, unser 7.1-Headset kümmert sich lediglich um die Wandlung des 7.1-Signals in ein mit virtuellem Surround abgemischtes 2.0-Stereo-Signal - den gleichen Mix, den Sie beim Betrachten des Videos zu Gehör bekommen.
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Ebenfalls beeindruckend ist die Handhabung von unterschiedlichen Umgebungen. Achten Sie einmal darauf, wie sich der Klang verändert, wenn unsere Spielfigur eine der Mühlen oder auch nur ein Zelt betritt - die Außengeräusche werden dynamisch ausgeblendet, die Halleigenschaften ändern sich, Sie können tatsächlich hören, dass Sie sich in einem Raum und nicht mehr im Freien befinden. Dabei sind auch diese Faktoren dynamisch, so ändern sie sich, wenn das betreffende Gebäude etwa bei Beschuss in sich zusammenfällt. In der Ruine erschallt wiederum ein anderer Klang als im Inneren des ehemaligen Gebäudes oder im Freien. Ähnliches gilt für Hindernisse wie Mauern, Felsen oder dichter Bewuchs: Sie verdecken den Sound, wenn sich die Klangquelle hinter dem betreffenden Objekt befindet. Das bringt zusätzliche Glaubwürdigkeit, hilft aber auch bei der Orientierung: Der Spieler kann so feststellen, ob der Ton ein Hindernis überwinden muss oder aber eine freie Sichtlinie besteht - ein nicht unerheblicher Vorteil in einem Shooter. Wenn Sie weitere Informationen bezüglich dem Sound in Battlefield 1 suchen: Auf der Seite A Sound Effect finden Sie ein interessantes Interview (Englisch) zum Thema.
So klingt's richtig: Headset, Soundkarte und Surround-Sound korrekt konfigurieren
Doch wie richtet man die eigene Hardware, deren Software und das eigentliche Spiel denn nun korrekt ein, damit die Soundausgabe via (Surround-)Headset bestmöglich funktioniert? Genau das gehen wir jetzt einmal anhand des Teufel Cage durch - sollte es diesbezüglich gravierende Unterschiede bei gängigen Headsets, Onboard-Audio oder Soundkarten geben, weisen wir selbstredend darauf hin. Im Grunde funktionieren die Schritte aber immer sehr ähnlich.
Bevor Sie ein Spiel starten, gilt es die richtige Ausgabe-Art zu wählen. Dies geschieht entweder über die Software des Headsets/Soundkarte und/oder über Windows-Audio. In vielen Fällen stellt die Software die richtige Wiedergabe via Windows-Audio selbstständig ein, dies ist jedoch nicht immer der Fall, zudem gibt es noch weiterführende Einstellungen. Gehen Sie deshalb die Schritte folgendermaßen durch:
Bildergalerie
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Beide Riesen geben wiedersprüchliche Angaben an zur Funktion und Handhabung. DTS als Beipiel gibt an, das HDMI noch nicht supportet wird und man arbeite mit Microsoft an einer Lösung. Ich habe aber über HDMI DTS Headphone X und es funktioniert (AVR mit Kopfhörer) jedoch ist das was da rauskommt kein DTS sondern Software- Audio, decodiert werden muss hier nichts. Das selbe auch mit der Dolby APP. Damit Dolby Atmos for Headphones überhaupt via HDMI funktioniert musste ich einfach das komplette Windows neu installieren (zurücksetzen brachte nichts), ansonsten ging es nur via onboard (realteck Analog/SPDIF).
Dolby Atmos for Home Theater: Stellt man dies ein hat man keinen Ton mehr. Wenn man aber nun einen Dolby Atmos Film via Netflix- APP oder Dolby APP abspielt erkennt der AVR dies nun und gibt Dolby Atmos wieder. Spiele wie Battlefield 1 die eine Dolby Atmos Unterstützung bieten bleiben stumm.
DTS: X Ultra: Absolut keine Funktion, sie ist quasi nicht vorhanden, man kann es nicht mal auswählen obwohl gekauft. Weder über HDMI (ist laut foren nicht funktionsfähig) noch über Toslink erscheint irgendwo ein Lautsprechername oder gar eine Funktion. Demos in der APP werden sogar nur als 2.0 PCM wiedergegeben während in der Doby APP alle Filme in Dolby Atmos wiedergeben werden (passthrough). Passthrough kann wohl die DTS APP nicht.
Sollte sich einer entscheiden müssen zwischen den beiden APPs so ist Dolby die bessere Wahl.
Spiele müssen angeblich support bieten um sie in Dolby Atmos for Headphones sowie in DTS Headphone X wiederzugeben was ich nicht verstehen kann weil das eben nur simple Software ist die den Ton modifiziert, es müsste also mit allem was Audio wiedergibt funktionieren.
Ganz wichtige Info am Rande: Um Dolby Atmos for Home Theater wiedergeben zukönnen benötigt man mindestens ein Lautsprechersetup von 7.1. Im AVR sollte man die Aufstellung auswählen wie zum Beispiel 5.1.2! HDMI supportet maximal nur 8 Kanäle, mehr wird nicht unterstützt.
Letzter Stand: Dezember 2019. APPs beide aktuell sowie das OS 1909.
Was mich ebenso riesig interessiert, ist, obwohl man für die Lizenzen je Spiel bezahlt! kann man sie NICHT nutzen. Also warum noch bezahlen? Die Rede ist vom DTS/Dolby Support je Spiel. Wenn ich ein PC- Spiel spiele habe ich zu 99,9% immer PCM- Audio. Das positive daran ist, das trotz PCM input man den DSP des AVRs nutzen kann. 7.1 Windows wird zu Dolby Digital + oder DTS Neural X, Spiele klingen absolut besser. Zudem weiß Windows nicht wie ich meine Lautsprecher angeordnet habe, das bügelt der DSP des AVRs glatt.
Soweit meine Erfahrungen
Dann stellst du Windows auf 5.1 (auch wenn nur Kopfhörer angeschlossen sind, hier gehts darum, dass das Game erkennt, dass es Surround ausgeben soll).
Die Umrechnung von 5.1 auf die Kopfhörer übernimmt dann SBX.
Tja, genau das ist dann wohl die Frage: soll das Windows / der Soundkarten-Treiber übernehmen, oder übernimmt das der Verstärker des 5.1 Systems. Denn dann müsste man auch beim Z680 Full Range aktivieren...