Plextor EX 1: Externe SSD mit USB 3.1 Typ C und bis zu 550 MB/s
Plextor hat die SSD-Serie EX 1 angekündigt, die aus drei Modellen mit 128, 256 und 512 Gigabyte besteht. Im Inneren stecken offenbar M.2-Karten, die über einen Brückenchip als externe SSDs ausgeführt werden. Als Schnittstelle kommt USB 3.1 (Gen 2) mit Typ-C-Stecker zum Einsatz, der Transferraten von bis zu 550 MB/s erlaubt.
Infolge des Vormarschs von USB 3.1 hat Plextor seine erste externe SSD mit diesem Standard angekündigt. Die Baureihe EX 1 besteht zunächst aus drei Modellen mit einer Kapazität von 128, 256 beziehungsweise 512 Gigabyte. Als Basis dient eine M.2-Karte, die in ein längliches, wahrscheinlich aus Kunststoff gefertigtes Gehäuse gesteckt wird. Lediglich 30 Gramm wiegt eine EX-1-SSD. Die Technik hinter den Datenträgern verrät Plextor weder auf der Produktseite noch in der Pressemitteilung. In Letzterer wurde lediglich ein Teil von der S2-Ankündigung kopiert, der jedoch nicht zutrifft.
Klar ist, dass es sich um ein SATA-6Gbit/s-Modell handelt, das per Brückenchip über USB 3.1 (Gen 2) angeschlossen wird. Laut computerbase.de handelt es sich um einen VL716 von Via. Laut Plextor weisen alle drei Ausführungen eine sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von 550 MB/s und eine Lesegeschwindigkeit von 500 MB/s auf. Die IOPS werden nicht angegeben, sind bei einem externen Speichermedium aber auch zu vernachlässigen. Details zum eingesetzten NAND-Flash und Controller gibt der Hersteller nicht an. Die Spezifikationen passen am ehesten zur M7V mit TLC-Speicher von Toshiba und einem 88SS1074B1-Controller von Marvell. Die Schreibgeschwindigkeit wäre dann nur so hoch, solange der Pseudo-SLC-Cache (ein Teil der Zellen wird mit 1 statt 3 Bit beschrieben) nicht voll ist. Bei einer externen SSD, die zum Kopieren von Daten gedacht ist, könnte das zum Problem werden.
Zumindest auf dem Papier gehört die EX 1 zu den schnelleren externen SSDs. Der Hauptkonkurrent dürfte Samsung mit seiner Portable SSD T3 darstellen, der bis zu 450 MB/s über USB 3.0 erreicht. Nominell kann USB 3.0 zwar 5 Gbit/s, sprich 600 MB/s, übertragen, wegen der 10b/12b-Enkodierung stehen davon im Bestfall aber nur noch 500 MB/s zur Verfügung. USB 3.1 (Gen 2) schafft bei 10 Gbit/s und 128b/132b-Enkodierung über 1,2 GB/s und limitiert somit keine SATA-6Gbit/s-SSD. Inwiefern die EX 1 davon in der Praxis profitiert, werden Tests zeigen müssen.
Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei 79 Euro für 128 GByte, 119 Euro für 256 GByte und 214 Euro für 512 GByte. Damit liegt Plextor auf einem Niveau mit den Straßenpreisen von Samsungs Portable SSD T3, überbieten sie im Falle des 500er-Modells sogar. Die Auslieferung soll zum Monatsende beginnen, sodass die Straßenpreise bis Weihnachten noch fallen könnten. Wer die USB-OTG-Unterstützung nutzen möchte, muss ein Kabel von Typ C auf Micro-USB beziehungsweise Typ C separat erwerben - im Lieferumfang befindet sich nur eines von Typ C auf Typ A.
