SSDs: Micron/Crucial planen QLC- und NVMe-Modelle
Auf der A3 Technology Live Conference in London hat Micron einen Ausblick auf die aktuelle Jahresplanung seiner Flash-Sparte gegeben. Demnach soll der Enterprise-Bereich zeitnah mit QLC-SSDs bedient werden, die sich mit einer Anbindung über SATA 6 Gbit/s als "Datengräber" eignen sollen. Unter der Tochtermarke Crucial soll es erste schnelle NVMe-Modelle mit PCI-Express-3.0-x4-Anbindung geben.
Zuletzt hat die Micron-Tochter die SSD-Serie MX500 auf den Markt gebracht, welche die SATA-6Gbit/s-Anbindung weitestgehend ausreizt und vor allem Verbesserungen beim 3D-TLC-NAND erfahren hat. Letzterer erlaubt höhere Schreibraten, ohne auf einen begrenzten SLC-Cache angewiesen zu sein. Eine Leistungsklasse darüber werden schon länger M.2-SSDs erwartet, die über PCI-Express 3.0 angebunden werden und das NVMe-Protokoll nutzen - die neuen Speichermodule bieten sich da förmlich an.
Genau diese Erwartung hat der Speicherhersteller nun grob bestätigt. Die britische Webseite theregister.co.uk war auf der A3 Technology Live Conference in London vertreten, auf der Micron einen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben hat. Demnach sollen NVMe-SSDs nicht nur für den Enterprise-, sondern auch für den Endkundenbereich "bald kommen". Endkundenbereich heißt, dass sie wie die MX500 unter der Marke Crucial erscheinen werden. Laut theregister.co.uk würden sie mit vier PCI-E-3.0-Lanes angebunden, also keine abgespeckten x2-Modelle darstellen.
Darüber hinaus plant Micron den "baldigen" Einsatz von QLC-Modulen, der vier (Quadruple Level Cell) statt bis zu drei Bit pro Zelle speichert - die grob gehaltene Roadmap nennt an dieser Stelle allerdings ausschließlich Enterprise-SSDs. Weil die Schreibleistung durch die höhere Speicherdichte erwartungsgemäß sinkt, sollen sie als längerfristige Datenspeicher zum Einsatz kommen und damit HDDs das Leben schwerer machen. Damit würde Micron gewissermaßen das Problem der geringeren Haltbarkeit umgehen, da die SSDs nicht so oft beschrieben würden. Einen Wafer mit 512-Gbit-Dies zeigte Micron bereits, wobei die Anzahl der Schichten ("Layer") nicht genannt wird.

. Und was heißt schon Langzeitspeicher? Keine Ahnung mit wie vielen Tera- gar Petabyte ich eine SSD täglich quälen müsste, um an die Grenze zu kommen. Klar nimmt die Leistung über Zeit ab, aber steht immer noch in keinem Verhältnis zur langsamen HDD. HDDs haben aber trotzdem noch ihre Berechtigung und werden sie auch nicht verlieren vorerst.
Bei SSDs nimmt die Qualität im laufe der Zeit immer weiter ab, leider werden sie auch nicht in gleichem maß billiger.
Bei SSDs nimmt die Qualität im laufe der Zeit immer weiter ab, leider werden sie auch nicht in gleichem maß billiger.