Google-Untersuchung: Teure SLC-SSDs nicht zuverlässiger als MLC-Modelle
Google-Mitarbeiter haben auf der Fast-Messe Daten zur SSD-Nutzung in den hauseigenen Datenzentren präsentiert, in denen Tausende Exemplare seit 2010 eingesetzt werden. Für Endkunden die wichtigste Erkenntnis: Teurere SLC-SSDs waren nicht zuverlässiger als günstigere MLC-Datenträger.
Die Zuverlässigkeit von SSDs ist immer wieder ein großes Thema, vor allem im Vergleich zu HDDs. Handfeste Daten auf Basis zahlreicher Testexemplare sind schwierig zu bekommen, nun aber bietet Google welche an. Zusammen mit Professor Bianca Schroeder von der University of Toronto haben die beiden Google-Mitarbeiter Raghav Lagisetty und Arif Merchant auf der Fast 2016 die Daten ihrer Rechenzentren vorgestellt, die seit 2010 mit mehreren Tausend SSDs auf Basis der Flash-Typen MLC, eMLC und SLC ausgestattet sind. Zehn Modelle werden verbaut, wobei keine genauen Namen von zdnet.com genannt werden, die dem Beitrag beigewohnt haben. Die komplette Präsentation wird ab Freitag öffentlich verfügbar sein.
Laut den Daten fielen SSDs seltener aus als HDDs, wobei die unkorrigierbare Bit-Fehlerrate (Uncorrectable Bit Error Rate - UBER) höher ausgefallen sein soll. Folglich erlitten die SSDs seltener einen Komplettausfall, dafür aber häufiger Datenverluste - Back-Ups müssten demnach häufiger erstellt werden. Während verlorene Daten für einen Anbieter wie Google kritisch sind, hat das im Endkundenbereich eine nicht ganz so hohe Relevanz. Die UBER-Spezifikation sei laut Google übrigens eine "bedeutungslose Zahl". SLC-SSDs (Single Level Cell), bei denen jede Zelle mit einem Bit statt zwei (MLC) oder drei (TLC) beschrieben wird, sollen derweil nicht zuverlässiger arbeiten als MLC-SSDs. Da bei SLC-Flash für die gleiche Kapazität mehr Speicherchips benötigt werden, sind entsprechende SSDs teurer.
Letztendlich beeinflusse vor allem das Alter, nicht aber die Benutzung, die Zuverlässigkeit einer SSD. Ein Langzeittest von techreport.com zeigte bereits, dass man auf Consumer-SSDs quasi Daten bis zum Abwinken schreiben kann - im Petabyte-Bereich.
Quelle: zdnet.com

Irgendwie taugt die Aussage des Artikels m.M.n. derzeit nicht wirklich viel. Wer weiss, was die da für SSDs (Hersteller, Größe, Alter) genutzt haben. Hoffentlich kommen am Freitag noch ein paarm fundiertere Aussagen.
Z.B. kann man so eine kleine Synology Diskstation als Backup benutzen. Wenn man dann auch noch von jedem Gerät im heimischem Lan jederzeit Zugriff auf seine Daten hat, ist das echtes Gold wert.
Deshalb Speichere Ich auch alle Daten nicht nur Online sondern auch auf mehreren Festplatten Zuhause.