Ryzen: Hat AMD Microsofts ausgefallener Patchday womöglich geschadet?
AMDs Ryzen-CPUs laufen offenbar nicht optimal unter Windows 10. Die Schuld könnte beim Scheduler liegen, der Zen womöglich wie Bulldozer behandelt und dementsprechend die Last nicht optimal auf die echten Kerne verteilt. Ein Windows-10-Patch würde das Problem beheben - und ausgerechnet der Patchday im Februar fiel aus.
Während der Ryzen 7 1800X, 1700X und 1700 in Anwendungen ihre Leistung gut auf die Straße bringen können und eine ernste Konkurrenz für Intel darstellen, sieht die Situation in Spielen noch gemischt aus. Die CPUs eignen sich zweifelsohne für Spiele-PCs, allerdings ist das Leistungsbild dort inkonsistent. Wo die acht Kerne des Core i7-6900K beispielsweise Vorteile bringen, profitiert ein R7 1800X nicht. Die Performance-Probleme haben wahrscheinlich mehrere Gründe: Die Mainboard-Hersteller haben noch keine ausgereiften BIOS-Versionen und der Scheduler von Windows 10 kann mindestens noch nicht mit Zens CCX-Bauweise umgehen - Thread-Wechsel zwischen den CPU-Complexes kosten Rechenzeit, die gespart werden könnte, wenn die Kommunikation zwischen den CCX auf ein Minimum reduziert würde.
Besonders auffällig ist, dass Ryzen-7-CPUs nur in sehr wenigen Spielen von SMT profitieren - in weniger Titeln als Intels Core-CPUs. Im PCGH-Test stiegen die Fps nur im stark CPU-lastigen Dschungel-Level von Crysis 3 an. Ansonsten sackte die Performance regelmäßig um wenige bis knapp 30 Prozent ein, wenn SMT aktiv war. Nutzer haben vereinzelt Tests unter Windows 7 vorgenommen, wo sich ein ganz anderes Bild zeige. SMT bringe dort Vorteile, wo es zu Nachteilen mit Windows 10 komme. Das Problem: Windows 7 wird offiziell nicht unterstützt. Nutzer müssen zu einer ISO-Version mit integrierten USB-Treibern greifen.
Aus dem 3DCenter kommt dazu eine plausibel klingende These: Windows 10 hat "ab Werk" einen Bulldozer-Fix integriert, der die Last auf möglichst wenige Module verteilt. Das Betriebssystem sieht CMT wie SMT, belastet mit dem Fix also absichtlich "virtuelle Kerne". Behandelt Windows 10 nun Ryzen wie Bulldozer, würden nicht die echten Kerne, sondern zum Teil die SMT-Threads bevorzugt belastet. In Windows 7 kam der Fix erst nachträglich per Patch, der bei einer frischen Installation fehlt. Wenn Ryzens SMT dort wie Intels behandelt würde, wären die Performance-Gewinne logisch.
Die gute Nachricht: Sollte die These stimmen, könnte Microsoft einen Patch veröffentlichen, der die Bulldozer-Behandlung für Ryzen aufhöbe. Wenn es schon keine Performance-Gewinne durch SMT gäbe, sollte die Leistung damit zumindest nicht mehr einbrechen. Die schlechte Nachricht: Microsoft hatte wegen Problemen den Patchday für Februar abgesagt. Vielleicht war dort schon ein Ryzen-Fix enthalten, wie unter anderem Reddit-Nutzer spekulieren (oder hoffen). Am Ende erschiene es nur normal, dass AMD vor der Veröffentlichung mit Microsoft zusammenarbeitete, um die Performance zu maximieren. Sollte das Ganze stimmen, wäre es jedoch umso merkwürdiger, das nicht öffentlich zu kommunizieren.
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Wenn die Ergebnisse nach Bios Final und Windows um und bei 10 - 20% höher ausfallen würden wäre das schon stark. Das der ram für Ryzen eine wichtige Rolle spielt steht ja fast schon fest. Wenn man sich alles darüber durch liest.
TANTE Edit: 10% währen ca 60% höhere IPC zu excavator
GS6 via Web
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R7 1800X vs I7 7700K mit titan Windows 7
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