AMD Raven Ridge: Ryzen 5 2400G geköpft und Temperaturunterschiede nachgemessen [Update]
Roman "der8auer" Hartung hat einen Ryzen 5 2400G geköpft und getestet, wie sich die Temperaturentwicklung nach dem Ersetzen der Wärmeleitpaste unter dem Heatspreader durch Flüssigmetall verhält. Die Unterschiede sind für Übertakter und Nutzer eines Mini-PCs interessant, absolut notwendig ist die Prozedur aber nicht.
Update vom 19.02.18:
Die Kollegen von tomshardware.de haben sich ausführlicher angesehen, was das Köpfen eines Ryzen 5 2400G bringt. Neben dem Flüssigmetall Thermal Grizzly Conductonaut kam auch die klassische Wärmeleitpaste Kryonaut zum Einsatz, um zu sehen, wie gut AMDs ab Werk aufgetragenes TIM (Thermal Interface Material) arbeitet. Die Spieletests und synthetischen 100-Prozent-Belastungen der vier Zen-Kerne samt der Vega-10-iGPU, die anders als bei der8auer mitgetestet wurde, zeigt, dass AMDs TIM äußerst nah am Optimum arbeitet - in Anbetracht der industriellen Verarbeitung ist das durchaus bemerkenswert. Erst das Flüssigmetall bringt Vorteile von rund 9 bis 12 Grad Celsius in Spielen und knapp 14 °C in der Vollauslastung mit Prime 95 und dem MSI Kombustor. Auch tomshardware.de kommt zum Fazit, dass AMDs werkseitige Lösung in den allermeisten Fällen mehr als ausreicht. Das Köpfen kann man in Betracht ziehen, wenn die APU in ein schlecht belüftetes HTPC-Gehäuse soll.
Originalartikel vom 15.02.18:
Im Gegensatz zu den Summit-Ridge-Prozessoren ohne integrierte Grafikeinheit verlötet AMD die APUs mit Codenamen Raven Ridge nicht. Das heißt, zwischen vernickeltem Kupfer-Heatspreader und Siliziumchip befindet sich zur Wärmeübertragung kein Indium-Lot, sondern Wärmeleitpaste, wie es auch bei allen Intel -CPUs der Fall ist. Das hat vor allem Kostengründe, denn die Raven-Ridge -Modelle stellen AMDs "Brot und Butter"-Prozessoren dar und der Ryzen 3 2200G wird schon zum Marktstart für unter 100 Euro angeboten. Dabei sind die Produktionskosten bei einer Chipfläche von 209,78 statt 213 mm² ähnlich hoch wie bei den großen Ryzen-CPUs.
Roman "der8auer" Hartung hat sich angesehen, wie sich die Temperaturentwicklung eines Ryzen 5 2400G ab Werk verhält und anschließend die Verbesserung durch das Köpfen dokumentiert. Dabei wird der Heatspreader entfernt, um die darunterliegende Wärmeleitpaste durch Flüssigmetall (in diesem Fall Thermal Grizzly Conductonaut) auszutauschen und so den Wärmeübergang zwischen Die und Heatspreader zu verbessern.
Mit den Referenztaktraten brachte das Köpfen ein Minus von 12 Grad Celsius in Prime 95 und 7 im Cinebench R15. Nach einer Übertaktung auf knapp 4 GHz bei einer Kernspannung von 1,44 Volt erhöhte sich das Minus auf 15 beziehungsweise 10 Grad Celsius. Leider hatte der8auer kein Mainboard mit Bildausgängen zur Verfügung stehen, sodass die Unterschiede mit aktiver iGPU hätten ermittelt werden können. Vermutlich wären diese dann noch etwas größer ausgefallen. Letztendlich kann die Prozedur sinnvoll erscheinen, wenn Nutzer die Raven-Ridge-APU übertakten oder in einem engen, schlecht belüfteten Gehäuse einsetzen wollen. Caseking wird die neuen AMD -Prozessoren auch vorgeköpft anbieten.
Quelle: enkreuzThe Stilt
Raven-Ridge-APU geköpft
Interessant ist derweil noch der Heatspreader an sich. Dieser ist bei Raven Ridge nicht wie gewohnt plan, sondern hat im Bereich des Dies eine 0,5 mm dicke Ausbuchtung. Weil der Die mit dem Fokus auf Ultra- und Notebooks entwickelt wurde, ist er dünner als zum Beispiel Zeppelin für Summit Ridge. Schon die SMD-Kondensatoren auf dem Package sind höher, wie der Extrem-Übertakter The Stilt feststellte. Statt den Höhenunterschied durch eine dickere Schicht Wärmeleitpaste auszugleichen, setzt AMD auf mehr Kupfer.

Koepfen ist lustig und kann nutzen wenn man OC betreibt und dann gehts auch schon aus mit dem nutzen ...
Ist das Case ein scheiss oder wird an Lueftern gespart, hilft auch verloeten herzlich wenig .
Niedrige Temperaturen helfen der Langlebigkeit der Komponententen. Bald ist die CPU meiner Frau (2008er i7) mit der immer noch ALLES Läuft 10 Jahre alt. Die CPU kriegt aber auch in Prime nie mehr als 60 Grad und ich hoffe sie wird noch halten bis zum Machtkampf Zen 2 vs Ice Lake oder gar Zen 3 vs Intels Next Gen, damit ich dann wieder mal ordentlich ein System zusammenstellen kann
Koepfen ist lustig und kann nutzen wenn man OC betreibt und dann gehts auch schon aus mit dem nutzen ...
Ist das Case ein scheiss oder wird an Lueftern gespart, hilft auch verloeten herzlich wenig .
Ja, der Umbau hat funktioniert und ja, das gute alte Flüssigmetall zeigt der pampigen Silikonitis mal wieder den ganz dicken Finger. Dumm nur, dass man es in dieser Ausprägung im Normalfall eher nicht brauchen wird. Der erzielbare Mehrwert hält sich in sehr überschaubaren Grenzen, denn die APU wird weder signifikant schneller, noch deutlich sparsamer.
Sie wird lediglich deutlich kühler, aber der Boxed-Kühler kann dies nicht in wirkliche Zurückhaltung umsetzen, ohne dass man selbst am Lüfterprofil Hand anlegt. Aufwand, Risiko und Nutzen liegen hierbei extrem weit auseinander und man sollte nur dann mit dem Gedanken samt Rasierklinge spielen, wenn man das System in einen schlecht durchlüfteten Hasenstall quetschen möchte.
So, jetzt darf man über AMD schimpfen oder ihnen auf die Schulter klopfen. Buchhalterisch ist die Rechnung perfekt aufgestellt, kundenspezifische Emotionen und Befindlichkeiten hat man allerdings (bewusst) nicht mit eingepreist. Doch wird sich Kevin-Klaus Normalkunde bei einem Fertig-PC jemals Gedanken über Lot oder tot machen? Dazu müsste er erst einmal wissen, dass man sich auch über solche Dinge streiten könnte. So gesehen passt die Paste und alles ist im Lot. Zumindest bei den APUs und Lisas Kasse.
immer dieser vergleich mit dem schlecht beluefteten Case , Sorry aber das halte ich jetzt fuer Bullshit , wenn im Case schon die Luft fast steht ist es schon ziemlich Jacke wie Hose ob da verloetet Liquid Metall oder TIM drauf ist , denn die Hitze wird spaetestens dann am Cooler gestaut !
Koepfen ist lustig und kann nutzen wenn man OC betreibt und dann gehts auch schon aus mit dem nutzen ...
Ist das Case ein scheiss oder wird an Lueftern gespart, hilft auch verloeten herzlich wenig .
9-12 Grad mit Flüssigmetall ist jetzt wirklich nicht schlimm.
Beim 6700K sinds deren schon 18
CPU-Kopfen mit Delid-Die-Mate im Test: Mehr Takt und geringere Temperaturen ohne Risiko (Seite 2) - ComputerBase
Da darf Intel also nochmal etwas nachbessern
Wenngleich ich mir trotzdem wünschen würde, wenn beide verlöten würden