Radeon RX Vega 64: Hat AMD die Preispolitik absichtlich verschwiegen?
Die "Standalone"-Exemplare der Radeon RX Vega 64 waren nur für ein paar Minuten nach der Veröffentlichung erhältlich. Wer jetzt noch eine solche Grafikkarte kaufen möchte, muss ein deutlich teureres Radeon Pack kaufen. Erste Stimmen werden laut, dass AMD die Preispolitik absichtlich verschwiegen haben könnte, um in den Tests besser dazustehen.
AMDs Kommunikation über die Preispolitik der Radeon-RX-Vega-Serie zur Veröffentlichung kann bestenfalls als suboptimal bezeichnet werden. Zur Ankündigung Ende Juli verriet der Chiphersteller, dass es sowohl einzelne Grafikkarten ohne Bundles als auch sogenannte Radeon Packs zu kaufen geben soll. Hausieren ging AMD zur Veröffentlichung der Radeon RX Vega 64 und der Ankündigung der RX Vega 56 vor allem mit den unverbindlichen Preisempfehlungen der sogenannten Standalone Editions in Höhe von 499 respektive 399 Euro.
Inzwischen ist klar, dass die Standalone-Grafikkarten stark limitiert und Minuten nach dem Verkaufsstart vergriffen waren. Wer jetzt eine Radeon RX Vega 64 kaufen möchte, muss sich diese im Rahmen eines Radeon Packs bestellen. Fällig werden über 100 Euro Aufpreis, wofür es die zwei nicht mehr taufrischen PC-Spiele Prey und Sniper Elite 4 sowie einen Rabatt für einen Ryzen-7-Unterbau in Höhe von 85 bis 100 Euro gibt. Der Aufpreis wird also erst negiert, wenn man zusammen mit der Grafikkarte ein Mainboard und eine CPU kauft - Problem: Für die Aktion sind nur High-End-AM4-Mainboards für deutlich über 200 Euro zugelassen. Eine Rückerstattung für vorangegangene Käufe gibt es nicht.
Erste Stimmen
werden laut, die sich fragen, ob sich AMD mit dieser Vorgehensweise einen Vorteil verschaffen wollte. In den Testfazits werden Leistung und Features eines Produkts quasi immer in Relation zum Preis gesetzt. Im Falle der Radeon RX Vega 64 stand mit den 499 Euro ein gleichwertiger Preis zur Geforce GTX 1080 im Raum. Durchschnittlich ist die rote Grafikkarte langsamer und energiehungriger, vor allem Besitzer eines Freesync-Monitors oder Interessenten eines solchen bekämen aber eine attraktive Alternative vorgesetzt. Mit den bekannten 609 Euro UVP für das Radeon Pack wären die Fazits wohl in Richtung "teurer, energiehungriger, langsamer" gegangen. Die RX Vega 56 wird als Standalone-Grafikkarte mit 399 Euro gegen die GTX 1070 gesetzt. Auch dort wird es Stand jetzt aber nur längerfristig die teureren Radeon Packs (vermutlich ab 509 Euro) geben.
Schlussendlich kann man nur sagen, dass AMDs Kommunikation mindestens sehr unglücklich war. Aktuell macht das im Verkauf noch nicht so viel aus, da auch die Radeon Packs vielerorts ausverkauft sind. Mittelfristig wird sich zeigen müssen, wie AMD, dessen Boardpartner und der Handel preislich reagieren werden - spannend wird vor allem, an welchen Preisen sich die Custom-designs orientieren werden.

@DaHell63
Hast du einen UHD-Monitor angeschlossen, so dass deine Karte auch die entsprechende Pixelanzahl beschleunigen muss?
Ich habe es bereits im (gelöschten) Posting erwähnt, es hängt auch möglicherweise vom Browser und Codec ab, wieviel eine Grafikkarte bei yt-Videos verbraucht.
Gesendet von meinem BLN-L21 mit Tapatalk
Valley Loop mit 60% TDP
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oder mit ~85%
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Mafia 3 begrenzt auf 70% TDP
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@ Chinaquads
Was für ein bekannter Fehler?
Keine meiner bisherigen Karten hatt bis jetzt eine erhöhte TDP wenn nichts/wenig anlag.
Hier beim ansehen von normalen FHD Vid`s mit meiner anderen GTX 980ti.
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Laut CB braucht meine GTX 980ti 77W
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Meine Karte versteht dann wohl einiges nicht
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denn sie braucht nicht mal die Hälfte