AMD Radeon RX Vega 56: Gut 1.700 MHz bei bis zu 400 Watt Leistungsaufnahme möglich
Mit ein paar Anpassungen lässt sich eine Radeon RX Vega 56 mit AMDs Referenzplatine ein gutes Stück weit übertakten. Genau genommen erreichte die Webseite gamersnexus.com einen GPU-Takt von 1.732 MHz, der in Spielen stabil gehalten werden konnte. Das hat jedoch seinen Preis: Eine Leistungsaufnahme von 350 bis 400 Watt.
AMD hat seine Vega-10-GPU verglichen mit der Polaris-Generation und deren Vorgängern auf einen höheren Takt ausgelegt. Das resultiert beim Referenzdesign der Radeon RX Vega 64 in Boost-Taktraten von gut 1.500 MHz. Die RX Vega 56 taktet etwas geringer, weil sie ab Werk ein engeres Energiekorsett trägt. Sie bekommt jedoch das gleiche, recht üppig ausgestattete PCB, das weit über 300 Watt Leistungsaufnahme sorgenfrei mitmacht. Die Webseite gamersnexus.com hat sich nun angesehen, was mit der RX Vega 56 möglich ist, wenn man ihr die Temperatur- und Energiefesseln abnimmt.
Dazu wurde eine All-in-One-Wasserkühlung von Thermaltake mit 360-mm-Radiator und angepasster Halterungsplatte auf eine Radeon RX Vega 56 Air gesetzt und das Powerlimit über einen "Registry-Hack" der Powertune-Firmware verdoppelt - wie das funktioniert, erklärt gamersnexus.com nicht. Das resultierte in spielestabilen 1.732 MHz GPU- und 980 MHz HBM2-Takt. Die RX Vega 56 Air wurde zum Vergleich nur mit dem Referenzkühler mitgetestet, nicht aber mit der Kompakt-Wasserkühlung und Standard-Powerlimit. Gegenüber der Air-Version rechnet die OC-Variante in den getesteten Spielen, darunter For Honor, Ghost Recon: Wildlands und Doom, 25 bis 38 Prozent schneller - für einige Prozentpunkte ist sicherlich die bessere Kühlung verantwortlich.
Letztendlich sind solche Experimente aber nur interessant, wenn man sich nicht für die Leistungsaufnahme und Effizienz interessiert, denn unwirtschaftlich ist eine solche Übertaktung allemal. Der Energiebedarf verdoppelt sich grob auf 350 bis fast 400 Watt, dafür gibt es bestenfalls ein Drittel mehr Leistung. Ratsamer ist ein Undervolting - sofern beim aktuellen Lotto einstellbar - und gegebenenfalls eine leichte Erhöhung des Powerlimits.

Und jedes Jahr kommt ein Treiber raus, der ein neues Feature freischaltet, welches mindestens 50% mehr Leistung bringt.
und man kann zusehen, wie die GPU täglich schneller und effizienter wird