Micron: GDDR6 und neue 3D-NAND-Produkte in der Pipeline
Micron hat auf einem Investoren-Event einiges über den Stand der Dinge bezüglich kommender Veröffentlichungen enthüllt. So will man beispielsweise noch Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018 GDDR6-Speicher einführen. Außerdem soll bei der zweiten Generation des hauseigenen 3D-NAND die Zahl der Layer von 32 auf 64 verdoppelt werden.
Auf einer primär für Investoren gedachten Veranstaltung hat Micron jüngst einiges über sein kommendes Portfolio verraten. So will man im Laufe des Jahres GDDR5-Speicher in 16 nm vorstellen, außerdem gehen die Chipentwickler davon aus, dass sich die Nachfrage nach GDDR5X-Speicher signifikant vergrößert. Ende des Jahres, möglicherweise auch erst Anfang 2018, sei schließlich die Veröffentlichung von GDDR6-Speicher geplant. Samsung hatte bereits im August bekannt gegeben, dass sie GDDR6-Chips mit bis zu 16 Gbps für 2018 anvisieren.
Micron sieht überdies vor, die Strukturbreite seiner DRAM-Chips auf unter 20 nm zu verkleinern. Davon erhoffen sich die Amerikaner eine Kostensenkung von 20 Prozent pro Gigabyte. Bis zum Ende des Geschäftsjahres soll es zu einem "meaningful output" kommen.
Zusammen mit Intel prodiziert Micron dieses Jahr seine zweite 3D-Nand-Generation, bei der sich die Zahl der Layer von 32 auf 64 verdoppeln soll. Micron hebt dabei erneut seinen "CMOS under Array"-Ansatz hervor. Dabei liegen die Schaltungen der Chip-Logik flächesparend unter einer zusätzlichen Ebene. In dem Zusammenhang hat Micron einen 256-Gigabit-Die auf Grundlage eines 64-Layer-TLC-3D-NAND angekündigt, der nur 59 mm² messen soll. Micron zufolge handelt es sich dabei um den kleinsten 256-Gbit-Die der Welt. Im Vergleich zur Konkurrenz könne man 25 Prozent mehr solcher Dies aus einem Wafer holen. Der mutmaßlich vor allem für mobile Geräte gedachte Chip soll noch vor Ende des Jahres in einer größeren Stückzahl verfügbar sein.
Ab der zweiten Jahreshälfte sollen sogar schon Chips der dritten 3D-NAND-Generation vom Band laufen. Details bleiben jedoch im Dunkeln. Es ist lediglich davon die Rede, dass man die Ausbeute pro Wafer um weitere 40 Prozent verbessern kann.
Vage sind auch die Informationen zu einer völlig neuen Speichertechnik, die DRAM preislich und von der Geschwindigkeit her nahe kommen soll. Es ist derzeit nicht einmal klar, ob es sich um flüchtigen oder nicht-flüchtigen Speicher handelt.
Auch in puncto Personal weiß Micron Neuigkeiten zu berichten. Mark Durcan tritt nach 30 Jahren im Unternehmen, davon fünf als CEO, zurück. Der genau Zeitpunkt ist allerdings noch unklar. Aktuell suchen die Chipentwickler noch einem Nachfolger - gemeinsam mit Durcan, der dem Unternehmen bis dahin noch zu Verfügung steht.
Quelle:Anandtech

2: Dennoch hat er sich nicht so verkauft, wie erwartet, Überlegenheit hin oder her.
3: Wenn sie darauf setzen, das ist aber noch nicht gesagt.
4: Die Kunden müssen es nicht unbedingt kaufen, die besten Beispiele sind die Fury (X), HD 2900XT oder die GeForce 5800 Ultra.
Was bleibt ist die Erkenntnis dass die technisch bessere Lösung nicht zwangsläufig auch die wirtschaftlichere ist und das man Intel sehr wohl besiegen kann (wenn auch damals von innen heraus). RAMbus wird für immer als das Unternehmen in Erinnerung bleiben, das Intel beinahe in den Ruin getrieben hätte (und als ein Haufen Patentrolle).
Ich hoffe hier ist DRAM gemeint, nicht dass das Digital Restriction Management sich künftig auch auf meinen SSDs wiederfindet (bei TPM war ja soetwas vorgesehen).
Gerade das aktuelle Debakel mit dem HBM2 lässt mich schon vermuten, dass NV auch in Zukuft auf GDDR setzen wird. AMD hat mit HMB ja bisher nur Debakel erlebt.
Was bleibt ist die Erkenntnis dass die technisch bessere Lösung nicht zwangsläufig auch die wirtschaftlichere ist und das man Intel sehr wohl besiegen kann (wenn auch damals von innen heraus). RAMbus wird für immer als das Unternehmen in Erinnerung bleiben, das Intel beinahe in den Ruin getrieben hätte (und als ein Haufen Patentrolle).
Bis 16 Gbps hat Micron GDDR5X für fähig gehalten.
Samsung gab grob 14-16 Gbps für GDDR6 an.
Da scheinbar außer Micron niemand auf den GDDR5X Zug aufspringen möchte, wird GDDR6 vielleicht als eine leicht bessere Variante von allen Herstellern umgesetzt.