Samsung startet HBM2-Produktion: 4 GiByte pro Stapel zu Beginn
Samsung hat in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, die Massenproduktion von High-Bandwidth Memory begonnen zu haben. Übernommen wird SK Hynix' Bezeichnung HBM2: Ein Stack ist 4 GiByte groß und wird mit 256 GB/s angebunden. Eine Fiji-Grafikkarte könnte AMD so mit 16 GiByte HBM2 bringen. Spätestens Polaris-Radeons und Pascal-Geforces werden mit HBM2 erscheinen.
Im vergangenen August hat Samsung angekündigt, ab 2016 High-Bandwidth Memory produzieren zu wollen. Bisher konnte der schnelle Speicher lediglich bei SK Hynix in einer ersten Ausbaustufe ("HBM1") eingekauft werden. Nun hat Samsung bekanntgegeben, die Massenproduktion von High-Bandwidth Memory begonnen zu haben.
Dabei hat der Hersteller die Bezeichnung "HBM2" von SK Hynix übernommen und bietet entsprechende Spezifikationen. Vorerst werden vier einzelne Speicherchips mit einem Einzelvolumen von 8 Gigabit aufeinander gestapelt ("4-Hi"). Das ergibt 32 GBit beziehungsweise 4 GiByte. Ein HBM-Stack wird mit 256 GB/s angebunden, bei den typischen 1.024 Bit also mit 1.000 MHz (2 Gbps) betrieben. Ein HBM1-Stack von SK Hynic, wie sie auch auf AMDs Fiji-Radeons zum Einsatz kommen, ist auf 1 GiByte und 128 GB/s beschränkt. Eine Neuauflage der Radeon Fury X könnte (!) also mit 16 GiByte erscheinen, die ausstehende Dual-Fiji-Variante ("Fury X2") sogar mit 32 GiByte. Jeweils die Hälfte wäre mit 4-Gbit-4-Hi-Stacks möglich.
Samsung möchte die Produktion von HBM2 bis zum Jahresende kontinuierlich hochfahren, "um die erwarteten Marktzuwächse bedienen zu können". Darüber hinaus sollen weitere HBM-Produkte folgen, darunter auch Stacks mit 8 GiByte. Die dürften dann acht 8-Gbit-Chips beinhalten ("8-Hi") und keine weitere Erhöhung der Datenübertragungsrate bringen (pro Chip stehen 128 statt 256 Bit zur Verfügung). Als gesicherte Kunden gelten AMD und Nvidia für kommende Polaris- und Pascal-Grafikkarten, wenn nicht auch schon für Fiji (Informationen diesbezüglich gibt es aber noch keine).
Quelle: Samsung (Pressemitteilung)

Soweit ich weiß profitiert die Fury X z.B. durchaus noch davon das man den RAM höhertaktet, was darauf hindeutet das da noch ordentlich Potential ist. Mit GDDR5 Speicher wäre das Ding wohl vermutlich nicht fähig gewesen die GTX 980Ti zu schlagen oder ihr auch nur nahe zu kommen.
Nicht zuletzt wäre das auch ein Performance Vorteil.
Soweit ich weiß profitiert die Fury X z.B. durchaus noch davon das man den RAM höhertaktet, was darauf hindeutet das da noch ordentlich Potential ist. Mit GDDR5 Speicher wäre das Ding wohl vermutlich nicht fähig gewesen die GTX 980Ti zu schlagen oder ihr auch nur nahe zu kommen. Stattdessen hätte sie wohl endgültig die 400W Leistungsaufnahme gerissen (so ist sie mit 380W FurMark noch druntergeblieben) und wäre endgültig zum größten Flop seit der HD 2900XT geworden, dafür mit 8GB RAM.
Mit einem Stack sollen ja dann schon mal 8 GB möglich sein. Das ist nicht nur für Grafikkarten interessant, sondern vor allem auch für APUs.
Die würden massiv von HBM2 profitieren und könnten dann auch trotz dessen, recht preiswert sein. Ich verspreche mir da schon enorme Leistungssteigerungen im Vergleich zu den aktuellen APUs. Hier steckt sicherlich das größte Potential für HBM2.
Es wäre auch durchaus denkbar, künftig DDR-Speicher durch HBM direkt auf der CPU zu ersetzen. Man könnte dann z.B. verschiedene Modelle mit 8, 16, 32, 64 GB anbieten. Es würden dadurch die RAM-Slots entfallen, was wiederum Platz für andere Dinge schaffen würde oder die Boards kompakter werden ließe.
Nicht zuletzt wäre das auch ein Performance Vorteil.
Bei der Fury hat man ja leider gesehen, dass Fiji nicht sonderlich von HBM profitiert, was die Performance angeht. Da hätte man auch 8 GB GDDR5 dran hängen können, die Karten wären sicher nicht langsamer gewesen. Ich sehe Fiji samt HBM daher auch eher als Showcase dafür, was im Bezug auf den Verbrauch und Platzbedarf für Vorteile zu erwarten sind. Und die sind ja durchaus beachtlich.