DDR5-RAM: SK Hynix verschickt erste 16-GiByte-Riegel
SK Hynix hat in einer Pressemitteilung die Produktion des ersten laut eigenen Aussagen komplett JEDEC-konformen DDR5-Arbeitsspeichers bekannt gegeben. Die RDIMMs und UDIMMs sollen auf Geschwindigkeiten von 2.600 MHz (DDR5-5200) kommen und mit 1,1 Volt laufen. Relevant könnte der RAM für AMDs Zen-3-Prozessoren und Intels Ice-Lake-Nachfolger werden.
Noch ist der Arbeitsspeicherstandard DDR5 einige Zeit vom Desktop-Markt entfernt. Erwartet wird der DDR4-Nachfolger zusammen mit AMDs Zen-3-Prozessoren und Intels Ice-Lake-Nachfolger um die Jahre 2020, 2021 herum. Den Anfang dürfte der Server-Markt machen, den Intel in Zukunft priorisieren möchte und den AMD zurzeit im Fokus hat. Dort wird auch IBM mit Power10 DDR5 unterstützen. Für die Validierung neuer Plattformen bietet SK Hynix jetzt bereits den passenden RAM an, wie der Speicherhersteller im Rahmen einer Pressemitteilung verkündet hat.
16 GiByte große DDR5-Module von SK Hynix
Es handle sich um den ersten DDR5-RAM, der vollständig den Spezifikationen der JEDEC entspreche - andere Hersteller haben bereits DDR5-Module produziert, die sich jedoch an den Vorabangaben orientierten. SK Hynix verschicke laut eigenen Aussagen sowohl R- als auch UDIMMs an Partner, die in Server- beziehungsweise normalen Desktop-Mainboards zum Einsatz kommen. Die Speicherchips werden im Fertigungsprozess der aktuellen "1Y"-Klasse gefertigt und laufen mit 2.600 MHz (DDR5-5200) bei einer Spannung von 1,1 Volt. Ein Chip misst 16 Gigabit, acht Stück davon ergeben folglich einen 16 GiByte großen DDR5-UDIMM - bei RDIMMs sind wegen ECC neun notwendig. Bei DDR4 sind 8 Gigabit gängig, 16 bietet Samsung erst seit Kurzem an.
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Die Serienproduktion möchte SK Hynix ab 2020 starten, wo sich der Markt für DDR5 öffnen soll - eben mit den oben genannten Prozessoren. 2021 soll DDR5 bereits ein Viertel des gesamten DRAM-Speichermarktes ausmachen. Die Taktraten werden nach der initialen Markteinführung noch steigen. Die JEDEC hat DDR5 aktuell bis 3.200 MHz (DDR5-6400) spezifiziert.

Da wären die "Realtaktratensprünge" zur Einführung zumindest konsistenter (DDR3-1600, DDR4-2133, DDR5-2600).
Wenns wirklich anders kommt und die 5200 mit gleichen "Berechnungen" wie bei DDR4 erreicht werden UND noch das Prefetch auf 16 verdoppelt wird wäre das ein riesiger Performancesprung. In passenden Anwendungen die sehr Bandbreitenlastig sind wäre ein DDR5-5200 einem DDR4-4000 da deutlich überlegen.