DDR4 im Preisrutsch: Vom schlechten Euro-Kurs unbeeindruckt

27
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
DDR4 im Preisrutsch: Vom schlechten Euro-Kurs unbeeindruckt
Quelle: corsair.com

Die Preise für DDR4-Arbeitsspeicher fallen kontinuierlich, vor allem in den letzten Wochen gab es wieder einige Preisrutsche. Quasi als einzige PC-Komponente unterliegt man somit nicht den Auswirkungen des schlechten Euro-USD-Kurses. Davon ab winken nun die ersten DDR4-2400-Kits (4 × 4 GiByte) für unter 200 Euro.

In den vergangenen Monaten berichtete PC Games Hardware schon mehrfach über steigende Hardware-Preise, die darauf zurückzuführen sind, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verliert. Dabei sei nun eine Ausnahme genannt, welche den DDR4-Arbeitsspeicher betrifft. Dort zeigt die Preiskurve in die entgegengesetzte Richtung, sprich nach unten, womit die Hersteller und (Zwischen-)Händler der erwarteten Angleichung zwischen DDR4 und DDR3 nachkommen. Letzterer stagniert derzeit im Übrigen, geht kostentechnisch also weder nach unten noch nach oben.

Die Preissenkungen der vergangenen Wochen sind in der unten angeführten Tabelle nur bedingt sichtbar – das liegt an der aggressiven Preispolitik von Crucial. Anstatt besonders gute Latenzen für die jeweiligen Frequenzklassen zu bieten, geht der Hersteller schlichtweg über den Preis, um einen Kaufanreiz zu bieten. Inzwischen bietet man daher auch das erste DDR4-2400-Kit bestehend aus vier 4-GiByte-Modulen an, das für unter 200 Euro den Besitzer wechselt. Bislang hat man dafür nur DDR-2133-Vertreter bekommen. Dafür sind nun weitere Hersteller, wie Corsair, G.Skill und Teamgroup, nachgezogen, die ihre hochgezüchteten Übertakter-Module mittlerweile deutlich günstiger anbieten. 10 bis 20 Prozent Preisnachlass innerhalb der letzten vier Wochen stellen keine Seltenheit dar.

Das wiederum zeigt, dass die RAM-Preise bei der Einführung eines neuen Standards nicht allein an Wechselkurse gebunden, sondern vielmehr auf Angebot und Nachfrage zurückzuführen sind (so wie es eigentlich auch sein sollte). Das Argument, dass der Euro-Kurs im Vergleich zu asiatischen Währungen besser dasteht – dort werden schließlich ein Großteil der Speicherchips gefertigt –, gilt hier auch nicht wirklich: Crucial bietet mit komplett eigener Fertigung die günstigsten Preise an und ist in den USA ansässig.

DDR4- … Sep 14 Okt 14 Nov 14 Dez 14 Jan 15 Feb 15
4 × 4 GiByte            
2133 170 - 185 Euro 170 - 185 Euro 170 - 185 Euro 170 - 185 Euro 170 - 185 Euro 175 - 180 Euro
2800 315 - 320 Euro 270 - 275 Euro 265 - 270 Euro 255 - 265 Euro 250 - 260 Euro 225 - 235 Euro
3000 - - 330 - 335 Euro 240 - 250 Euro 245 - 250 Euro 240 - 250 Euro
4 × 8 GiByte            
2133 440 - 450 Euro 345 - 365 Euro 345 - 365 Euro 345 - 365 Euro 345 - 365 Euro 355 - 410 Euro
2800 - - 570 - 590 Euro 480 - 495 Euro 480 - 495 Euro 470 - 475 Euro
3000 - - 650 - 670 Euro 495 - 505 Euro 490 - 505 Euro 480 - 500 Euro

Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 16GB, DDR4-2800, CL16-18-18-36

27
    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von S754 Volt-Modder(in)
        Zitat von RavionHD
        Habe ich in Spiel XY mit DDR4 Ram wirklich mehr Frames als noch unter DDR3?
        Nicht wirklich, es sei denn es handelt sich um ein System mit einer APU. Die Neuerungen von DDR 4 sind wirklich nicht der Wahnsinn. Da war der Sprung von DDR 2 auf 3 deutlich größer.
      • Von S754 Volt-Modder(in)
        Zitat von RavionHD
        Habe ich in Spiel XY mit DDR4 Ram wirklich mehr Frames als noch unter DDR3?
        Nicht wirklich, es sei denn es handelt sich um ein System mit einer APU. Die Neuerungen von DDR 4 sind wirklich nicht der Wahnsinn. Da war der Sprung von DDR 2 auf 3 deutlich größer.
      • Von maCque Freizeitschrauber(in)
        Das Problem ist glaube ich, dass die Spiele eher vom Taktboost profitieren und der RAM dementsprechend darauf ausgelegt wurde. Irgendwie kommt mir der Entwicklungssprung von DDR 4 auch kleiner vor als die vorherigen Sprünge, oder täuscht das bloß?
      • Von Felgenfuzzi Software-Overclocker(in)
        Zitat von maCque
        Wieso sind denn die Timings eigentlich nun durch die Bank weg hoch, geht da in Zukunft noch was oder sind bei DDR4 die Timings nicht mehr so wichtig?
        Das habe ich mich auch schon gefragt.
        Klingt im Vergleich zu den von mir gewohnten Timings von 5-5-5-12 u.ä. echt langsam.

        Aber scheint durch die bessere Anbindung seit dem Sockel 775 nicht mehr wirklich ins Gewicht zu fallen.

        Meiner läuft mit 6-6-6-18, anders ging es nicht 100% stabil mit Vollbestückung und OC. Spürbar - wenn auch minimal messbar - anders ist das bei meinem Einsatzgebiet nicht.

        Habe daher für mein nächstes System auch schon überlegt, ob ich mir den Aufpreis für niedrigere Latenzen dieses mal sparen sollte.
      • Von Mr__47 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Dan23
        Also wenn dein Mobo es mitmacht würde ich auf nen Xeon X5650 aufrüsten (ich hatte 90 Euro inkl. Porto und Zoll aus den USA bezahlt, inzwischen sogar noch günstiger bei ebay zu haben). Hab ich auch von nem 920 gemacht. Mehr Leistung (6-Core) bei gleichem Stromverbrauch und oc'ed auf 3,8 GHz.
        Habe auch damals günstig 24 GB DDR3 1600er für 110 Euro geholt, deswegen ist DDR4 und X99 nicht so wirklich spannend für mich.
        Aber die Gier auf ne neue Plattform ist schon irgendwie da.
        Hört sich interessant an, da werde ich mal drauf achten, vielen Dank für den Tipp!
      • Von RavionHD Kokü-Junkie (m/w)
        Zu teuer wird es schon nicht sein, die wollen die Dinger ja auch noch verkaufen.
        Aber mal ernsthaft:

        Habe ich in Spiel XY mit DDR4 Ram wirklich mehr Frames als noch unter DDR3?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk