Adata mit ersten DDR4-Preisen: 4 und 8 GiB für 70 bzw. 140 Euro - erste Crucial-Preise für Kits
Der taiwanische Speicherhersteller Adata hat in einer Pressemitteilung seine ersten Preise für DDR4-Arbeisspeicher angekündigt. Demnach soll ein 4-GiByte-Modul (DDR4-2133) 70 Euro kosten, die doppelte Kapazität schlägt sich eins zu eins auf den Preis nieder. Kostenpunkte für Kits, wie sie auch auf den Bildern zu sehen sind, nannte man noch nicht.
Nachdem unter anderem Adata seinen DDR4-Arbeitsspeicher auf der diesjährigen Computex ausgestellt hat, nennt der Hersteller nun seine offiziellen Preisempfehlungen. Die ersten Module mit einer Kapazität von 4 beziehungsweise 8 GiByte sollen für 70 und 140 Euro die virtuelle Ladentheke wechseln. Bei den Spezifikationen zeigt sich der Hersteller noch spartanisch, sodass lediglich die Frequenz in Höhe von 1.067 MHz (DDR4-2133) bei einer Betriebsspannung von 1,2 Volt angegeben wird. Die Latenzen verbleiben hingegen noch unbekannt.
Die Kits bestehend aus zwei Modulen sollten derweil weniger als zwei Einzelriegel kosten, womit sich die Preise in etwa mit jenen aus Asien decken. 16 GiByte DDR4-2133-Arbeitsspeicher kosten in Japan beispielsweise 260 Euro. Die Markteinführung von Adatas RAM sowie von anderen Herstellern dürfte in naher Zukunft stattfinden, immerhin steht mit Intels Haswell-E die erste DDR4-Plattform in den Startlöchern, die voraussichtlich ab September erhältlich sein wird.
Von Crucial gibt es die ersten Endkundenpreise für DDR4-2133 bis DDR4-3000 bei Overclockers UK in unserem Preisvergleich. Auch wenn diese vermutlich noch nicht den Marktpreisen zum Verkaufsstart entsprechen dürften, ist ein (deutlicher) Aufpreis gegenüber DDR3 wohl kaum zu vermeiden. Das günstigste Kit mit 4x4 GiB DDR4-2133 kostet demnach aktuell rund 214 Euro, DDR4-2400 liegt bei 227 Euro. Mit 416 Euro fast doppelt so teuer wird DDR4-3000 gehandelt. Die Kits mit 4 x 8 GiB sind meist etwas billiger pro GiByte, nur das 32-GiB-Kit mit DDR4-3000 liegt mit 840 Euro darüber.
Abseits des für Endkunden üblichen UDIMM-RAMs (Unregistered) lässt sich in unserem Preisvergleich seit geraumer Zeit auch RDIMM-RAM (Registered) finden, der vorwiegend bei Servern und Workstations zum Einsatz kommt. Einige Module beziehungsweise Kits sind bereits lieferbar und zeigen, wo die Reise kostentechnisch hingeht: Teilweise liegen die Preise bei unter 11 Euro pro GiByte, sodass 16 GiByte für 172 Euro erhältlich sind - wenn auch im Single-Channel. Die Endkunden-Kits dürften also auch schnell im Preis fallen.
Quelle: Adata (Pressemitteilung, Produktseite)
Lese-Tipp: Vorschau auf DDR4-RAM: Unterschiede gegenüber DDR3 und Technik erklärt

Ja hoffentlich bringt AMD bald eine APU mit DDR4 Interface. Das dürfte den Grafikkernen ordentlich Beine machen.
DDR4 3000 CL15 ist das einzige was halbwegs vernünftig klingt aber beim Preis wäre ich fast vom Stuhl gefallen
da ich eh schon Quadchannel besitze hab ich gar keinen Vorteil mehr also müssen 2133er CL8 oder CL9 her, 2400er mindestens CL10 aber 3000er CL15 gehen schon in die richtige Richtung.
Extra wegen dem neuen Speicher würde ich aber nicht aufrüsten, wenn man bedenkt was damit alles einhergeht.
Was hier wahrscheinlich wichtig ist, ist das "von Neumann Prinzip".
Befehle, die die CPU ausführen soll, werden vom Speichercontroller aus dem RAM an die CPU weitergeleitet.
Der Flaschenhals, der eventuell bisher durch den RAM verursacht wird,
wird durch "DDR 4" wahrscheinlich etwas ausgeglichen.
Damit werden eventuell "Nachladeruckler" oder "Latenzen" etwas ausgeglichen,
aber CPU und GPU machen noch den meisten Leistungsanteil aus im Bereich Gaming
Alles schön und gut, aber: um dicke FPS-Steigerungen zu erhalten sind CPU und GPU immer noch erste Anlaufstelle, oder?