Project Cars: Technik-Test der Steam-Version 804 mit neuen Benchmarks [Special der Woche]
Das von einer engagierten Community mitfinanzierte Rennspiel Project Cars macht seit seiner Ankündigung immer wieder mit Screenshots und Videos der außergewöhlich detaillierten Fahrzeugmodelle von sich reden. Und auch unter spielerischen Aspekten wird der Titel mit Spannung erwartet, auf dem PC gibt es nicht viele Rennspiele mit Simulationscharakter. Wir werfen einen Blick auf den aktuellen Zustand der Steam-Version.
Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.
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Quelle: Slightly Mad
Project Cars Aufmacher
Bereits im Februar 2014 hatten wir uns einen Eindruck der Pre-Alpha-Version 635 des Community-unterstützten Rennspiels Project Cars verschafft (Project C.A.R.S - die Abkürzung bedeutet: Community Assisted Racing Simulator). Schon damals haben uns einige Aspekte der Technik und besonders die Wagenmodelle nachhaltig beeindrucken können, doch eine Vielzahl an Features, die Fahrphysik, Strecken und KI waren entweder noch sehr unfertig oder noch gar nicht richtig implementiert, zudem nervte das Spiel mit unzähligen Abstürzen. Nun, wo steht Project Cars etwa drei Monate vor dem geplanten Release?
Project Cars - Optik, Fahrphysik und Sound
Beginnen wir mit den größten Stärken von Project Cars: Technisch macht der Titel einen deutlich besseren Eindruck als noch Anfang des Jahres. Die Grafik hat einen Sprung machen können, ein großer Teil der Strecken wurde aufgewertet, viele der matschigen Texturen wurden durch hochauflösendere Exemplare ersetzt. Dazu kommt eine verbesserte Beleuchtung und deutlich hübschere Wettereffekte wie etwa der schicke Regen. Auch die Fahrzeuge fügen sich nun besser in die Umgebungsgrafik ein, stellenweise sind Wiederholungen mit passenden Kamerawinkeln kaum noch von einer Fernsehübertragung zu unterscheiden. Was natürlich auch zu nicht unerheblichen Teilen den Fahrzeugmodellen zu verdanken ist. Diese kommen dank Optikfeinschliff nicht nur wesentlich besser zur Geltung als noch in früheren Versionen, sie fahren sich auch wesentlich besser.
Das liegt natürlich an der deutlich besseren Fahrphysik, aber auch an den verbesserten Strecken - diese enthalten nun auch fahrerisch bedeutsame Bestandteile wie kleinere Bodenwellen. In Kombination mit der nun authentischeren Fahrphysik müssen diese Feinheiten beim Feilen an den Rundenzeiten mit in Betracht gezogen werden, will man nicht dilettantisch beim Überholen eines Gegners auf der Kurveninnenseite im kritischen Moment den Kontakt mit der Stecke verlieren und in die Botanik rauschen. Generell wirkt das Handling der schicken Flitzer deutlich ausgereifter und glaubhafter, seltsames Verhalten beim Fahren über die Curbs oder beim Touchieren der Gegner gibt es nur noch verhältnismäßig selten. Auch die Steuerung macht einen besseren Eindruck als noch im Frühjahr, sowohl Pad als auch Lenkrad geben ein gutes Feedback. Auch wenn die Force-Feedback-Effekte wohl noch nicht final sind: Es macht einen Heidenspaß, die Karossen mit dem Lenkrad über die Piste zu scheuchen - und es ist Schwerstarbeit. Besonders auf Profi-Einstellungen braucht es schon eine ganze Weile, bevor man die Fahrzeuge unfallfrei über die Strecke bugsieren kann.
Bei unserem letzten Technik-Check von Project Cars stieß uns noch die Gegner-KI sehr negativ auf - auch dieses Problem wurde in Angriff genommen. Die KI-Kontrahenten schaffen es nun in den meisten Fällen ohne Massenkarambolagen vom Start bis ins Ziel, kleinere Rempler und einzelne Unfälle sind allerdings immer noch häufig. Außerdem fahren die Gegner immer noch ziemlich stur Idealline, zumindest auf dem von uns getesteten mittleren Schwierigkeitsgrad. So ließen sie sich gerade in Kurven, wenn auf der Idealline aufgrund abbremsender Vordermänner Stau entstand, meist recht locker auf der Kurveninnenseite beim Anbremsen oder beim anschließenden Wechsel der Spur auf der Außenseite beim Herausbeschleunigen überholen. Insgesamt jedoch wirkte die KI durchaus brauchbar.
Project Cars - Die Benchmarks
Soviel zu den Verbesserungen - wie steht's um die Performance? Der von uns verwendete Benchmark startet auf der Strecke "Belgian Forest", wir haben zusätzlich Regen im Wettermenü ausgewählt und 16 KI-Fahrer hinzugefügt. Wir nehmen außerdem den letzten Platz im Feld ein, um mit der Berechnung des Feldes für zusätzliche Last zu sorgen und starten unseren 20-sekündigen Benchmark auf der Startgeraden. Schnell wird dabei ersichtlich, dass neben der Grafikkarte vor allem die CPU limitiert, ganz besonders ist dies mit AMD-Grafikkarten der Fall: Während die GTX 780 Ti erst bei 60 Fps vom Prozessor ausgebremst wird, läuft die R9 290X schon bei knapp über 30 Fps in eine für sie nicht überwindbare Mauer. Dies ist leicht daraus ersichtlich, dass die Radeon in 720p kaum höhere Frameraten liefern kann als in 1080p mit zusätzlichem Downsampling.
Während die Nvidia-Grafikkarten eine für die Optik angebrachte Leistung erbringen, ist zumindest für schnellere AMD-GPUs das schlechte Abschneiden problematisch. Nur rund 30 Fps mit einer High-End-GPU in 1080p ist wiederum viel zu wenig Leistung für die Grafik von Project Cars. Dieses Phänomen ist dabei stark streckenabhängig, auf einigen anderen Pisten erreicht die R9 290X Frameraten von deutlich über 50. Dass die CPU-Last streckenabhängig so schwankt, verwundert etwas, vielleicht gibt es bei den betreffenden Strecken noch überflüssige oder nicht-optimierte Berechnungen, die den Overhead erhöhen - AMD-GPUs fielen in letzter Zeit öfter mit einer Anfälligkeit zum Datenstau und damit dem Ausbremsen der CPU negativ ins Auge. Hoffentlich kann bis zum Erscheinen diese Problematik durch Optimierungsarbeit und Treiberanpassungen noch beseitigt oder zumindest entschärft werden. Auf der PS4 macht Project Cars immerhin auch einen anständigen Eindruck, die zusätzliche Power der stärkeren Radeon-Grafikkarten sollte beim PC nicht wirkungslos verpuffen.
Die schlechte Performance mit AMD-Grafikkarten ist nicht das einzige Problem, das Entwickler Slightly Mad noch angehen sollte. Extrem ärgerlich sind noch immer gehäufte Abstürze, die in unserem Fall wohl auch Spieldateien in Mitleidenschaft zogen und zwei Mal eine Neuinstallation (beziehungsweise beim zweiten Mal ein Umkopieren der wohlweislich gesicherten Dateien) nötig machten. Diese Abstürze geschahen nach einem während unseres Tests nicht nachvollziehbaren oder reproduzierbaren Muster und sind für eine fertige Retail-Version unakzeptabel. Neben diesem dringend zu korrigierenden Faktor gibt es außerdem noch eine Vielzahl Kleinigkeiten und Bugs wie etwa der in einigen Perspektiven durch die Windschutzscheibe dringende Regen zu korrigieren und noch unfertige Strecken oder fehlende Inhalte wie Menüs müssen noch ergänzt werden. Bis zum Release sind noch rund zwei Monate Zeit dafür.
Project Cars - Auf dem richtigen Weg
Seit unserem letzten Test hat sich Project Cars vielversprechend entwickelt. Zwar gibt es immer noch eine Vielzahl an kleineren und größeren Problemen, doch noch hat der Entwickler etwas Zeit, diese in Angriff zu nehmen. Die Entwicklung im letzten halben Jahr lässt hoffen, dass Slightly Mad ein sehr gutes Rennspiel abliefern kann, wenn sie weiter konsequent an dem Rennspiel arbeiten. Ein wenig Sorge bleibt allerdings, hoffentlich ist das Erscheinungsdatum nicht zu früh gewählt.

Was für ein System hast du denn, ist es übertaktet ?
Mein PC ist nicht übertaktet und die Sachen sind verbaut.
ein
AMD FX Series FX-6350 6x 3.90GHz So.AM3+ BOX ( Zalman CNPS14X CPU-Kühler)
Sapphire AMD Radeon R9 280X VAPOR-X OC (3072 MB) (mit 2 Lüfter)
Arbeitsspeicher G.Skill 2X4Gb
der Kühler ist etwas groß
@Matlock
Was für ein System hast du denn, ist es übertaktet ?