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  • Logitech G920 Driving Force im Test: Würdiger Nachfolger des G27?

    Besitzer der Playstation-Konsolen können schon länger mit dem nur für die PS3/4-Plattform angebotenen Logitech-G27-Nachfolger G29 Driving Force am virtuellen Rennsport teilnehmen. Racing-Fans mit einem PC oder der Xbox One mussten auf ihre Version der Lenkrad-Pedal-Kombi, das Logitech G920 Driving Force, etwas länger warten. Mittlerweile ist ein Muster in der Redaktion eingetroffen, das sein Können im Test mit Project Cars beweisen muss.

    Egal ob sie bei einen Rennspiel mit moderatem Simulationsgrad wie Project Cars oder einer Racing-Simulation wie Assetto Corsa virtuelle Polygon-Boliden über die Pixelpiste pilotieren, echtes Fahrgefühl kommt nur mit einer hochwertigen Lenkrad-Pedal-Kombination auf. Der Markt für diese Art der Steuerhilfe ist allerdings überschaubar. Neben günstigen Modellen um die 100 Euro und Profi-Geräten für den virtuellen Rennsport wie Fanatecs-Clubsport-Peripherie (Wheelbase V2/Pedals V3/Lenkrad BMW M3 GT2, Gesamtpreis ca., 1.400 Euro) gibt es im Einsteigerbereich zwischen 200 und 500 Euro eigentlich nur das Thrustmaster T500 RS (ca. 400 Euro/PCGH-Wertung: 1,40) sowie das Logitech G27 Racing Wheel.

    Mittlerweile hat Logitech das von uns in der PCGH 10/14 mit einer Note von 1,50 getestete G27 (Spar-Tipp) leider auslaufen lassen und präsentiert mit dem seit Kurzem erhältlichen G920 Driving Force den offiziellen Nachfolger. Der kann zusätzlich auch an der Xbox One genutzt werden und soll ein verbessertes Bremspedal bieten, das jetzt nicht mehr linear reagiert. Mit Ausnahme der vor allem für die Xbox One konzipierten Button-Ausstattung und der fehlenden Schaltungseinheit, die optional für ca. 55 Euro zugekauft werden muss, hat sich beim G920 Driving Force im direkten Vergleich mit dem G27 Racing Wheel wenig geändert. Serviert uns der Schweizer Eingabegerätespezialist hier etwa nur alten Wein in neuen Schläuchen oder einen würdigen Nachfolger mit eher subtilen Verbesserungen, die den gestiegenen Preis wirklich rechtfertigen? Diese Frage wollen wir mit dem folgenden Test klären.

    Logitech G920: Ausstattung - Lenkrad mit konsolenkonformer Knopfbestückung

          

    Logitech G920 Driving Force: ein würdiger Nachfolger des G27? (1)Logitech G920 Driving Force: ein würdiger Nachfolger des G27? (1)Quelle: PC Games HardwareMit vier schräg rechts oberhalb der Mittelachse positionierten anlogen Knöpfen sowie fünf auf dem aus eloxiertem Aluminium gefertigten Radspeicher verteilten Mikroschalter-Buttons verfügt das Logitech G920 Driving Force über neun und damit fünf Zusatztasten weniger als das G27. Dafür befindet sich das D-Pad beim G920 nun schräg links von der Lenkradmitte, da Logitech die Einheit mit dem H-Schaltknüppel nicht mehr mitliefert und auf den für ca. 55 Euro erhältlichen Logitech Driving Force Shifter auch keine Zusatzknöpfe mehr verbaut. Dazu kommt, dass Logitech beim G920 anders als beim G27 oder dem nur an den neueren Playstation-Konsolen einsetzbaren G29 auch auf die Drehzahl- und Schalt-LEDs verzichtet. Die beiden mit Mikroschaltern bestückten Schaltwippen (gestanztes Metall) des G27 sowie das mit Glattleder bezogene Volant mit 28 cm Durchmesser sind dagegen am G920 Driving Force wiederzufinden. Allerdings ist der Lenkkranz hier an der unteren Seite nicht rund, sondern, wie für ein Rennsportlenkrad üblich, gerade.

    Beim Befestigungsmechanismus für die Basis der Lenkeinheit greift Logitech dann wieder auf die bewährte und einfach zu bedienende Lösung des G27 zurück. Letzteres gilt auch für die Technik im Inneren des Logitech G920. Für die Force-Feedback-Kräfte und Vibrationen des Lenkrads sind zwei Motoren verantwortlich, die anders als beispielsweise bei Fanatecs Clubsport Wheelbase V2 oder der Basisstation des Thrustmaster T500 RS mit Zahnrad- und nicht Riementechnik arbeiten. Alle Extra-Knöpfe tragen übrigens die Bezeichnung ihrer Pendants am Xbox One Controller. Das zeigt, dass Logitech bei der Entwicklung des G920 Driving Force den Fokus auf die Nutzung an Microsofts aktueller Spielekonsole gelegt hat.

    Logitech G920 Driving Force im Detail

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    Logitech G920: Eigenschaften - Ergonomisches Steuerrad, aber wenig Pedalmodifikation

          

    Mit Ausnahme der geänderten Farbe bei den Pedalführungen und der nun nicht mehr linearen Reaktion der Bremse ist bei der Pedaleinheit alles beim alten geblieben. Wie beim G27 lässt sich zwar der Abstand zwischen den Pedalplatten verändern; das bietet sich vor allem dann an, wenn man mit vorne breit ausfallenden Schuhen das Brems- und Kupplungspedal versehentlich gleichzeitig auslöst. In der vertikalen Position lassen sich die Pedale respektive deren Edelstahlplatten nicht verschieben und die Neigung ist ebenfalls nicht verstellbar. Letztgenanntes ist auch nicht zwingend notwendig, denn der Neigungswinkel geht in Ordnung. Virtuellen Rennfahrern mit Schuhgröße 44 und höher steht ein großzügig dimensionierter Ablagebereich für die Hacke zur Verfügung, sodass die Füße nicht zu steil auf die Pedale gestellt werden müssen.

    Logitech G920 Driving Force: Pedalerie im Detail

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    Logitech G920 Driving Force: ein würdiger Nachfolger des G27? (9)Logitech G920 Driving Force: ein würdiger Nachfolger des G27? (9)Quelle: PC Games HardwareWie es sich für eine auch im Rennsimulationsbereich nutzbare Pedalerie gehört, variiert die Auslösekraft der drei Pedale je nach Funktion. Den härtesten Widerstand liefert das Bremspedal, was sowohl scharfes direktes, als auch indirektes Bremsen ermöglicht, bei den man die Bremse nur sehr behutsam betätigz, damit der Pixelbolide bei abgeschalteten Fahrhilfen nicht ausbricht. Die Kupplung tritt sich da deutlich leichter und der Pedalweg ist länger. Der typische Schleifpunkt wird jedoch nur vage vermittelt, der ist beispielsweise bei Fanatecs Clubsport-V3-Pedalerie viel deutlicher zu spüren. Der Widerstand des Gaspedals ist jedoch gut austariert. Man braucht zwar wenig Druck, freut sich beim sehr feinen Dosieren des Gases aber darüber, dass sich die Pedale dank eines geringen Restwiderstands trotzdem kaum nach vorn bewegen, wenn man den Fuß auf dem Pedal lässt, um beim Herausbeschleunigen aus der Kurve schnell wieder Vollgas geben zu können. Wie beim G27 ist auch die Pedalerie des G920 Driving Force mit einer Teppichkralle bestückt (siehe Slider-Bild unten). Die sorgt effektiv dafür, dass die auf dem Teppich platzierte Einheit auch bei sehr heftigen und hektischen Pedalbetätigungen nicht ins Rutschen kommt. Für den Einsatz auf Parket oder Laminat ist die Unterseite zusätzlich mit acht Gumminoppen bestückt. Die fixieren zwar nicht ganz so gut wie die mit vielen kleinen Spitzen bestückte Kralle, bekommen aber Unterstützung dadurch, dass die Hacke die Fußablage der Konstruktion nach unten drückt.

    Logitech G920 Driving Force: Teppichkralle im Detail

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    Logitech G920 Driving Force: ein würdiger Nachfolger des G27? (7)Logitech G920 Driving Force: ein würdiger Nachfolger des G27? (7)Quelle: PC Games HardwareUm die Basis mit dem Lenkrad am Tisch zu fixieren, verfügt das Logitech G920 wie der Vorgänger über eine Tischklemme, die ihren Dienst optimal verrichtet. Einmal per Drehmechanismus festgezogen, hält sie auch sehr kräftigen und abrupten Lenkbewegungen stand. Die Anschlusskabel verschwinden übrigens in vier Schächten, die am unteren vorderen Ende der Basis angebracht sind. Obwohl das Lenkrad mit seinem Durchmesser von 28 cm einen Tick zu klein geraten ist, gibt es an seiner Ergonomie nichts zu beanstanden. Der Lederbezug sowie der leicht ovale Querschnitt garantieren ein sehr gute Griffigkeit sowie Ergonomie und zwei spezielle Aussparungen für die Daumen sorgen dafür, dass das Volant auch bei der Betätigung der leicht erreichbaren Schaltwippen sehr kontrollierbar bleibt. Dabei lassen sich die mit Mikroschaltern versehenen Wippen zum Schalten leichtgängig betätigen, lösen aber etwas zu spät aus.

    10:37
    Logitech G920 Driving Force im Testvideo

    Logitech G920: Leistung - Alles unter Kontrolle auf der Pixelpiste

          

    Wie schlägt sich das G920 im praktischen Einsatz? Um das zu testen, wollen wir sowohl bei Assetto Corsa als auch Project Cars ein paar Runden mit einem sehr schnellen und schwierig zu steuernden PS-Boliden drehen. Um dabei die genaue Reaktion des Lenkrads sowie der Pedale bestimmen zu können, verzichten wir beim Pilotieren auf jegliche Fahr-, Lenk- und Bremshilfen, da sich nur so ein wirklichkeitsnahe Simulation und damit ein annähernd realistisches Fahrerlebnis einstellt. Obwohl für beide Spiele in der einfach zu bedienenden Logitech Gaming Software ein Profil existiert und das G920 Driving Force sowohl von Project Cars als auch Assetto Corsa erkannt wird und auch kalibrierbar ist, versagen bei der Rennsim Assetto Corsa das Force Feedback sowie die Vibration. Von daher beschränken wir uns bei unseren Testfahrten auf das auch für die Xbox One verfügbare Project Cars.

    Hier liefert das G920 allerdings dann eine gut bis sehr gute Performance ab und man bekommt den Eindruck, dass Logitech die Neuauflage der Lenkrad-Pedal-Kombi gerade mit Hinblick auf das auch für die Xbox One angebotene Spiel hin konzipiert hat. Das durch die beiden Motoren produzierte Force Feedback fällt gut bis sehr gut aus und lässt den Piloten das Ausbrechen des virtuellen Rennfahrzeugs genauso spüren wie die Fliehkräfte auf den zahlreichen Kurven der Nordschleife. In direkten Vergleich ist die Force-Feedback-Kraft bei Logitechs G920 Driving Force aber nicht so stark wie die von Fanatecs Wheelbase V2 oder dem Thrustmaster T500R. Die Vibration, die beispielsweise beim Überfahren der Curbs, bei Verbremsern oder beim Touchieren von Leitplanken zu spüren ist, fällt nicht übertrieben aus. Das Lenkrad reagiert sehr gut - auch bei sehr schnellen Lenkbewegungen, mit denen das Ausbrechen des Autos durch starkes Gegenlenken verhindert werden soll. Das Gaspedal lässt sich gut dosieren und reagiert direkt. Das untermauert die Tatsache, dass unser heckgetriebener Pixelbolide bei Vollgas oder beim Gasgeben in Kurven ohne Fahrhilfen sofort wegrutscht. Auch das nun nicht mehr linear reagierende Bremspedal gefällt uns, denn es vermittelt eine fast realistische Bremsleistung. Summa summarum: Für ein Rennspiel mit mittelhohem Simulationsgrad ist das G920 Driving Force auf jeden Fall ein geeignetes und empfehlenswertes Eingabegerät.

    Logitech G920: Testfazit und Testtabelle

          

    Um es abschließend auf den Punkt zu bringen, kann man sagen, dass Logitech mit den G920 Driving Force sehr wenig falsch macht, aber auch sehr wenig Neues präsentiert. Das Tastenlayout im Xbox-One-Controller-Design zeigt, dass man mit dem Eingabegerät ganz klar auch den Spieler an dieser Plattform und damit eher den Fan von Spielen mit einem mittleren Simulationsgrad, als den Rennsim-Profi im Visier hat. Für Assetto-Corsa-Fans beispielsweise bleibt Fanatecs deutlich teurere, aber in allen Testdisziplinen noch ein klein wenig bessere Clubsport-Peripherie die bessere Wahl. Dass Logitech mit dem G920 Driving Force aber eine vor allem für den Einstieg in die Welt der Racing Sims durchaus geeignetes Eingabegerät abliefert, zeigt die Wertung von 1,58. Obwohl der Preis mit ca. 330 Euro deutlich höher als beim G27 ausfällt, bleibt auch das G920 Driving Force noch ein Spar-Tipp.

    PCGH-Wertung
    1,58
    Leserwertung:
     
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    ModelG920 Driving Force
    Hersteller/WebseiteLogitech/www.logitech.de
    Preis/Preis-Leistungs-Verhältnisca. € 330,-/gut
    PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1279252
    Austattung:1,64
    Durchmesser/Beschichtung/Lenkradmodell (bei Replik)28 cm/Glattleder/vollständig/Eigendesign
    SchaltungSchaltwippen (Schaltknüppel optional für ca. 55 Euro)
    AnschlussUSB
    Anzahl Tasten/Pedale9/3
    Zusätzliche ElementeSteuerkreuz
    Feedback-FunktionJa, zwei Motoren (Zahnradmechanismus)
    Display am Lenkrad Nein
    Lenkrad auswechselbar/Lenkbereich Nein/900 Grad
    Eigenschaften 1,30
    Ergonomie (Größe/Dicke/Haptik Lenkrad)Sehr gut
    VerarbeitungSehr gut
    BefestigungSehr gut
    Rutschfestigkeit PedaleSehr gut (Teppichkralle)
    Geräteaufbau Leicht
    Kompatibilität mit Racing-Seats/Renn-Cockpits Fanatec CLS Seat/Rennsport Cockpit V2/King Kit Gaming Speedmaster V2.0
    Drei-Achsen-UnterstützungJa
    Modifikationsmöglichkeiten PedaleJa, Seitenabstand verstellbar
    Leistung1,65
    Reaktion LenkradSehr gut
    Druckwiederstand PedaleGut bis sehr gut
    Force Feedback-Funktion/VibrationGut bis sehr gut/gut bis sehr gut
    Druckpunkte SchaltwippenGut
    Druckpunkte FunktionstastenGut
    SoftwareTreiber und Logitech Gaming Software mit voreingestellten Profilen z.B. für Project Cars oder Assetto Corsa
    Gesamtnote1,58
     + Kraftiges Force Feedback
     + Ergonomie und direkte Reaktion Lenkrad
     - Auslöseweg der Schaltwippen etwas zu lang/wenig Pedalmodifiaktionen
      • Von IJOJOI PCGHX-HWbot-Member (m/w)
        Zitat von e_r_n_i_e
        Auch wenn ich dir bzgl. Recycling absolut recht gebe, aber beim Konsolensupport solltest du den schwarzen Peter nicht Logitech (oder PCARS/AC/DR), sondern Microsoft bzw. Sony zuschieben. Die bestimmen, welche Hardware unterstützt wird und welche nicht. Für ältere Lenkräder wie das G25/G27 müsste Logitech wohl eine neue Lizenz bei MS/Sony beantragen und sowas rechnet sich einfach nicht.
        Noch dazu kommt u.a. Microsoft mit schönem Marketing-Bullshit-Gefasel daher, und behauptet, die XBoxOne ist sowas von "advanced" und so "innovative", dass ältere Lenkräder technisch gar nicht fähig sind, die "unheimlich detaillierten FFB-Effekte eines XBoxOne-Games" zu verarbeiten. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Hierzu sich einfach mal dieses Video hier anschauen und sich an die Stirn fassen -> https://www.youtube.com/w...
        Auweh, da nähert sich mein Kopf sehr schnell der Tischplatte.
        Das das Leute auch noch glauben :O
      • Von e_r_n_i_e Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von IJOJOI
        Technisch ist hier ein G27 im neuen Kleid einfach recycelt worden! ....

        Ganz geschickt eingefädelt von Logitech die alten Lenkräder nicht auf den neuen Konsolen zu supporten, obwohl sie identisch sind....

        Der Preis ist durch pCars/AC/Dirt Rally zu verantworten.
        Große Namen treiben die Nachfrage, wirklich schade.
        Auch wenn ich dir bzgl. Recycling absolut recht gebe, aber beim Konsolensupport solltest du den schwarzen Peter nicht Logitech (oder PCARS/AC/DR), sondern Microsoft bzw. Sony zuschieben. Die bestimmen, welche Hardware unterstützt wird und welche nicht. Für ältere Lenkräder wie das G25/G27 müsste Logitech wohl eine neue Lizenz bei MS/Sony beantragen und sowas rechnet sich einfach nicht.
        Noch dazu kommt u.a. Microsoft mit schönem Marketing-Bullshit-Gefasel daher, und behauptet, die XBoxOne ist sowas von "advanced" und so "innovative", dass ältere Lenkräder technisch gar nicht fähig sind, die "unheimlich detaillierten FFB-Effekte eines XBoxOne-Games" zu verarbeiten. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Hierzu sich einfach mal dieses Video hier anschauen und sich an die Stirn fassen -> https://www.youtube.com/w...
      • Von ronrebell Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wie auch immer, ich will die Kompetenz des Testers nicht untergraben ... aber nach diesem Video von damals fragte ich mich, wies denn da zu nem ernsthaften/ aussagekräftigen Test kommen kann.

        Die Miserie beginnt damit, nicht einmal zu wissen wie ein Lenkrad zu kalibrieren ist ... und wenn dann noch auf ner Geraden gekurbelt und übergriffen werden muss, um ne Karre auf der Piste zu halten ... da frage ich mich dann doch was da etwa schiefgegangen sein muss.

        Aber vielleicht interpretiere ich das nur falsch,...

        https://www.youtube.com/w...

        .... war danach aber irgendwo sprachlos und musste mich fragen, welch "fundierte" Tests ich denn über die Jahre gelesen haben muss.
      • Von e_r_n_i_e Komplett-PC-Käufer(in)
        Also dieser sogenannte "Test" war mir ebenfalls viel zu unkritisch. Ich schließe mich diesbezüglich einigen meiner Vorredner an.
        Die PCGH ist in meinen Augen an diesen Test herangegangen, als hätten wir noch ca. das Jahr 2008. Doch die Zeit ist nicht stehengeblieben, denn die Lenkrad-Technik, selbst bei Consumer-Wheels, hat sich weiterentwickelt. Die unmittelbare Konkurrenz hat das erkannt. Logitech scheinbar nicht.

        Logitech hat mit ihrer Lenkrad-Serie zwar durchaus ein haltbares/langlebiges Produkt, ruht sich aber rigoros auf der damaligen G25-Technik von 2006 aus. Selbst der Nachfolger, das G27, war nur eine sehr dezente Weiterentwicklung. 6 statt 2 Buttons am Lenkrad, eine RPM-LED-Leiste und ein abgespeckter G27-Shifter (der sich nicht mehr auf sequentiellen Modus umschalten ließ). Der Rest der Technik einschließlich der Pedale war ein G25.

        Also was haben wir hier mit dem G920/G29? Nichts anderes als ein G25/G27 mit Button-Facelifting. Dazu eine simple "Bremspedal-Mod" durch eine progressive Feder. Die restliche Technik ist unverändert. Und dann läßt man den Shifter auch gleich ganz weg und vertreibt ihn als Zubehör für knapp 60€. Und was vor 8-10 Jahren durchaus noch als "kräftiges Force Feedback" zu bewerten war, ist heutzutage (auch in diesem Preissegment) nicht mehr Stand der Technik.

        Man wird den Eindruck nicht los, als will Logitech mit der mittlerweile antiken Technik noch etwas Geld machen, indem man versucht mit der Kompatibilität zu den aktuellen Konsolen zu punkten.
        Thrustmaster zeigt mit dem TX bzw. T300, dass man im ähnlichen Preissegment deutlich bessere Technik anbieten kann.

        Natürlich kann man das Logitech G920/G29 nicht mit beispielsweise Fanatec CSW v2 vergleichen. Das ist nochmal eine andere Liga (wenn auch nicht das Non-plus-ultra). Doch wenn man die entsprechende Zielgruppe für 400-500€ Lenkräder betrachtet, bietet Thrustmaster hier deutlich Besseres für's Geld. Leider wird das in dem PCGH-Test nicht mal ansatzweise erwähnt. Zu einem Test gehört meiner Meinung nach, dass man auch mal über den Tellerrand schaut und mit der direkten Konkurrenz wenigstens ansatzweise Vergleiche anstellt.

        Eine Gesamtnote von 1,58 im Test wäre vielleicht 2010 aufgrund der angeführten Features noch durchgegangen, aber ist 2015 leider ziemlich unglaubwürdig, wenn man die veraltete Technik hinter dem G920/G29 betrachtet.

        Und um aus persönlicher Sicht die Hauptfrage im Testartikel zu beantworten, ob das G920 ein würdiger Nachfolger ist: Nicht wirklich. Auch wenn Logitech-Lenkräder kaum kaputt zu bekommen sind und demzufolge mit Robustheit punkten, aber das "neue" Lenkrad wurde nicht mal annähernd einer notwendigen technischen Evolution unterzogen (Eine technische Revolution war sowieso nicht zu erwarten). Das G920 wäre ein gutes Lenkrad für 2010, aber nicht für 2015.


        PS: Ich möchte noch erwähnen, dass sich die vergleichbare Zielgruppe bzgl. des Preises auf die offizielle unverbindliche Preisempfehlung von Logitech von 399€ bezieht, und nicht auf diverse momentane Sonderangebote. Dass diese Angebote kommen, war zu erwarten, denn für den offiziellen Preis von 399€ kann das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nur noch als 'mangelhaft' bezeichnet werden.
      • Von stoepsel Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Roboterblut
        Wenn das Thrustmaster Gedöns halt etwas verlässlicher wäre... Ich hatte das TX was von Anfang an bei derSelbstkalibrierung gezickt hat (zucken und dann starkes vibrieren, musste mehrmals an und abgesteckt werden bis da sProblem weg war), bis es nach 3 Monaten komplett den Geist aufgegeben hat. Habe dann zur Überbrückung ein T300 geholt, das war nach 3 TAGEN komplett tot, zeigte keinerlei Funktion mehr. Habe noch einen Bekannten dessen TX auch Zicken macht. Andere scheinen unauffällig zu laufen, ist also wohl etwas Glücksspiel ein gutes zu erwischen... Mein G25 aus der ersten Serie läuft heute noch! Wenn auch extrem Laut und mit extremem Spiel in der Verzahnung...

        Das TX ist gerade bei Thrustmaster und das T300 hat mir Amazon erstattet. Ja, ich hätte das TX vermutlich direkt zurück senden sollen, aber das Fahrgefühl war beim ersten Test war einfach zu gut...

        Habe jetzt Nägel mit Knöpfen gemacht und eine Fanatec Basis und Universal Hub + ein OMP Lenkrad aus dem echten Motorsport bestellt. Die Clubsport Pedalerie habe ich schon seit 1 Monat, so eine Load-Cell Bremse ist einfach ne andere Liga als das Potentiometer Spielzeug bei Logitech/Thrustmaster... Klar hätte ich auch noch das T500 probieren können, aber das Fanatec hat mich schon immer gereizt *g*

        Was Logitech jetzt da mit den G29/G920 abzieht ist ne Bodenlose Frechheit. Steinalte Technik, teilweise sogar abgespeckt nur mit n paar anderen Knöpfchen und dann nichtmal mehr den Shifter beim Lieferumfang dabei... Nenene, das geht einfach garnicht.

        Bei Fanatec ist anscheinen auch noch ne neue Basis in Planung die dann Preislich mit Thrustmaster konkurrieren soll... da bin ich dann mal gespannt.
        Bin völlig deiner Meinung, was die Produktpolitik des G920 angeht...
        Viel zu teuer für so eine Technik, die auch noch nichtmal wirklich doll verbessert wurde.
        Da empfehle ich eher einen gebrauchten G27 -Satz... Hatte ich auch , bevor ich mir eine gebrauchte Fanatec V1 + GT2 BMW-Rim + nagelneue CSP V2 geholt habe ... Da haben die Pedalen noch 250€ gekostet! Oo

        Leider bleibt bei einem begrenztem Budget nicht viel Auswahl, was Base + Lenkrad angeht.
        Leise und preiswert sind da momentan nur die Thrustmaster-Modelle...

        Fanatec wäre mir imo viiiiel zu teuer!
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Logitech G920 Driving Force im Test: Würdiger Nachfolger des G27?
Besitzer der Playstation-Konsolen können schon länger mit dem nur für die PS3/4-Plattform angebotenen Logitech-G27-Nachfolger G29 Driving Force am virtuellen Rennsport teilnehmen. Racing-Fans mit einem PC oder der Xbox One mussten auf ihre Version der Lenkrad-Pedal-Kombi, das Logitech G920 Driving Force, etwas länger warten. Mittlerweile ist ein Muster in der Redaktion eingetroffen, das sein Können im Test mit Project Cars beweisen muss.
http://www.pcgameshardware.de/Lenkraeder-Hardware-255542/Tests/Logitech-G920-Driving-Force-Test-1180596/
20.12.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/12/Logitech_G920_Test_01-pcgh_b2teaser_169.jpg
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