Oculus Rift 2 angeblich eingestellt: Oculus VR verliert ein weiteres Kernmitglied [Update]
Oculus VR verliert ein weiteres Kernmitglied seiner Besatzung. Nach dem Abgang von Mitgründer Palmer Luckey vor etwas über einem Jahr zieht nun auch Brendan Iribe die Reißleine und macht seiner eigenen Auskunft nach eine Pause, um zu regenerieren, zu reflektieren und kreativ zu sein. Techcrunch will erfahren haben, dass die Einstellung der Rift 2 das ausschlaggebende Argument für Iribe war.
Update
Facebook hat ein offizielles Statement zur Sache veröffentlicht. Kurz zusammengefasst arbeitet Facebook an der Oculus Rift 2.0, aber es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen.
"We are planning a future version of Rift. You may remember Mark saying this at OC5: "... when we release the next version of Rift — which isn't this year — all of the content that works for Rift will also work on the next version." So while we aren't quite ready to talk about the next version of Rift, PC VR is still a category we are investing in. It's still a part of our strategy - we're continuing work across product and content and you'll see this manifest next year. Additionally, Nate continues to lead the Rift/PC team and there are no changes there."
Original-Artikel
Der nächste Gründer von Oculus VR hat das Unternehmen verlassen. Brendan Iribe geht ohne Angabe von konkreten Gründen. In einem Facebook -Posting sagt er, dass er gerne eine Pause einlegen würde, um zu regenerieren, zu reflektieren und kreativ zu sein. Es ist der zweite Abgang eines Gründungsvaters nach der Übernahme von Facebook im März 2014 für 2,3 Milliarden US-Dollar. Im März 2017 verließ bereits Palmer Luckey das Unternehmen. Von den Gründern verbleiben damit Michael Antonov und Nate Mitchell.
Über die Gründe von Iribes Abgang wird spekuliert. Anonyme Quellen sollen Techcrunch zugespielt haben, dass es grundlegend andere Ansichten zwischen Iribe und Facebook gegeben haben soll, was die Zukunft von Oculus VR angeht. Das Facebook-Management soll die Entwicklung der Oculus Rift 2 eingestellt haben, was bei Iribe auf wenig Gegenliebe gestoßen sein soll. Der war immer ein Verfechter der Weiterentwicklung auf hohem technischem Niveau und nicht dem reinen Herunterskalieren von Anforderungen wie bei Oculus Go oder Oculus Quest.
Bei Facebook wird man wohl den Rechenschieber herausgeholt haben. Mark Zuckerberg sagte bereits vor Längerem, dass man bei den Verkäufen hinter den Planungen zurückliege und das Thema auch auf absehbare Zeit kein Profitgeschäft sein werde. Indes feiert Samsung mit seinem deutlich simpleren Gear VR wirtschaftliche Erfolge.
Bei Facebook will man von einer Streichung der Oculus Rift 2 nichts wissen, bleibt aber vage. Nach dem Bericht lässt man wissen, dass die Weiterentwicklung der Version für den PC zur Roadmap gehöre. Wie die Weiterentwicklung aussehen wird, lässt man derweil offen. Bei Facebook wird man sich wohl sehr genau anschauen, welches Potenzial eine hochentwickelte PC-Version in Zukunft haben wird.
Derzeit sind Verkäufe eher schwierig. Interessenten warten auf die nächste Generation mit höherer Auflösung und möglicherweise kabelloser Übertragung, während Softwareentwickler derzeit eine zu kleine Nutzerbasis vorfinden, um große Projekte zu rechtfertigen. Die Situation erinnert ein bisschen an die Probleme von Konsolenherstellern in den Neunzigern, wo beides - Hardware und Software - sehr voneinander abhing.

Der einzige Grund, warum ich so lange darauf herumhacke ist, dass es mir in den letzten Jahren zunehmend auf den Zeiger geht, wie viele Leute sich eine fest zementierte Meinung erlauben, ohne auch nur die allergeringsten Kenntnisse zu dem jeweiligen Thema zu haben. Es scheint sogar so zu sein, dass die Meinung umso standhafter verteidigt wird, JE WENIGER Ahnung die Leute darüber haben.
Aber ganz ehrlich, so war es doch immer schon. Ich sage nur "früher war alles besser".
Leute die sich mit solchen Dingen nicht auskennen, versuchen stets diese totzuquatschen, weil sie Angst haben abgehängt zu werden.
Ich denke da besonders ans Internet, Onlineshopping, Smartphones, Computerspiele, kontaktloses Bezahlen, ... ach die Liste ist unendlich lang.
Jeden Tag setzen sich diese Dinge mehr durch und einige Leute verlieren den Anschluss mit ihrer festgefahrenen analogen Meinung.
So böse es klingt, aber die junge Generation rückt stetig nach und entscheidet selbst was sie besser findet und irgendwann sind alle Vertreter der "Old-School" nunmal weg vom Fenster.
--> Die natürliche Bremse des Fortschritts in dieser sich sehr schnell entwickelnden technologischen Welt.
Irgendwie wird jedem der die Begeisterung für dieses "magische Erlebnis" nicht mit dir teilt abgesprochen, es überhaupt "richtig" versucht zu haben. Und das ist kein Argument. Ab wie vielen Stunden darf ich meine Meinung denn haben? 200? 50000? Oder MUSS ich solange spielen bis ich auch zu der unweigerlichen Einsicht komme, dass es "überhaupt nicht wie 3D Filme ist" und "immer immersiver als nicht VR" usw.
Meine Haltung ist vielleicht egoistisch, aber ich gestehe dir gern zu, dass für dich VR unheimlich toll ist, es dir gut gefällt, und die von mir genannten Nachteile nicht ins Gewicht fallen. Eventuell kannst du aber auch einsehen, dass es mir nicht gefällt, es für mich sehr wohl Ähnlichkeiten mit 3D-Fernsehen und Shutterbrillen hat (klar ist es nicht identisch!) und ich der Meinung bin, dass ich mit einer 3D Brille, bei der ich die restliche Welt nicht mehr aus den Augenwinkeln sehen kann, mich nicht umblicken kann (außer in der VR), nicht zu jemandem umschauen kann wenn ich was gefragt werde, etc. deutlich mehr aus der Realität ausgeklinkt bin, als wenn ich auf einen Monitor schaue (du behauptest ja selbst, dass die Immersion größer ist). Und beim letzten Punkt sage ich auch ganz klar, dass man dazu stehen kann wie man will, aber so zu tun als wäre es nicht so, ist für mich dann das Ende der Diskussionsgrundlage aufgrund von Faktenverdrehung.
Eine "Mindeststundenzahl" kann man natürlich nicht nennen, aber es muss definitiv ein technisch gut umgesetztes Spiel und nicht irgend eine Messedemo gewesen sein, um sich eine Meinung aus Erfahrung erlauben zu können. Ich würde behaupten, dass z. B. ein Lone Echo keine halbe Stunde braucht, einen in seinen Bann zu ziehen. Robo Recall oder Superhot VR brauchen dazu kaum zehn Minuten. Wer solche Spiele wirklich erlebt hat und dann sagt, dass ihn das langweilt oder Unwohlsein verursacht oder sonstwie nicht sein Fall ist - alles klar, kein Problem. So jemand hat es versucht und mag es eben nicht.
Bisher scheint es aber eben so zu sein, dass ein Großteil derjenigen, die VR ablehnen, sich verhalten wie meine kleine Tochter, die mit absoluter Sicherheit weiß, dass sie keinen Broccoli mag, obwohl sie nie welchen probiert hat.
Die Sache mit der Immersion: ja, sie ist definitiv wesentlich größer als bei konventionellen Spielen. Du scheinst aber Angst zu haben, dass du dich irgendwie in der VR verlieren könntest (was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass du VR überhaupt noch nicht richtig ausprobiert hast) und das ist nach meiner Erfahrung eben nicht der Fall. Ich vergesse zu keinem Zeitpunkt, dass ich mich in Wahrheit in meinem Arbeitszimmer befinde, auch, wenn ich augenscheinlich gerade frei im All schwebe (Was nebenbei bemerkt eine Hammer-Erfahrung ist. Man fühlt sich wie Alexander Gerst beim Außenbord-Einsatz ohne den dicken Raumanzug, wobei ich natürlich gar nicht wissen kann, wie sich Alexander Gerst dabei so fühlt
Der einzige Grund, warum ich so lange darauf herumhacke ist, dass es mir in den letzten Jahren zunehmend auf den Zeiger geht, wie viele Leute sich eine fest zementierte Meinung erlauben, ohne auch nur die allergeringsten Kenntnisse zu dem jeweiligen Thema zu haben. Es scheint sogar so zu sein, dass die Meinung umso standhafter verteidigt wird, JE WENIGER Ahnung die Leute darüber haben. Wenn dann jemand anderes kommt, der sich in der Sache auskennt (oder zumindest persönliche Erfahrungen in der Sache gemacht hat), sollte man eigentlich erwarten, dass man sich auf dessen Argumente einlässt. Aber nein: stattdessen wird der eigene Standpunkt bis auf´s Blut verteidigt, egal, auf wie dünnem Eis sich die Argumente bewegen. Sofern überhaupt Argumente angeführt werden. Und da kommst du ins Spiel. Bisher hast du geschrieben, dass du VR doof findest, du glaubst, dass in Zukunft VR-Spiele konventionelle Spiele verdrängen könnten, du dich wegen der größeren Immersion sorgst und es mit 3D-Filmen vergleichst. Merkst du was? Weit und breit keine Argumente, nur Behauptungen und vage Ängste. Dünnes Eis und so...
....
Dieser Satz ist es vor allem, der mich glauben lässt, dass du keine persönliche VR-Erfahrung gemacht hast. Jedenfalls keine über ein kurzes Anspielen hinaus. Zum zehntausendsten Mal: VR-SPIELE UND 3D-FILME SIND ZWEI VOLLKOMMEN UNTERSCHIEDLICHE DINGE UND KEINESFALLS MITEINANDER VERGLEICHBAR! Meine Fresse, dieser Vergleich geht mir mittlerweile wirklich ernsthaft auf den Zeiger. Offenbar ist es unmöglich, in die Schädel der Nicht-VR-Nutzer zu bekommen, dass es sich bei VR um etwas gänzlich Eigenständiges und, zumindest in dieser Qualität, völlig Neues handelt.
Irgendwie wird jedem der die Begeisterung für dieses "magische Erlebnis" nicht mit dir teilt abgesprochen, es überhaupt "richtig" versucht zu haben. Und das ist kein Argument. Ab wie vielen Stunden darf ich meine Meinung denn haben? 200? 50000? Oder MUSS ich solange spielen bis ich auch zu der unweigerlichen Einsicht komme, dass es "überhaupt nicht wie 3D Filme ist" und "immer immersiver als nicht VR" usw.
Meine Haltung ist vielleicht egoistisch, aber ich gestehe dir gern zu, dass für dich VR unheimlich toll ist, es dir gut gefällt, und die von mir genannten Nachteile nicht ins Gewicht fallen. Eventuell kannst du aber auch einsehen, dass es mir nicht gefällt, es für mich sehr wohl Ähnlichkeiten mit 3D-Fernsehen und Shutterbrillen hat (klar ist es nicht identisch!) und ich der Meinung bin, dass ich mit einer 3D Brille, bei der ich die restliche Welt nicht mehr aus den Augenwinkeln sehen kann, mich nicht umblicken kann (außer in der VR), nicht zu jemandem umschauen kann wenn ich was gefragt werde, etc. deutlich mehr aus der Realität ausgeklinkt bin, als wenn ich auf einen Monitor schaue (du behauptest ja selbst, dass die Immersion größer ist). Und beim letzten Punkt sage ich auch ganz klar, dass man dazu stehen kann wie man will, aber so zu tun als wäre es nicht so, ist für mich dann das Ende der Diskussionsgrundlage aufgrund von Faktenverdrehung.
Da habe ich mich sicher auch zu hart ausgedrückt. Solange nicht alle AAA-Publisher und Entwickler plötzlich mehrheitlich nur noch für VR entwickeln, no problemo.
Das wird nicht passieren. Nicht jedes Genre eignet sich für VR, nicht jeder möchte (wie du) immer in VR zocken. Wenn sich VR durchsetzt (was ich persönlich sehr hoffe) wird es eine Alternative bleiben, aber sicher nicht die einzige Möglichkeit zu zocken. Oder gibt es etwa keine PCs mehr, weil sich Konsolen durchgesetzt haben? Gibt es keine Bücher mehr, weil sich Filme durchgesetzt haben? Gibt es keine Musikinstrumente und Bands mehr, weil sich elektronische Musik durchgesetzt hat? Gibt es keine Pferde mehr, weil fast jeder ein Auto/Fahrrad/Motorrad hat?
Um eines deiner Beispiele aufzugreifen: Die Auswahl an Kutschen und Pferden, die Kosten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen um meine Mobilität mit einem Pferd zu bewerkstelligen, ist deutlich schlechter als noch bevor sich Auto/Motorrad durchgesetzt haben. (Nicht, dass ich besonders an Pferden interessiert wäre).