Nvidias Quadro M5500: Die wohl schnellste Mobil-GPU der Welt
Nvidia stellte im Rahmen der GPU Technology Conference 2016 die neue Quadro M5500 vor. Mit der derzeit flinksten Mobil-GPU der Welt, die im WT72-Laptop von MSI Premiere feiert, sind selbst Virtual-Reality-Anwendungen möglich.
Am heutigen Montag startete die GPU Technology Conference 2016 in San Jose. Nvidia nutzte die Hauskonferenz, um eine neue Mobil-GPU vorzustellen: die Quadro M5500. Das neue Spitzenmodell für mobile Workstations unterscheidet sich von den Consumer-Geforce-GPUs vor allem durch zertifizierte Treiber für Industrieanwendungen und umfassenderen Support. Wer sich für weiter Unterschiede zwischen Quadro und Geforce interessiert, findet hier mehr Details.
So schnell wie eine GeForce GTX 980
Eine GPU kommt selten allein: Die erste mobile Workstation mit dem M5500-Chip kommt von MSI und hört auf den Namen WT72. Das klingt etwas sachlicher als ein Droide aus dem Star-Wars-Universum, doch deswegen ist das System nicht weniger leistungsfähig. Zur Zielgruppe gehören Designer, Ingenieure und Architekten, die damit sogar Virtual-Reality-Anwendungen fahren können. Was die technischen Daten angeht, so kommt der M5500 an eine Geforce GTX 980 für Notebooks heran: Im Herzen der GM204-GPU auf Maxwell-2-Basis ticken 2.048 CUDA-Kerne mit einer Frequenz von rund 1.140 MHz. Über einen 256 Bit breiten Speicherbus werden 8 GByte GDDR5-RAM mit einer Frequenz von 3,3 GHz angesprochen. Die daraus resultierende Bandbreite beträgt 211 GByte/s.
Virtual Reality aus dem Laptop
Die Rechenleistung des Boliden beträgt im Single-Precision-Modus 4,67 TFLOPs. Im Double-Precision-Modus - FP64 - verringert sich diese jedoch dramatisch auf 145,94 GFLOPs - die Achillesferse der Maxwell-Architektur. Im Vergleich zum Vorgänger M5000M, der nur 1.536 CUDA-Kerne aktiviert hatte, sollte der M5500 etwa 40 Prozent mehr Rechenleistung und 32 Prozent mehr Speicherbandbreite bringen - genug für selbst anspruchsvolle Arbeiten wie die Darstellung von virtuellen Welten. In der Tat lassen sich sowohl das Oculus-Rift-Headset als auch HTCs Vive problemlos an das MSI-Notebook, pardon, die mobile Workstation anschließen. So viel Rechenleistung hat allerdings auch ihren Preis: Statt der 100 Watt des Vorgängers gibt Nvidia die thermische Verlustleistung des M5500 mit 150 Watt an.
Profi-Leistung zum Profi-Preis
Aufgrund der notwendigen Kühlung ist das mächtige Gehäuse des MSI WT72 ein logischer Partner für den M5500. In ihm schlägt wahlweise Intels Xeon-E3-1505M-5-, i7-6920HQ- oder i7-6700HQ-Prozessor mit CM236-Chipsatz. Beim Speicher setzt MSI auf 32 oder 64 GByte ECC-DDR4-RAM, permanent werden die Daten auf einer Kombination aus einer 256-GByte-SSD sowie einer 1-TByte-Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Sekunde gesichert. Auf Wunsch ist das 17,3-Zoll-IPS-Display auch in einer 4K-Variante erhältlich. Eine Killer-Gaming-Netzwerkkarte vom Typ E2400 und ein Blu-ray-Brenner stecken ebenfalls im Gehäuse. So viel Leistung hat auch ihren Preis, der ebenfalls professionell zu nennen ist: Rund 5.500 bis 6.900 US-Dollar kostet das Laptop nach Angaben von MSI. Firmen, die nach Angaben von Nvidia zu den Hauptkunden von M5500-Systemen gehören, dürfte ein solcher Preis allerdings weniger schrecken als Privatkunden.

"Im Herzen der GM204-GPU auf Maxwell-2-Basis ticken 2.048 CUDA-Kerne mit einer Frequenz von rund 1.140 MHz. "
Das "rund" deutet eher auf den standard-Boost, als auf einen Basis Takt.
"Maxwell-2-Basis" bedeutet schlicht, dass der Chip der 2. Maxwell Generation angehört.
Es ist schlicht die Geschwindigkeit, die sie eigentlich erreichen kann, wenn sie nicht drosseln muss.
AMD und Nvidia haben schlicht eine andere Herangehensweise, die Taktraten anzugeben. Im Endeffekt kommt es auf's Gleiche raus - Nur dass Nvidia es als "boost" verkauft, der eigentlich keiner ist.
Es ist schlicht die Geschwindigkeit, die sie eigentlich erreichen kann, wenn sie nicht drosseln muss.
AMD und Nvidia haben schlicht eine andere Herangehensweise, die Taktraten anzugeben. Im Endeffekt kommt es auf's Gleiche raus - Nur dass Nvidia es als "boost" verkauft, der eigentlich keiner ist.
Und jetzt auch noch eine bestätigte Minimal-Taktfrequenz mit einer vollkommen unbestätigten Frequenz zu vergleichen hat so gar keinen Sinn.
Vor allem, weil Nvidia die Profi GPUs traditionellerweise immer mit geringeren Taktraten laufen lässt, als die Gaming GPUs.
Vergleich doch einfach mal die Quardo M6000 mit der passenden Titan X.
Zugegeben, die Titan X an sich ist mit 1002 MHz schon sehr niedrig getaktet und wird eher mit 1200-1400 betrieben
Du kannst auch gern die Quadro M5000 mit einer GTX 980 vergleichen - beide ein GM204 im Vollausbau, wobei die Quadro deutlich niedriger taktet (861MHz bei der Quadro vs. 1126 bei der 980).
Und nu mach mir noch einer weis, dass die mobile Quadro, die um einiges mehr kostet als eine GTX 980 und auch weitaus höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit erfüllen muss, nun höher getaktet sein soll als die Gaming Notebook GPU.