GPU-Dockingstation Razer Core: Laut Test noch eine fummelige Angelegenheit, die sich lohnt

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Razer Core: Laut Test noch eine fummelige Angelegenheit, die sich lohnt
Quelle: Razer

Von der Webseite ultrabookreview.com stammt ein ausführlicher Test zu Razers Core. Darin kann man Desktop-Grafikkarten wie GTX 1080, GTX 1070 und GTX 970 unterbringen und via Thunderbolt 3 an Notebooks anschließen. Selbst bei Razers hauseigenen Blade-Modellen ist das allerdings schon fummelig, bei Konkurrenz-Notebooks wird es noch schlimmer. Das Leistungsplus kann sich jedoch sehen lassen.

Razers Core-Gehäuse ist die einzige GPU-Dockingstation, die den Markt erreicht hat - jedenfalls in den USA (eine deutsche Produktseite gibt es noch nicht, eine Ankündigung für Europa steht aus). Dementsprechend können die US-amerikanischen Medien das Konstrukt bereits testen, so etwa bei ultrabookreview.com (via 3DCenter) geschehen. Die Webseite hat das Core zusammen mit einem Razer Blade Stealth, Dell XPS 15, MSI GS40 und einem Alienware 17 getestet. Als Grafikkarten kamen drei Geforce-Modelle in Form der GTX 1080, GTX 1070 und GTX 970 zum Einsatz. Verglichen hat man die Grafikkarten mit einem Desktop-System basierend auf einem Core i5-3570K.

Die Performance-Vergleiche sind wegen der unterschiedlichen Unterbauten natürlich nicht 100-prozentig belastbar. Im Falle von Fallout 4 zum Beispiel werden die Notebooks durch die CPU limitiert (zu sehen an der nahezu gleichbleibenden Performance beim Sprung von 1080p auf 1440p). Zudem kommen die unterschiedlichen Speicherausbauten und -geschwindigkeiten hinzu. Thunderbolt 3 nutzt für die externen Grafikkarten ein PCI-Express-3.0-x4-Protokoll mit knapp 4 GB/s - das ist nicht die Welt, kann aber je nach Streaming-System im Spiel die Fps schon mal um fünf bis zehn Prozent nach unten drücken. Durchschnittlichen kommen bei den Tests von ultrabookreview.com 70 bis 90 Prozent der Desktop-Performance im Verbund mit den Notebooks heraus - das Ziel, die Notebook-Leistung anzuheben, geht damit auf jeden Fall auf.

Problematisch wird es allerdings bei der Inbetriebnahme. Dazu hat Razer extra einen Installations-Guide verfasst, der allerdings nicht immer fehlerfrei durchgeführt werden kann. Im Test musste das Core beispielsweise vor dem Anschalten ans Notebook angeschlossen werden, weil sonst sämtliche Eingabegeräte streikten. Nach dem Aktualisieren aller Treiber und nötigen Firmwares wurde das Core immer noch nicht in 100 Prozent aller Fälle korrekt erkannt. Hier wäre ein Test einer Radeon-GPU interessant gewesen, da AMD mit Xconnect seine Treiber bereits auf die Nutzung externer Grafikkarten ausgelegt hat.

Spätestens beim Einsatz von Drittanbieter-Notebooks wird es richtig fummelig. Nötig ist nämlich eine aktuelle Thunderbolt-3-Firmware und ein UEFI mit ACPI-Erweiterungen - unter anderem beim Alienware 17 scheiterte es an diesen Anforderungen, sodass das Core nicht in Betrieb genommen werden konnte. Interessenten müssen auf Erfahrungsberichte zu spezifischen Notebooks hoffen - eine noch suboptimale Situation.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Günstiger: Es braucht nur ein mal eine große CPU und die Graka kommt schlicht in ein Midi-Gehäuse statt 500€ extra für ein Razer Core auszugeben.
        Komfortabler: Statt das Core durch die Gegend zu tragen einfach den "Gameserver" per WOL starten und los geht es.

        Bei mir hab ich einen solchen Aufbau nur irgendwann sein lassen weil das Verhältnis Server/Client 1:1 war. Nutzbar war der eigentlich prima und bei dir soll es ja mehr als ein Client sein.

        Unter Enthusiasten ist "aber ich finde die Technik dahinter halt cool" natürlich ein vollkommen legitimer Grund. Großen Anteil an meinem Schwenk in die Gegenrichtung hatte z.B. die Möglichkeit zu einem angemessenen Preis ein Aquaduct dazu zu bekommen.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Günstiger: Es braucht nur ein mal eine große CPU und die Graka kommt schlicht in ein Midi-Gehäuse statt 500€ extra für ein Razer Core auszugeben.
        Komfortabler: Statt das Core durch die Gegend zu tragen einfach den "Gameserver" per WOL starten und los geht es.

        Bei mir hab ich einen solchen Aufbau nur irgendwann sein lassen weil das Verhältnis Server/Client 1:1 war. Nutzbar war der eigentlich prima und bei dir soll es ja mehr als ein Client sein.

        Unter Enthusiasten ist "aber ich finde die Technik dahinter halt cool" natürlich ein vollkommen legitimer Grund. Großen Anteil an meinem Schwenk in die Gegenrichtung hatte z.B. die Möglichkeit zu einem angemessenen Preis ein Aquaduct dazu zu bekommen.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Olstyle
        Ich denke inHome-Streaming wäre dann doch die günstigere und gleichzeitig komfortablere Lösung.
        Du meinst von einem "starken" Main-PC die Spiele an einen Client (NUC) streamen? Wie kann das günstiger oder komfortabler sein?
        Zitat
        Dann kannst du auch "normale" NUCs nutzen statt dem überzüchteten Topmodell mit Überhitzungspotenzial.
        Überzüchtet ist ja gerade der Punkt, der Skull-Canyon als sehr leistungsfähigen NUC (und Desktop-Replacement)klassifiziert. Und "Überhitzungspotential" hat das Teil, soweit ich den Tests entnehmen konnte, nur beim benchmarken, aber nicht im normalen Altagsbetrieb.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Startegie oder andere "langsame" Spiele lassen sich zum Beispiel via Steam-Streaming überraschend gut spielen.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Ich denke inHome-Streaming wäre dann doch die günstigere und gleichzeitig komfortablere Lösung.
        Dann kannst du auch "normale" NUCs nutzen statt dem überzüchteten Topmodell mit Überhitzungspotenzial.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von emperator
        Es gibt noch das Akitiko Node für 299$.
        Danke, aber leider "Coming soon"
        Zitat von Mizaar
        @INU.ID, warum nicht einfach ein System in einem Case ala Dr. Zaber Sentry bauen, anstatt sone 2 Geräte fummelei mit NUC+eGPU?
        In erster Linie ging es mir eben um den Skull-Canyon. Wenn der meinen "Arbeitsplatz-PC" (aktuell mein Gaming-PC) ersetzt, und ich so einen auch an meinen TV im Wohnzimmer klemme (ich hab ja ursprünglich nur nach einem neuen PC fürs Wohnzimmer geschaut), dann hätte ich mit einer eGPU direkt zwei Gaming-PCs. Da ich nicht mehr der "Hardcore-Gamer" bin, wären auch die paar % FPS-Verlust durch die PCIe 4x Anbindung des Thunderbolt-Anschlusses für mich kein Problem. Und weil der Intel-NUC so herrlich klein ist, könnte ich direkt mehrere meiner Bildschirme (zb. Schlafzimmer, Herrenzimmer usw) damit ausstatten. Und mit der iGPU, die eh meistens an meinem Arbeitsplatz-PC hängen würde, wäre auch gleichzeitig jeder der NUC-Bildschirme ein potentieller Gaming-PC.

        Eine eGPU = mehrere Gaming-PCs, der Gedanke gefällt mir irgendwie. Daher würden sich auch die Kosten für das eGPU-Gehäuse relativieren, aber es geht eben auch ein Stück weit ums Prinzip. 500€ nur für ein GPU-Case, das "nervt" dann schon hart. Um mir das "schön zureden" müsste da dann schon eine 1080Ti o.ä. rein.

        Naja, mal schauen. Der Skull-Canyon ist jedenfalls schon so gut wie gekauft. Über das Thema eGPU muß ich allerdings dann doch noch mal nachdenken. Zumal man ja selbst das 500€ Razer-Core Gehäuse aktuell scheinbar nicht so einfach bekommt.
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