Externe GPU-Docks für Notebooks: AMD spricht sich für einheitlichen Standard aus
AMD könnte in Zukunft einen einheitlichen Standard für externe Grafikkarten-Docks vorantreiben, um Notebooks ohne Mühen mit einer leistungsstärkeren Desktop-GPU zu erweitern. Über Facebook hat AMDs Robert Hallock einen Teaser veröffentlicht, der weitere Informationen für die "sehr nahe" Zukunft verspricht.
Das Prinzip von GPU-Docks für Notebooks, um die tendenziell schwächere Mobile-Hardware mit einer Desktop-Grafikkarte zu erweitern, ist schon viele Jahre alt, wurde in den letzten beiden Jahren aber wieder verstärkt aufgegriffen. Ein Grund dafür: Die Schnittstellen sind gereift, sodass die GPUs nicht in Grund und Boden ausgebremst werden. Jeder Hersteller kocht allerdings noch sein eigenes Süppchen, sodass man als potenzieller Kunde schnell den Überblick verlieren kann.
MSI beispielsweise hat zwar die beste Anbindung mit 16 PCI-Express-3.0-Bahnen, nutzt aber einen komplett proprietären Anschluss. Nutzung mit einem Drittanbieter-Notebook? Keine Chance. Ebenso verhält es sich bei Dells "Grafikverstärker". Asus und Razer setzen immerhin auf offene, allerdings unterschiedliche Standards. Asus nutzt zwei USB-3.1-Verbindungen, über die ein PCI-Express-Signal geschleust wird. Die Bandbreite entspricht allerdings nur einem PCIe-Signal mit "2,25" Bahnen. Die simpelste, wenn auch nicht performanteste Lösung scheint Razer beim Core einzusetzen: Mit einer einfachen Thunderbolt-3-Verbindung wird PCIe 3.0 x4 bereitgestellt, wobei ein USB-Typ-C-Stecker als Anschluss genutzt wird.
Robert Hallock, Head of Global Technical Marketing bei AMD, hat nun genau diese Lösung in einem Bild auf Facebook und Twitter gepostet und geschrieben, dass er externe GPUs als Lösung für leichte und auf Wunsch starke Notebooks sieht. "Externe GPUs mit standardisierten Anschlüssen, Kabeln, Treibern, Plug'n'Play, Unterstützung vom Betriebssystem, etc.". Mehr Informationen soll es "sehr bald" geben. Eigene Hardware wird man wohl kaum vorstellen, vor allem wenn man ein Bild vom Razer Core zeigt. Stattdessen könnte AMD eine Software-Offensive starten und sich mit OEM-Partnern zusammentun.

Zumal die Mobilen Dualcores ja auch alle HT haben.
Thunderbolt ist praktisch PCIe, da müsste nicht viel entwickelt werden.
Ich glaub auch das die meisten ULV 2-Kerner für den Großteil der Spieler absolut ausreichend sind.
Sobald die Last von der iGPU fehlt, gibts auch den vollen Boost und die Temperaturen sind auch niedriger als iGPU+CPU.
Eine Brot und Butter GPU wie eine GTX 960 4GB wäre schon eine optimale Kombination mit so einem Dualcore.
PCIe 3.0 x4 wäre dafür auch voll OK.
Naja, eine Anbindung über Thunderbolt wäre ja schon mal ein einheitlicher Status, den es zu entwickeln gälte
gRU?; cAPS
Naja, es stimmt schon was Abductee geschrieben hat. Thunderbolt 3 ist ein Anschluss der heute schon dafür in Frage kommt. Riesen-Vorteil davon ist auch dass es kein Extra-Anschluss nur für e-GPUs ist sondern vielseitig verwendbar.
Insofern fände ich es schade wenn jetzt ein "einheitlicher" Standard angestrebt wird der nur eine Speziallösung für e-GPUs ist. Vorteil der Tunderbolt-Lösung wäre ja dass die Schnittstelle über kurz oder lang an jedem besseren Notebook sowieso dran ist. Selbst mit einem Ultrabook mit ULV-Zweikerner würde eine e-GPU meiner Meinung nach Sinn ergeben. Natürlich limitiert da die CPU ein Stück weit und eines Tages wird man mit Zweikernern keinen AAA-Titel mehr zum Laufen bekommen. Aber besser als nichts und irgendwann werden auch in leichten Notebooks 4 Kerne Standard sein. Und wenn die CPU limitiert schiebt man einfach die Regler ein bisschen weiter nach rechts
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Allerdings muss man an dieser Stelle festhalten, dass genau genommen noch gar kein Standard existiert. Im Grunde genommen kochen aktuell alle ihr eigenes Süppchen und jede Entwicklung in diesem Bereich besitzt ihren eigenen, proprietären Anschluss, den jeweils ausschließlich das eine Notebook sowie die eine eGPU-Lösung besitzen. Es hat sich also noch überhaupt kein Standard etabliert! Und unter diesem Gesichtspunkt würde ich es wirklich begrüßen, wenn überhaupt mal ein Standard existiert, der großflächig eine eGPU-Lösung für (achtung: Wunschvorstellung) alle Notebooks unter sich vereinigt. Nur mit proprietären Einzellösungen kann man so eine Marktabdeckung nämlich vergessen.
gRU?; cAPS