AMDs HD 8970M vs. Nvidias Geforce GTX 780M: Das Notebook Nexoc G730 im Test
Unser Testmodell des G730 vom Hersteller Nexoc ist mit einem mobilen Grafikchip von AMD ausgestattet, dem Radeon HD 8970M. Als CPU kommt ein Core i7-4800MQ zum Einsatz, der bis zu 3,7 GHz leistet. Wir testen, ob die AMD-Grafik den High-End-Modellen von Nvidia das Wasser reichen kann.
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Mit dem Testnotebook G730 von Nexoc hat uns ein Testexemplar erreicht, das über eine mobile AMD Radeon HD 8970M verfügt. Mit der Radeon HD 8970M will AMD zum Angriff gegen Nvidias mobiles Topprodukt Geforce GTX 780M blasen. Im Test zeigen wir, ob das gelingt. Die GPU hat mit einem Kerntakt von 900 MHz, einem Speichertakt von 2.500 MHz und einer Anbindung mit 256-Bit von den Daten her gesehen gute Karten. Auch die 4 GiByte GDDR5-Speicher sehen vielversprechend aus.
Neben dem aktuell schnellsten mobilen Grafikchip von AMD kommt in unserem Nexoc G730 außerdem ein Core i7-4800MQ zum Einsatz, der mit 2,7 GHz bis 3,7 GHz betrieben wird. Die 32 GiByte DDR3-1600 Arbeitsspeicher nutzen die vier verfügbaren Speicherbänke komplett aus, mit vier Modulen zu je 8 GiByte. Die Systempartition befindet sich auf einer SSD von Mushkin mit 256 GByte, außerdem steht ein weiteres Terabyte an Speicherplatz über eine HDD von Hitachi zur Verfügung.
Nexoc G730 im Test: Verarbeitung und Lautstärke
Das Gehäuse von Nexoc macht überwiegend einen wertigen Eindruck. Die Handballenauflage sowie die Rückseite des Displays bestehen
Quelle: PC Games Hardware
Nexoc G730 im Test: Härtetest für die mobile Radeon-GPU (1)
aus Metall. Allerdings sind die Ränder des Notebooks mit Plastikzierleisten versehen, bei denen dank der Klavierlackoptik Fingerabdrücke gut sichtbar sind und Kratzer fast vorprogrammiert wirken. Die Tastatur des G730 weißt einen sehr guten Druckpunkt. Für viele gewöhnungsbedürftig könnte sich allerdings die Tastenanordnung sein. Raute- und Plus-Taste befinden sich zwischen Return und Backspace. Das Touchpad des G730 ist relativ klein gehalten, für ein Notebook mit 17-Zoll-Display. Dementsprechend unpräzise lässt sich der Cursor dann auch durch das Touchpad bedienen. Die Scharniere des Displays sind zwar stabil, allerdings wackelt das Display etwas nach, wenn man die Position des Bildschirms ändert.
Quelle: PC Games Hardware
Nexoc G730 im Test: Härtetest für die mobile Radeon-GPU (4)
Im Soundlabor wurde die Lautstärke des Nexoc G730 analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass die Lüftersteurung noch nicht optimal arbeitet. Im Idle haben wir bereits eine Lautstärke von 1,5 Sone gemessen, ein Wert, den andere Notebooks erst unter leichter Last erreichen. Bei leichter Last dreht der Lüfter des Nexoc G730 deutlich auf. Hier sind Werte von 2,6 Sone normal. Hier muss aber darauf hingewiesen werden, dass unter leichter Last ein hochpulsen des Lüfters auf bis zu 3,9 Sone zu beobachten war. Unter Volllast wurden schließlich 6,0 Sone gemessen. Das Lüftergeräusch selbst ist dabei weniger mit einem Rauschen zu vegleichen, sondern beinhaltet auch einige hochfrequente Töne, die dem Notebook eine stetige akkustische Präsenz verschaffen. Eventuell kann hier über eine Modifikation der Lüftersteuerung, etwa über das BIOS, nachgebessert werden.
Nexoc G730 im Test: Austattung
Die Ausstattung des 17-Zöllers von Nexoc ist üppig. Die wichtigsten Hardwaredaten wurden bereits Eingangs genannt. Die Anschlussmöglichkeiten sind vielfältig. Zwar sind zwei USB-3.0-Anschlüsse und ein USB-2.0-Anschluss nicht gerade viel, können aber per Hub bei Bedarf ergänzt werden.Für den Anschluss zusätzlicher Displays stehen beim G730 ein HDMI-Anschluss, ein Displayport sowie ein Mini-Displayport zur Verfügung. Für den Anschluss von Audiogeräten stehen vier Klinkenstecker zur Verfügung. Neben den beiden Headset-Anschlüssen und einem Line-In-Anschluss gibt es auch einen S/PDIF-Anschluss für die Ausgabe des digitalen HD-7.1-Audiosignals. Darüber hinaus verfügt das Notebook über einen Firewire-Anschluss, E-SATA und einen Kartenleser. Der WLAN-Chip unterstützt den n-Standard, das Bluetooth-Modul kommt in Version 4.0.
Das Display des Nexoc kann mit 1.920 x 1.080 Pixeln Full HD wiedergeben. Das matte Display weißt keine große Spiegelung auf, auch nicht in hellen Räumen. Die Helligkeit ist mit 21 bis 212 cd/m² eher unterer Durchschnitt. Die Helligkeitsverteilung fällt für ein Notebook-Display mit 12 Prozent ebenfalls durchschnittlich aus. Die Reaktionszeit liegt in unserem Test bei 12 Millisekunden. Bei diesem Wert ist es nicht erstaunlich, dass auch Schlieren bei Bewegung am Bildschirm zu beobachten sind. Im Displayrahmen ist eine Webcam mit 2 Megapixeln Auflösung integriert. Außerdem ist im Touchpad ein Lesegerät für Fingerabdrücke vorhanden.
Nexoc G730 im Test: Spieleleistung und Benchmarks
Das Nexoc G730 mit Radeon HD 8970M hat für Spannung bei den Benchmarks gesorgt, ist es doch das erste Notebook in unserem Testlabor mit diesem Grafikchip. Besonders interessant erscheint hier der Benchmarkvergleich von Battlefield 3 mit der GTX780M. Dabei wurde festgestellt, dass die Radeon HD 8970M das Full-HD-Display nicht so schnell mit Pixeln füllen kann, wie die Geforce GTX 780M. Nvidias Highend-GPU errechnet mit einem langsameren Prozessor immer noch durchschnittlich 48,9 Fps. Unser Testnotebook schaffte hier mit schnellerem Prozessor und Radeon-GPU nur 46,1 Fps. Auch bei unserem Benchmark-Tests von Anno 1404 kann die Radeon-Grafikeinheit mit 47,6 Fps nicht schneller als Nvidias GTX 780M angesehen werden. Obwohl das Nexoc G730 mit dem schnelleren Core i7-4800MQ ausgestattet ist, errechnete beispielsweise das Erazer von Medion mit einem Core i7-4700HQ und GTX 780M 47,2 Fps, in etwa gleich viele Pixel wie das Nexoc. Dabei ist ist bei Anno insbesondere CPU-Leistung gefragt. Neben der Spieleleistung wurde auch die Akkulaufzeit getestet. Dieser hält im Spielbetrieb 78 Minuten durch. Im Dauerbetrieb wurden 181 Minuten gemessen.
Nexoc G730 im Test: Fazit
Das Nexoc G730 ist ein solides Notebook, das für circa 1.700 Euro ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Allerdings merkt man dem günstigen Preis auch einige Schwächen an. Insbesondere die Lüftersteuerung fiel beim G730 eher negativ auf. Die Radeon HD 8970M hat eine ordentliche Leistung gezeigt, kommt aber an eine Geforce GTX 780M nicht ganz heran. Die gute Verarbeitung und die sehr gute Hardware rechtfertigen den Preis.
Bildergalerie
| Produktname | G730 |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Nexoc |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. 1.700,-/gut |
| PCGH-Preisvergleich | Nicht gelistet |
| Ausstattung (20 %) | 3,18 |
| Arbeitsspeicher | 4 x 8.192 MiByte DDR3-1600 |
| Prozessor/Chipsatz | Core i7-4800MQ (2,7 GHz bis 3,7 GHz, 4 Kerne) |
| Grafikchip | AMD Radeon HD 8970M (max. 900 MHz) |
| Grafikspeicher/Anbindung | 4.096 MiByte (2.500 MHz)/256 Bit |
| Festplatte | SSD: 250 GByte, HDD: 1 TByte |
| Optisches Laufwerk | Blu-ray-Brenner |
| LCD, Spiegelung | 17,3 Zoll (1.920 x 1.080, 127,34 ppi), gering |
| Akku/Gewicht inkl. Akku | 77 Wattstunden/3,8 kg |
| Kommunikation | WLAN 801.11 b/g/n, Bluetooth, SD-Kartenleser, Webcam, Fingerabdruck-Leser |
| Eigenschaften (20 %) | 1,58 |
| Zubehör/Software | Windows 8 |
| Anschlüsse | 2 x USB 3.0, 1 x USB 2.0, 4 x Klinkenaudio, Firewire, E-SATA, Gigabit-Ethernet, Displayport, Mini-Displayport, HDMI, Kartenleser |
| Ergonomie | Fullsize-Tastatur mit gutem Druckpunkt, präzises Touchpad |
| Haptik (Verarbeitung/Stabilität, Look & Feel) | Wertiges Kunststoffgehäuse |
| Leistung (60 %) | 3,31 |
| Cinebench 11.5 (64 Bit)/x264 4.0 | 6,64 Punkte/37,7 Fps |
| Crysis Warhead 720p (kein AA/AF, 4x MSAA/16:1 AF) | 58,8 Fps, 55,4 Fps |
| Anno 1404 720p (kein AA/AF, 4x MSAA/16:1 AF) | 47,6 Fps, 46,5 Fps |
| Akkulaufzeit 80 cd/m², Crysis Warhead Loop Max. cd/m² | 181 Min. (2:41 h), 78 Min. (1:18 h) |
| Lautheit 2D/Leichte Last/Crysis Warhead Loop | 1,5/2,6/6,0 Sone |
| Datenträger: Lesen, Zugriff (HD Tach) | SSD: 315,8 MB/s, 0,1 ms, HDD: 113 MB/s, 15,3 ms |
| LCD: Reaktionszeit, Inputlag, Regelbereich | 12 (30) ms, -, 21 bis 212 cd/m² |
| LCD: Helligkeitsverteilung (Abweichungen), Interpolation | Max. 12%, Gut (2,0) |
| LCD: Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) | Klares Bild (geringer Kristalleffekt) |
| Klangqualität Lautsprecher | Befriedigend (3,0) |
| Fazit | 2,94 |
| Pro/Contra | + Gute Spiele-Leistung |
| + Preis-/Leistungsverhältnis | |
| - Sehr laut unter Last |
Testmethoden
Die Leistung (Rechenkraft, Akkulaufzeit etc.) bestimmt die Endnote zu 60 Prozent, während die Ausstattung (Speichermenge, Webcam etc.) und die Eigenschaften (Verarbeitung, Ergonomie etc.) jeweils zu 20 Prozent einfließen. Die Details der meisten Wertungskriterien entnehmen Sie der Testtabelle am Ende des Artikels. Trotz des Fokus auf die Spieleleistung muss das Gesamtpaket ausgewogen sein. Die Akkulaufzeit, eine bei Nutzerumfragen stets stark gewichtete Disziplin, messen wir wie gehabt mit dem Battery Eater (www.batteryeater.com). Dieses Tool protokolliert die Akkulaufzeit bei zwei Lastszenarien: Für den 2D-Laufzeittest wird das Lesen beziehungsweise Bearbeiten eines Textes im Energiesparmodus mit stark reduzierter Helligkeit (ca. 80 Candela pro Quadratmeter) und aktiver WLAN-Einheit simuliert. Die 3D-(Spiele-)Leistung evaluieren wir mit demselben Programm im Hintergrund, während dem Crysis Warhead bis zum Ende der Energiereserven in einer Schleife läuft. Neu sind die LCD-Tests des Inputlags und die subjektive Prüfung des Kristalleffekts.
2. immer noch durchschnittlich 'soundsoviel' vs. nur 'sovielweniger' ist ein Unterschied von unmerkbaren 5%!
3. Was kostet das gleiche Notebook mit einer GTX780M?
Hier mal ein Fazit von Notebookcheck:
Die Radeon HD 8970M entpuppt sich als rundum gelungene High-End-Grafikkarte. Sofern man keinen »Problem-Treiber« erwischt, agiert das DirectX-11-Modell zuverlässig. Zwar kann die Grafikumschaltung weiterhin nicht an das Nvidia Pendant heranreichen, halbwegs erfahrene Spieler werden in der Praxis aber gut mit der Technologie zurechtkommen.
Besonders beeindruckt waren wir vom Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie die Radeon HD 7970M bietet der Nachfolger sehr viel Geschwindigkeit fürs Geld. Nvidia sollte dringend über die Preisgestaltung der eigenen Produkte nachdenken. Mit Blick auf die Benchmark-Ergebnisse sind sowohl die GeForce GTX 770M als auch die GeForce GTX 780M zu teuer.
Wenn man also eine PCI-E 3.0 16x draus machen würde, wäre dies machbar. Das Netzteil kommt bereits ins Dock und versorgt das Notebook.
Genug platz für eine Kühlung wäre auch da.
Zudem ist es schade, dass High End GPUs wieder ausgebremst werden.
Die Mobile CPUs haben mittlerweile genug Power, vor allem die I7 CPUs können recht gut mit ihren Desktop Kollegen mithalten.
Eine 780M kostet ca. 670€. Eine HD 7950, die sogar noch schneller ist, ist schon ab 250€ zu haben. Das ist ein riesiger Unterschied in Sachen P/L-Verhältnis.
Selbst eine GTX 770 ist mit ca. 350€ deutlich günstiger, und ist der GTX 780M einiges überlegen.
Mobil eine Intel Iris Grafikkarte für mobiles zocken, für den stationären Einsatz eine externe Grafikkarte mit voller Geschwindkeit - das wäre das Optimale.