Razer Blade Pro im Hands-on-Test: Desktop-Power im Laptop-Gewand mit Touchpad

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Die dritte Generation von Razers 17-Zoll-Gaming-Laptop setzt auf Intels Haswell, Nvidias GTX 765M und eine größere Batterie - und ist dabei günstiger als der Vorgänger. Wir waren bei der Weltpremiere im Dolby Theater in San Francisco.

Min-Liang Tan, CEO, Creative Director und Mitbegründer von Razer, hat allen Grund zur Freude: Die meistverkaufte Maus, das meistverkaufte Headset und die meistverkaufte Tastatur kamen in den USA im letzten Jahr aus seinem Hause. Über drei Millionen Nutzer probieren das Razor-Cloud-Gaming-Netzwerk Synapse 2.0 aus, während der Online-Sprachdienst Razer Comms von derzeit über einer Viertelmillion Spielern im Betatest auf Herz und Nieren geprüft wird. Die Hard- und Softwareentwicklungsstudios in San Francisco, Singapur und Taipeh ruhten sich nicht auf diesen Lorbeeren aus, sondern arbeiteten an der dritten Generation von Razers Gaming-Laptop, dem Blade Pro.

Der Blade Pro hat es in sich: Statt Intels Ivy-Bridge-Systemarchitektur des vorigen Modells kommt nun Haswell zum Zuge. "Das erhöht unsere thermischen Reserven von 35 auf 47 Watt", sagt Min-Liang Tan. Acht GByte DDR3L-RAM und ein via mSATA angebundenes, 128 GByte großes SSD-Laufwerk sind das Gedächtnis des Systems. GPU-technisch geht es noch mehr ab: Einmal mehr setzt Razer auf Nvida, doch statt des bislang verbauten GTX 660M sorgt im Blade Pro eine GPU vom Typ GTX 765M mit zwei GByte GDDR5 für kernigen Polygondurchsatz. "Bis zu zweimal so schnell" soll das Wunderwerk der Technik sein, so Tan. Die schnellste GTX-700M ist die 765M aber freilich nicht. Immerhin: Beim 3D Mark 11 kamen die Razer-Designer auf den Faktor 1,7, beim 3D Mark Vantage immerhin noch auf 1,5. Intels integrierte Grafikkarte HD4600 steht für reguläre, stromsparende Grafikausgabe zur Stelle. Die Batteriekapazität steigerten die Entwickler von 60 auf 74 Wattstunden.

Das matte Display bleibt 17 Zoll groß und beherrscht eine native Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten. Neben einer Standardtastatur, die sich bei einem ersten Test wie die von Apples Laptops mit einem minimal prägnanteren Druckpunkt anfühlte, besitzt der Blade Pro neben der Tastatur erneut die Switchblade UI: zehn beliebig definierbare Tasten und einem Display-Touchpad. Darauf lassen sich beim Spielen beispielsweise Apps wie E-Mail, Twitter, Facebook und YouTube aufrufen, ohne das Spiel zu verlassen. Apps für "ernsthafte" Entwicklerprogramme, darunter Adobe Premiere und Photoshop, Maya, Gimp oder der Viewer des Unreal Development Kits sind in Vorbereitung.

Kontakt mit der Weltöffentlichkeit nimmt der Blade Pro über ein Netzwerkkabel oder schnurlos über die Killer NIC N1202 von Qualcomm auf, die 802.11a/b/g/n und Bluetooth 4.0 unterstützt. Dazu kommen drei USB-3.0-Anschlüsse, ein kombinierter Kopfhörer-/Mikrofon-Stecker, eine HD-Webcam (zwei Megapixel) und mehrere zu einem Array zusammengefasste Mikrofone sowie Stereolautsprecher. Über HDMI wird auch Dolby Home Theater 4.0 unterstützt. Das 150-Watt-Netzteil ist nach wie vor in Kompaktbauweise entwickelt und nur etwa ein Drittel so groß wie andere Laptop-Netzteile.

Trotz all dieser technischen Finessen senkt Razer den Preis des Gaming-Laptops erneut. Wollte die Firma für dessen erste Generation noch 2.799 Dollar sehen, kostete die zweite "nur" noch 2.499 Dollar. Der Blade Pro mit Windows 8/64 Bit ist schon ab 2.299 Dollar (rund 1.770 Euro) erhältlich. Ist die Vergangenheit ein Indiz, dürfte das System ab dem 3. Juni um 0:01 Uhr (9:01 Uhr deutscher Zeit, die Geräte sollen zwei Wochen später ausgeliefert werden) schnell ausverkauft sein. "Das ist ein bekanntes Razer-Problem, an dessen Lösung wir arbeiten", gibt Min-Liang Tan schief grinsend zu.

Min-Liang Tan ist selbst großer Spielefan, der viele Kickstarter-Kampagnen unterstützt. Wasteland 2 sponserte er beispielsweise mit 10.000 Dollar. Indie-Entwickler, die eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne vorweisen können, dürfen sich freuen: Sie erhalten den Blade Pro für nur 999 Dollar (rund 770 Euro). Ein Schulrabattprogramm steht ebenfalls in den Startlöchern, zu dessen Übertragbarkeit auf Deutschland allerdings noch nichts bekannt ist. Überhaupt spricht selbst die deutsche Pressemitteilung bisher nur von einer Veröffentlichung in den USA und Kanada.

Mit dem knapp drei Kilo schweren Blade Pro legt Razer ein kerniges Desktop-Replacement-System vor, dessen CPU-GPU-Kombo sich sehen lassen kann und nicht nur die mobile Konkurrenz das Fürchten lehren kann - mit genannten Einschränkungen oben.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Anchorage Software-Overclocker(in)
        Ein sehr schöner Laptop muss ich behaupten, Gefällt mir sehr gut das Design und der Technische ausbau.
      • Von Anchorage Software-Overclocker(in)
        Ein sehr schöner Laptop muss ich behaupten, Gefällt mir sehr gut das Design und der Technische ausbau.
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        Da fehlt im Video eigentlich nur noch der Satz: Kaufen sie jetzt
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