[PLUS] Härtetest mit 9900K und RTX 2080 Ti: Was passiert bei einem zu schwachen Netzteil?
PCGH Plus: Viele Nutzer sind sich unsicher, ob der alte Stromspender genug Energie für die neue Hardware aufbringen kann. Wir wollen Ihnen deshalb ein paar Tipps für zukünftige Projekte an die Hand geben und machen den Extremtest mit Core i9-9900K, Geforce RTX 2080 Ti und einem Kilowatt-Netzteil. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 01/2019.
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Mit der Binsenweisheit "Never change a running system" ist man im IT-Sektor meist auf der sicheren Seite, denn Probleme schleichen sich schneller ein, als dass man sie wieder los wird. Manchmal muss oder möchte man aber das eigene System mit brandneuer Hardware aufwerten und damit verändern. Sofern dies überhaupt machbar ist, möchte man natürlich möglichst viel aus dem vorherigen Setup übernehmen - aus Kostengründen versteht sich. Sparpotenzial bietet natürlich die netzteil-seitige Stromversorgung, da sich hier für den Laien innerhalb der letzten 20 Jahren nichts auffällig geändert hat: Viereckige Kästen, die nach wie vor Strom liefern. Dass diese Annahme falsch ist, zeigen moderne Netzteile mit Wirkungsgraden, von denen man zur Jahrtausendwende nur träumen konnte. Wie finden Sie aber nun heraus, ob Ihr Spannungswandler auch für den neuen Rechner geeignet ist oder ob Sie sich lieber ein neues Exemplar organisieren sollten? Wir geben Ihnen einige Tipps bezüglich der Netzteildimensionierung auf den kommenden Seiten an die Hand und erklären was passiert, wenn Sie ein zu schwaches Netzteil verwenden.
Netzteile: Dos & Don'ts
Ganz am Anfang möchten wir Sie natürlich auf die Dinge hinweisen, auf die besonders Acht gegeben werden sollte, damit es bei Ihrem nächsten Rechner nicht plötzlich ein böses Erwachen gibt. Eins gleich vornweg: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle und holen sich statt einem "China-Böller" lieber ein am Markt etabliertes Netzteil ins Haus.
- Kennen Sie Ihr System: Es ist später für die Berechnung der Leistungsaufnahme Ihres Rechners unabdingbar, die eigene Hardware in- und auswendig zu kennen. Für Unwissende hilft stets ein Blick in die Bedienungsanleitung oder auf die Herstellerseite.
- Vermeiden Sie namenlose Hersteller: No-Name-Produkte müssen nicht unbedingt schlechte Qualität abliefern. In unserem Fall sollten Sie aber lieber auf Experimente mit namenlosen Herstellern verzichten, da viele nicht über das Know-How verfügen oder minderwertige Bauteile verarbeiten.
- Vermeiden Sie alte Produkte: Achten Sie darauf, dass Ihr Netzteil nicht älter als sieben Jahre ist, da sonst veraltete Topologien verbaut sein könnten. Diese weisen in der Regel einen geringeren Wirkungsgrad und oft eine schlechtere Spannungsregulation auf. Lassen Sie die Finger von gruppenregulierten Netzteilen, da hier in Crossloadszenarien es zu massiven Spannungseinbrüchen kommen kann.
- Wie sieht Ihr zukünftiger Anwendungsbereich aus? Wollen Sie übertakten oder wird der Rechner im Dauereinsatz betrieben? Handelt es sich vielleicht doch nur um einen Office-Rechner oder ein Mediacenter? Das sind alles Faktoren, die die Wahl des Netzteils beeinflussen können und so eventuell ihr altes Exemplar disqualifizieren. Rechnen Sie deshalb für moderate Übertaktungsversuche sowie für eventuelle Erweiterungen ein kleines Polster von 10 bis 20 Prozent ein.
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Folgende Themen behandeln wir im Artikel:- Netzteile: Dos & Don'ts
- Netzteil mit zu wenig Saft
- Die richtigen NT-Dimensionen
- Die Probe aufs Exempel
- Steht ein GPU-Wechsel an?
- Quintessenz: Netzteilanforderungen
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