Displays in Superzeitlupe: CRT, LCD und OLED mit bis zu 380.000 Fps gezeigt
PC-Spieler wissen natürlich, dass hohe Bildraten für eine flüssige Darstellung notwendig sind, doch bewusst werden nur die kompletten Bilder wahrgenommen. Der YouTube-Kanal The Slow Mo Guys hat sich nun verschiedene Display-Typen vorgenommen und den eigentlichen Bildaufbau mit bis zu 380.000 Bildern pro Sekunde aufgenommen.
Vielen unserer Leser dürften die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Röhrenmonitor, einem LCD und den aktuellen OLED-Displays bekannt sein, auch wenn sie im täglichen Betrieb keine besonders große Rolle spielen und die Vor- oder Nachteile oftmals mehr gespürt denn bewusst wahrgenommen werden. Anders sieht das allerdings buchstäblich aus, wenn man wie der YouTube-Kanal The Slow Mo Guys Hochleistungskameras für Superzeitlupen verwendet.
In einem neuen Video kamen eine Phantom Flex und eine Phantom V2511 zum Einsatz, um Aufnahmen mit verschiedenen Geschwindigkeiten zu machen. Zwischen 1.600 und enormen 380.000 Bildern pro Sekunde wurden zu aufgezeichnet. Damit war es beispielsweise möglich, den Elektronenstrahl beim Zeilenaufbau eines CRTs zu verfolgen - etwas, das so sicher noch nicht viele Menschen gesehen haben.
Auch die Aufnahmen eines LCDs sind interessant, denn hier werden die Subpixel abgebildet und wie die Kombination daraus letztlich durch Verändern der Helligkeit für die Wahrnehmung unterschiedlicher Farben sorgt - weil die Anpassungen für das menschliche Auge einfach zu schnell stattfinden, um ohne Spezialkameras noch wahrgenommen zu werden. Außerdem sind die einzelnen roten, grünen und blauen Bereiche auch zu klein für das menschliche Auge, sodass ein durchgehendes, bewegtes Bild entsteht.
Bei OLED kommt noch hinzu, dass hier keine Hintergrundbeleuchtung notwendig ist und in der Zeitlupe also nur zu sehen ist, wie die einzelnen Pixel kurz aufleuchten und dann durch echtes Schwarz ersetzt werden. Das Video von The Slow Mo Guys ist über 11 Minuten lang und bietet viele interessante Einblicke in die Technik von aktuellen Displays.

Dann kommt noch dazu das ein Monitor in der selben Größe, also 32 Zoll, massig Geld kostet wenn er dann auch noch ein gutes Bild liefern soll.
Für die alten Systeme ist ein CRT@60 immer noch das Beste zur Zeit.
Bei einer gut justierten Röhre hattest Du dafür aber eine Art kostenloses Anti-Aliasing – auf den Aufnahmen hier ist das leider nicht so toll (und nur für einen Moment) zu erkennen, der Strahl ist m.E. überfokussiert gewesen.
Der Elektronenstrahl wird nämlich normalerweise nicht so stark fokussiert, daß er nur einen Subpixel trifft, auch die benachbarten erhalten eine kleine Portion der Energie (gewollt!) ab. Das ist nichts anderes als eine Art Anti-Aliasing.