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  • Gigabyte H97-D3H im Test: Günstiges Allrounder-Mainboard ab 85 Euro

    Wer nicht extrem übertaktet und keinen Wert auf eine extravagante Austattung legt, kann beim Mainboardkauf viel Geld sparen. Wir haben uns das "Vernunftboard" Gigabyte H97-D3H in unserem Testlabor genauer angesehen. In unserem Test schlägt sich die Platine recht ordentlich, aber reicht es für einen Spitzenplatz in unserer Bestenliste?

    04:54
    Gigabyte H97-D3H im Unboxing

    Zur Veröffentlichung der Haswell-Refresh-Prozessoren von Intel hat Gigabyte ein neues Portfolio an Mainboards vorgestellt. Dabei reicht das Spektrum von über 20 verfügbaren Modellen vom stark reduzierten Einsteigerbrett bis hin zur LN2-Platine für Extremübertakter. Das Gaming-Board G1 Sniper Z97 haben wir uns bereits angeschaut, dieses Mal werfen wir einen genauen Blick auf das H97-D3H. Für etwa 85 Euro sollen Aufrüstwillige eine solide Systembasis für jeden Einsatzzweck bekommen, wir prüfen, ob das stimmt.

    Gigabyte H97-D3H: Goldene Zeiten brechen an

          

    Obwohl es sich bei dem Gigabyte H97-D3H um ein Mainstream-Motherboard handelt, hat Gigabyte auf ein auffälliges Äußeres gesetzt. Die Kühler des PCH und der Spannungswandler sind komplett in Gold gehalten und wurden zudem mit Gigabyte- und G1-Logos gestaltet. Glücklicherweise kommt die Platine dennoch nicht übermäßig protzig rüber. Steckplätze & Co. sind in Schwarz-Grau gehalten und passen gut ins Farbkonzept. Das Board selbst ist braun, mattschwarze PCBs sind den höherpreisigen Hauptplatinen vorbehalten.

    Gigabyte H97-D3H: Mainboard im Kreuzfeuer

          

    Gigabyte H97-D3H im Test (3)Gigabyte H97-D3H im Test (3)Quelle: PC Games HardwareDas Gigabyte H97-D3H ist, wie so viele andere günstige Hauptplatinen auch, nicht für den SLI-Betrieb mit zwei Nvidia-Geforce-Grafikkarten geeignet. Sehr wohl ist hingegen AMDs Crossfire möglich: Das Board bietet Platz für zwei Grafikkarten. Der Nachteil an der Sache ist, dass nur einer der beiden Slots mit den vollen 16 Lanes angesprochen werden kann. Steckt man noch eine zweite Grafikkarte ins System, muss sich diese lediglich mit vier mageren Lanes begnügen. Daraus ergibt sich die Aufteilung x16/x4, die wir in der Praxis für wenig sinnvoll halten. Eine x8/x8-Lösung mit je acht Lanes für jede Grafikkarte hätte uns besser gefallen. Wer also auf der Suche nach einer guten Basis für sein Multi-GPU-System ist, sollte sich anderweitig umsehen. An der Performance mit nur einer Grafikkarte ist nichts auszusetzen.

    Gigabyte H97-D3H: Harmoniert auch mit älterer Hardware

          

    Wer noch eine ältere Soundkarte, etwa eine X-Fi oder andere Erweiterungskarten mit PCI-Steckplatz, sein eigen nennt und weiterhin verwenden möchte, der findet mit dem Gigabyte H97-D3H den passenden Partner. Ganze drei Steckplätze für derartige Komponenten stehen zur Verfügung. Aber auch der moderne PCI-Express-x1-Slot ist zwei Mal auf dem Motherboard verbaut, wobei der erste je nach Grafikkarte und Kühler stark räumlich eingeschränkt ist.

    Gigabyte H97-D3H: Kein Klangwunder

          

    Gigabyte legt besonders bei seinen Gaming- und Oberklasse-Mainboards Wert auf guten Onboard-Sound. Für das H97-D3H gilt dies jedoch nur eingeschränkt: Zwar kommt ein Realtek ALC1150-Soundchip zum Einsatz, allerdings stehen diesem auf dem günstigen Motherboard keine hochwertigen Wandler und Kondensatoren zur Seite. Auch eine spezielle Abschirmung wie beim G1 Sniper Z97 vermissen wir etwas. Gespart wurde zudem an den Audioausgängen, auf koaxiale und optische Verbindungen verzichtet Gigabyte beim H97-D3H. Insgesamt ist die Klangqualität trotzdem gut, auch wenn man aus dem Chip mehr herauszuholen könnte.

    Gigabyte H97-D3H: Vielseitige Speichermedien

          

    Beim Thema Massenspeicher ist das Gigabyte H97-D3H äußerst vielseitig aufgestellt. Neben insgesamt sechs SATA-6Gb/s-Anschlüssen findet sich ein SATA-Express-Port auf dem Board. Die Auswahl an verfügbaren und kompatiblen Solid State Disks ist noch sehr gering, sollte sich aber im Laufe des Jahres verbessern. Größeren Nutzen hat in unseren Augen da schon die M.2-Schnittstelle, die deutlich weiter verbreitet ist und ebenfalls wesentlich höhere Datentransferraten als die regulären SATA-Ports bietet. Preislich liegen solche Laufwerke aber noch spürbar über den klassischen Varianten, wobei aber auch hier im Laufe des Jahres ein Preisverfall eintreten dürfte.

    Gigabyte H97-D3H: Gute Gesamtperformance

          

    Bei unseren Leistungstests muss sich das günstige Gigabyte H97-D3H nicht vor teuren Platinen mit Z97-PCH verstecken. In Starcraft 2 etwa messen wir durchschnittlich 28,5 Bilder pro Sekunde, ein guter Wert. Im synthetischen SuperPi-Benchmark schlägt sich das H97-D3H sogar sehr gut. Gerade mal 47,284 Sekunden werden benötigt, um vier Millionen Nachkommastellen der Kreiszahl Pi zu berechnen. Auch die Leistungsaufnahme von 46,4 Watt im Windows-Leerlauf kann sich sehen lassen.

    PCGH-Wertung
    2,2

    Gigabyte H97-D3H: Fazit

          

    Als Gesamtpaket betrachtet macht Gigabyte beim H97-D3H nicht viel falsch. Die Performance stimmt in allen Lebenslagen und kann auch mit deutlich teureren Platinen mit Z97-PCH mithalten. Aufgrund der engen Verwandtschaft der Chips allerdings auch keine sonderliche Überraschung. Wo viel Licht ist, ist aber auch immer etwas Schatten:

    Der RAM-Speichertakt beispielsweise kann nur in fünf verschiedenen Stufen definiert werden, mehr als 1.600 Megahertz sind nicht drin. Schade, hier hätten wir mehr Potenzial erwartet. Die sonstigen OC-Optionen hingegen sind gut, zahlreiche Parameter und Spannungen lassen sich verstellen. Kritik lässt sich ebenfalls an der Aufteilung der PCI-Express-Lanes üben, x16/x4 ist nicht die Optimallösung, je acht Lanes pro Grafikkarte hätten uns hier besser gefallen.

    Insgesamt ist das H97-D3H dennoch eine solide Alternative für alle Nutzer, die kein Vermögen für ein Motherboard ausgeben möchten, aber dennoch ein stabiles und einigermaßen umfangreich ausgestattetes System wünschen. Wer keine Luxusplatine erwartet und auf größere Übertaktungsexperimente verzichten kann, bekommt für etwa 85 Euro einen guten Partner an die Hand. Mehr zu H97-Motherboards lesen Sie übrigens in der PC Games Hardware Ausgabe 09/2014.

    Gigabyte H97-D3H: Testtabelle

          
    Test in Ausgabe09/2014
    MainboardGigabyte H97-D3H
    Hersteller (Webseite)Gigabyte (www.gigabyte.de)
    Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. € 85.-/Gut
    PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1107992
    Chip, Format, UEFI-Version, Board-RevisionH97, ATX, F3
    Typberatung/OC-TauglichkeitAllrounder
    Ausstattung (20 %)3,53
    Speichersteckplätze4 x DDR3
    Erweiterungs-Slotsx16 (2), x1 (2), PCI (3)
    Onboard-LAN1 Port (Intel 218-V)
    USB-Ports (extern + intern)6 x USB 3.0, 8 x USB 2.0
    SATA-Ports6 x 6Gb/s
    ThunderboltNicht vorhanden
    Onboard-SoundRealtek ALC1150
    Video-AnschlüsseHDMI, DVI-D, D-SUB
    Sound-AnschlüsseAnalog
    Lüfteranschlüsse5 x 4-Pin
    SATA-Kabel2 x SATA
    Sonstige Ausstattung-
    SoftwareNorton Internet Security OEM, Intel Utilities, cFosSpeed, Gigabyte Tools
    Eigenschaften (20 %)2,60
    Multi-GPU: PCI-E-Lane-Aufteilungx16 oder x16/x4
    Besondere FunktionenCrossfire, Fanless Design
    UEFI-MenüÜbersichtlich, Classic Mode, Erklärungen, Favoriten, Profile, Easy Mode
    Besondere UEFI/BIOS-OptionenUEFI-Savegames, Flash-Tool, OC-Funktionen
    Referenztakt (OC)/CPU-Multiplikator8 bis 80
    CPU StrapNicht einstellbar
    SpeichertimingsHauptlatenzen, Command-Rate, mehr als 20 weitere
    SpeicherteilerDDR3-800 bis DDR3-1.600, 5 Stufen
    CPU-Spannung (Standard: 1,025 Volt)0,500 bis 1,800 Volt, 0,001-V-Schritte
    Option gegen Vdroop-
    Ring-/Cache-Spannung (Standard: 1,025 Volt)0,800 bis 1,80 Volt, 0,001-V-Schritte
    PLL/VCCIN-Spannung (Standard: 1,8 Volt)1,2 bis 2,3 Volt, 0,010-V-Schritte
    CPU-IO-Spannung (Standard: 1,015 V.)0,715 bis 1,415
    System-Agent-Spannung (Standard: 0,925 V.)0,625 bis 1,325
    Grafikkern-/VAXG-Spannung (Standard: 1,0 V.)0,5 bis 1,7
    RAM-Spannung (DDR3-Standard: 1,5 Volt)1,16 Volt bis 2,1 Volt, 0,02-Volt-Schritte
    PCH-/Chipspannung (Z97: 1,05 Volt)0,650 bis 1,30 Volt, 0,0125-V-Schritte
    Weitere SpannungenPCH-IO
    Hersteller-eigenes Auto-OCCPU-Upgrade
    LüftersteuerungCPU-Lüfter und drei weitere automatisch
    Standard-Referenztakt (CPU-Z)99,98
    Probleme beim Board-LayoutProblemlos
    Abstände auf der Platine*1,2/2,2/5,0/0,7/2,3/5,3 cm
    PraxisproblemeKeine Probleme im Test
    Leistung (60 %)1,63
    Starcraft 2: HoTs, 1.080p, kein AA28,5,6/11 Fps (Durchsch./Min-Fps) - gut
    Super Pi Mod 1.5 (1M/2M/4M)9,376/20,888/47,284 Sek. - sehr gut
    USB-3.0-Leistung (Burst-Test)212,2 MiByte/s - sehr gut
    LAN-Leist. schnellerer Port (senden/empfangen)99/108 MiByte/s - gut
    Stromverbrauch: Windows-Leerlauf46,4 Watt
    Stromverbrauch: Cinebench Single-Thread115,9 Watt
    Stromverbrauch: Prime 95 + Crysis 3260,0 Watt
    Temperatur: Z87/Wandler (gemessen auf Rückseite)**35/36 Grad Celsius
    FAZIT2,20
     +Gutes UEFI
     + OC-geeignet
     + M.2-Slot
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Mainboard-Test 2016: Gaming-Boards für Sockel 1150/1151 und mehr [April]
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    Es gibt 30 Kommentare zum Artikel
    Von pfirsich91

    Ich glaub dein Netzteil spinnt da rum oder eben das Mainboard.

    Zu den CPUs kann ich nur sagen, dass ihr euch vielleicht mal den CPU-Microcode eurer CPU anschauen müsstet, diesen müsstet ihr dann eventuell zurückupdaten (im OS etc.), um die CPU auf non-Z Mainboards zu übertakten.
    Von SvenSigi
    Das geht nicht, um zu übertakten brauchst du ein Z97
    Von Zappen
    Hab das Board gekauft, weil es günstig ist und ich im Test zum Board hier gelesen habe es ist OC geeignet.
    MIr war schon klar das man dann besser ein mit Z97 Z87 oder so kaufen sollte, da ich aber nur hobby Übertackter bin und mal ein wenig testen wollte habe ich dieses Ding hier gekauft mit aktuellem Bios.…
    Von Herr_M
    Hallo.
    Laut Test (Textversion ...) bzw. vielmehr der dort nachstehenden tabellarischen Übersicht zu den technischen Spezifikationen hat das Board eine Idle-Leistungsaufnahme (Windows-Leerlauf) von 46,4 Watt. Für höhere Auslastungen, wie Cinebench Single-Thread bzw. Prime 95 + Crysis 3, werden 115…
    Von Dragon AMD
    M.2 slots ist der größte müll. Da auch noch pci lanes geklaut werden.

    Dann lieber eine normale ssd.

    Mfg
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Gigabyte H97-D3H im Test: Günstiges Allrounder-Mainboard ab 85 Euro
Wer nicht extrem übertaktet und keinen Wert auf eine extravagante Austattung legt, kann beim Mainboardkauf viel Geld sparen. Wir haben uns das "Vernunftboard" Gigabyte H97-D3H in unserem Testlabor genauer angesehen. In unserem Test schlägt sich die Platine recht ordentlich, aber reicht es für einen Spitzenplatz in unserer Bestenliste?
http://www.pcgameshardware.de/Mainboard-Hardware-154107/Tests/Gigabyte-H97-D3H-Test-1128201/
14.07.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/07/Gigabyte_H97-D3H__9_-pcgh_b2teaser_169.JPG
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