Asus H97-Pro im Test: Solides Mainboard für jeden Tag

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Asus H97-Pro im Test
Quelle: Asus

High-End-Motherboards versuchen Spieler mit zahlreichen Funktionen und Extras zu locken, etwa mit umfangreichen Übertaktungsoptionen. Viele Gamer sind jedoch lediglich auf der Suche nach einer soliden Plattform, die auf unnützen Schnickschnack verzichtet und gleichzeitig den Geldbeutel schont. Das Asus H97-Pro ist ein solches Mainboard.

Die Haswell-Refresh-Prozessoren sind mittlerweile ein gutes halbes Jahr auf dem Markt. Die Preise für derartige Prozessoren und Mainboards haben sich nunmehr eingependelt. Ein guter Zeitpunkt einen Blick auf Hauptplatinen zu werfen, die nicht den absoluten Enthusiasten ansprechen, sondern den "Everyday Gamer". Hierbei kommt es nicht auf eine lange Featureliste an, sondern darauf, dass alle Funktionen problemlos funktionieren und so für sorglosen Spielspaß an jedem Tag sorgen. Wir haben daher einen Blick auf das Asus H97-Pro geworfen.

Asus H97-Pro im Test: Das Golden Sample

Bei der bekannten Republic of Gamers-Serie setzt Asus wie so viele andere Hersteller auf die aktuell beliebte Farbkombination Rot-Schwarz. Das H97-Pro setzt sich bereits optisch von diesen Platinen ab: Braun- und Goldtöne dominieren das Äußere des Motherboards. Das wirkt auf uns etwas Erwachsener und macht bereits auf den ersten Blick klar, dass es sich hierbei nicht um eine verspielte Gamer-Platine handelt.

Asus H97-Pro im Test: Multi-GPU nur für AMD-Nutzer

Mit einem Preis von etwa 100 Euro ist das Asus H97-Pro zwar nicht das günstigste H97-Board auf dem Markt, bietet aber dennoch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Wer mehrere Grafikkarten verwenden möchte, dem bietet die Platine diese Möglichkeit, allerdings nur, wenn es sich um zwei Radeons handelt. Eine Crossfire-Zertifizierung ist vorhanden, für Nvidias SLI gilt dies jedoch nicht. Wer die einschlägigen Suchmaschinen nutzt, wird jedoch auch auf Lösungen stoßen um dieses kleinere Manko zu umgehen. Da es sich hierbei aber nicht um offiziellen Support handelt, gehen wir nicht näher auf das Thema ein. In die Wertung fließt es ebenfalls nicht mit ein.

Asus H97-Pro im Test: Auch für Retro-Freunde

Neben den üblichen PCI-Express-Steckplätzen (einen genauen Überblick finden Sie in der Testtabelle), bietet das Asus H97-Pro auch die Möglichkeit zwei PCI-Erweiterungskarten zu verbauen. Wenn Sie also noch eine ältere Soundkarte, etwa eine Creative X-Fi besitzen, können Sie diese weiterhin verwenden. Das ist zwar sicherlich kein Killer-Feature, aber dennoch eine interessante Option für jeden, der noch ältere Hardware nutzen möchte.

Asus H97-Pro im Test: Passable Audio-Lösung

Audiophile Anwender sollten sich nach einer separaten Soundkarte umschauen, der auf dem Asus H97-Pro verwendete Audio-Codec Realtek ALC892 liefert zwar ordentliche Ergebnisse, kann aber nicht mit höherwertigen Lösungen wie dem ALC 1150 mithalten. Wer also gesteigerten Wert auf sauberen Klang, nicht nur bei Spielen sondern auch bei Multimedia legt, muss mit einer zusätzlichen Investition rechnen. In aller Fairness muss aber gesagt werden, dass der Großteil der Nutzer mit der Performance vollkommen zufrieden sein wird.

Asus H97-Pro im Test: Für Storage-Experten

Egal ob optische Laufwerke, herkömmliche Magnetfestplatten oder schnelle Flash-Speichermedien: Das Asus H97-Pro bietet ausreichend Asus H97-Pro im Test Quelle: Asus Asus H97-Pro im Test Schnittstellen um eine Vielzahl an Laufwerken anzuschließen. Insgesamt stehen sechs SATA-6Gb/s-Ports zur Verfügung. Zwei davon gehen verloren wenn eine SATA-Express-SSD angeschlossen wird. Noch sind die Preise für solche Laufwerke allerdings recht hoch und auch die Verfügbarkeit ist eher niedrig. Interessanter ist der M.2-Port der sich ebenfalls auf dem H97-Pro findet. Die Datendurchsatzraten sind messbar höher als bei regulären SATA-SSDs, im täglichen Betrieb wird man dies aber kaum merken.

Asus H97-Pro: Testtabelle

Mainboard Asus H97-Pro
Hersteller (Webseite) Asus (www.asus.com/de)
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 80.-/Gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1106002
Chip, Format, UEFI-Version, Board-Revision H97, ATX, 2.16.1240
Typberatung/OC-Tauglichkeit Multimedia-Enthusiasten
Ausstattung (20 %) 3,58
Speichersteckplätze 4 x DDR3
Erweiterungs-Slots x16 (2), x1 (2), PCI (3)
Onboard-LAN 1 Port (Intel 218-V)
USB-Ports (extern + intern) 6 x USB 3.0, 8 x USB 2.0
SATA-Ports 4 x 6Gb/s
Thunderbolt Nicht vorhanden
Onboard-Sound Realtek ALC892
Video-Anschlüsse HDMI, DVI-D, D-SUB
Sound-Anschlüsse Analog
Lüfteranschlüsse 4 x 4-Pin
SATA-Kabel 4 x SATA
Sonstige Ausstattung Front Panel Adapter
Software Asus Fan Xpert3, Media Streamer, Crystal Sound 2, Asus Utlilities, EZ Update, Norton AntiVirus OEM
Eigenschaften (20 %) 1,95
Multi-GPU: PCI-E-Lane-Aufteilung x16 oder x16/x4
Besondere Funktionen Crossfire, Fanless Design
UEFI-Menü Sehr übersichtlich, Favoriten, Advanced Mode, Änderungsliste, Profile, Notizen
Besondere UEFI/BIOS-Optionen UEFI-Savegames, Flash-Tool, OC-Funktionen
Referenztakt (OC)/CPU-Multiplikator 8 bis 80
CPU Strap Nicht einstellbar
Speichertimings Hauptlatenzen, Command-Rate, 23 weitere
Speicherteiler DDR3-800 bis DDR3-3.400, 18 Stufen
CPU-Spannung (Standard: 1,025 Volt) 0,001 bis 1,817 Volt, 0,001-V-Schritte
Option gegen Vdroop Vorhanden
Ring-/Cache-Spannung (Standard: 1,025 Volt) 0,001 bis 1,920 Volt, 0,001-V-Schritte
PLL/VCCIN-Spannung (Standard: 1,8 Volt) 0,8 bis 2,7 Volt, 0,01-V-Schritte
CPU-IO-Spannung (Standard: 1,015 V.) 0,016 bis 2,014
System-Agent-Spannung (Standard: 0,925 V.) 0,001 bis 1,924
Grafikkern-/VAXG-Spannung (Standard: 1,0 V.) Nicht einstellbar
RAM-Spannung (DDR3-Standard: 1,5 Volt) 1,185 Volt bis 1,80 Volt, 0,005-Volt-Schritte
PCH-/Chipspannung (Z97: 1,05 Volt) 0,735 bis 1,50 Volt, 0,005-V-Schritte
Weitere Spannungen PCH-VLX, DRAM-Data Ref
Hersteller-eigenes Auto-OC EZ Tuning Wizard
Lüftersteuerung CPU-Lüfter und drei weitere automatisch
Standard-Referenztakt (CPU-Z) 99,76
Probleme beim Board-Layout Problemlos
Abstände auf der Platine* 1,3/2,3/5,1/0,6/2,4/5,4 cm
Praxisprobleme Keine Probleme im Test
Leistung (60 %) 1,65
Starcraft 2: HoTs, 1.080p, kein AA 28,6/11 Fps (Durchsch./Min-Fps) - gut
Super Pi Mod 1.5 (1M/2M/4M) 9,469/20,951/47,518 Sek. - sehr gut
USB-3.0-Leistung (Burst-Test) 213,2 MiByte/s - sehr gut
LAN-Leist. schnellerer Port (senden/empfangen) 102/112 MiByte/s - gut
Stromverbrauch: Windows-Leerlauf 43,6 Watt
Stromverbrauch: Cinebench Single-Thread 113,9 Watt
Stromverbrauch: Prime 95 + Crysis 3 274 Watt
Temperatur: Z87/Wandler (gemessen auf Rückseite)** 36/37 Grad Celsius
FAZIT 2,10
  +Sehr gutes UEFI
  + SATA-Express
  + M.2-Slot

Asus H97-Pro im Test: Fazit

Alles in allem ist das Asus H97-Pro ein sehr empfehlenswertes Mainboard für jeden der kein Vermögen für ein Motherboard ausgeben möchte. Für knapp unter 100 Euro bekommen potenzielle Interessenten eine solide Plattform die alle Ansprüche an eine solide Gaming-Plattform erfüllt. Die Stabilität ist sehr gut, alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden und auf unnötigen Schnickschnack wird konsequent verzichtet. Die Audiolösung hätte aber besser sein können und auch die Aufteilung der PCI-Express-Lanes ist nicht optimal - das dürfte in diesem Preissegment aber ohnehin eine untergeordnete Rolle spielen.

Wer mag kann mit dem Asus H97-Pro sogar kleinere Übertaktungsexperimente wagen. Zwar stehen nicht so viele Optionen zur Verfügung wie bei den wesentlich teureren Z97-Platinen, für moderates 24/7-Overclocking ist jedoch alles wichtige vorhanden. Energiesparer seien noch darauf hingewiesen, dass das H97-Pro nicht die effizienteste Platine auf dem Markt ist. Aber auch das empfinden wir als eher kleinen Makel.

PCGH-Wertung

2,1

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von flozn Freizeitschrauber(in)
        AW: Asus H97-Pro im Test: Solides Mainboard für jeden Tag

        Zitat von Shurchil
        80€ für 'nen H-Chipsatz und noch mittelmäßigem Audio? Nope.
        Dann lieber für den Preis 'nen Z-Chipsatz und für 'nen 10er eine separate Soundkarte.
        Und BITTE jetzt keine Audiophilen, die mich kreuzigen wollen, weil ich "nur" 10 Euronen für eine Soundkarte ausgebe.

        Creative Sound Core3D ist relativ gut, wird z.B. auf einigen Gigabyte-Boards verbaut ab Mittelklasse.

        Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test
      • Von flozn Freizeitschrauber(in)
        AW: Asus H97-Pro im Test: Solides Mainboard für jeden Tag

        Zitat von Shurchil
        80€ für 'nen H-Chipsatz und noch mittelmäßigem Audio? Nope.
        Dann lieber für den Preis 'nen Z-Chipsatz und für 'nen 10er eine separate Soundkarte.
        Und BITTE jetzt keine Audiophilen, die mich kreuzigen wollen, weil ich "nur" 10 Euronen für eine Soundkarte ausgebe.

        Creative Sound Core3D ist relativ gut, wird z.B. auf einigen Gigabyte-Boards verbaut ab Mittelklasse.

        Populäre Neuauflage: Gigabyte G1 Sniper Z97 im Test
      • Von AMG38 Software-Overclocker(in)
        AW: Asus H97-Pro im Test: Solides Mainboard für jeden Tag

        Ich wüsste jetzt auch nicht welche Zielgruppe damit angepeilt wird (ASUS Fans?). Für den Preis bekommt man auch Z97 Boards und muss ich nicht grübeln wenn man OC haben möchte. Umgekehrt bekommt man auch günstigere H97 Boards
      • Von ThomasGoe69
        AW: Asus H97-Pro im Test: Solides Mainboard für jeden Tag

        Zitat von Shurchil
        Und BITTE jetzt keine Audiophilen, die mich kreuzigen wollen, weil ich "nur" 10 Euronen für eine Soundkarte ausgebe.
        Werft den pösen Purschen zu poden !



        @ Topic: ordentliches Board, weiss aber nicht so richtig, was die Zielgruppe ist. Die Xeon Besitzer ? Die 4670k et. al. Besitzer, die mal "Übertakten testen wollen" ?
        Wenn der Preis wirklich bei 90 angesiedelt ist, fällt mir eine Empfehlung (für pot. Käufer, beispielsweise in der Pc-Zusammenstellungs-Unterforum hier..) eher schwer, weil H97 Boards gibt es günstiger.
        Ausser, die Lüftersteuerung ist bei Asus wirklich gut gelungen ...

        Hmmmm...
      • Von xpSyk BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Shurchil
        80€ für 'nen H-Chipsatz und noch mittelmäßigem Audio? Nope. Dann lieber für den Preis 'nen Z-Chipsatz und für 'nen 10er eine separate Soundkarte. Und BITTE jetzt keine Audiophilen, die mich kreuzigen wollen, weil ich "nur" 10 Euronen für eine Soundkarte ausgebe.


        Der Sound gehört zu den besten bei den H97. Auch wenn der Codec so viel "schlechter" ist, hat es besseren Sound als das Gigabyte H97-D3H mit 1150.
        Das einzige H97 Board mit etwas besserem Sound wäre das ASrock H97 Fatal1ty Performance.
      • Von KaterTom Software-Overclocker(in)
        AW: Asus H97-Pro im Test: Solides Mainboard für jeden Tag

        Warum nicht? In der Testtabelle steht doch, daß der Multiplikator von 8 bis 80 einstellbar ist. Und die für das OC wichtigsten Spannungen sind auch einstellbar. Sollte also gehen.
      Direkt zum Diskussionsende
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