PCI-Express 4.0 noch 2017, PCI-Express 5.0 schon 2019
Das Industriekonsortium PCI-SIG hat eine Präsentation über die kommenden PCI-E-Standards 4.0 und 5.0 gehalten. PCI-Express 4.0 soll noch in der zweiten Hälfte von 2017 erscheinen, während der doppelt so schnelle Nachfolger bereits 2019 Einzug in die ersten Systeme halten soll. Die Lücke zwischen der Veröffentlichung von PCI-E-3.0 und PCI-Express 4.0 hingegen beträgt sieben Jahre.
Die Peripheral Component Interconnect Special Interest Group (PCI-SIG), ein Industriekonsortium aus mehr als 800 Unternehmen, welches für den PCI-Express-Standard zuständig ist, hat in einer Präsentation auf der HotChips-Konferenz neue Details zu den kommenden Standards PCI-Express 4.0 und PCI-Express 5.0 bekanntgegeben. So wird PCI-E-4.0 noch 2017 veröffentlicht, während der schnellere PCI-E-5.0-Standard schon 2019 folgen soll.
Beide neuen PCI-E-Spezifikationen bringen je eine Verdopplung der Übertragungsrate im Vergleich zu den entsprechenden direkten Vorgänger. So soll PCI-Express 4.0 eine Übertragungsrate von bis zu 16 bidirektionalen Gigatransfers pro Sekunde erreichen anstatt der bisherigen 8 Gigatransfers pro Sekunde des aktuelle PCI-E-3.0-Standards. PCI-Express 5.0 erreicht dementsprechend bis zu 32 bidirektionale Gigatransfers pro Sekunde. Während PCI-E-Bandbreite für Spieler eigentlich nie einen Flaschenhals darstellt, limitiert auch der derzeit schnellste Standard bei ausgewählten Komponenten und im professionellen Anwendungsbereich; schnelle M.2-Solid-State-Drives und Multi-GPU-Systeme für Deep bzw. Machine Learning treiben die Bandbreitenanforderungen bei PCI-Express in die Höhe. Die von I/O-Geräten benötigte Bandbreite verdoppelt sich alle drei Jahre. Zahlreiche Hersteller arbeiten laut PCI-SIG schon an Hardware für PCI-E-4.0. Auch geringer Stromverbrauch und geringe Kosten sind ein Augenmerk bei der Entwicklung von PCI-Express 4.0.
Der schnellere PCI-E-5.0-Standard bietet 32 GT/s und damit bis zu 128 Gigabyte pro Sekunde - 64 GB/s bidirektional - an einer x16-Anbindung. Damit soll eine Unterstützung von 400-Gigabit-Ethernet gewährleistet werden, welches ungefähr 50 Gigabyte pro Sekunde benötigt. Auch 128- und 130-Bit-Enkodieren soll mit den für 2019 geplanten Standard möglich sein. PCI-Express 5.0 könnte einen neuen Konnektor benötigen, laut PCI-SIG-Folien wird eine Abwärtskompatibilität mit älteren Einsteckkarten angestrebt.
Die US-Firma IBM wird mit der noch 2017 kommenden Power9-Architektur als erster Chiphersteller den PCI-E-4.0-Standard unterstützen. Davon erhofft sich die Firma einen Marktanteilgewinn von 10 bis 20 Prozent im Servermarkt. AMD und Intel werden voraussichtlich noch einige Zeit brauchen, ehe sie entsprechende Produkte anbieten können, bisher wurde keine konkreten Produkte mit PCI-Express-4.0-Unterstützung angekündigt. AMD gab nur an, dass ab 2020 entsprechende Produkte erhältlich sein werden.
Quelle: Tom's Hardware, Videocardz.com

Vor 2019 würde ich im Desktop-Segment nicht damit rechnen.
Edit: und wenn es dann so weit ist kannst du auch schon auf PCIe 5.0 warten. Hier gilt dann wie immer die Faustregel: dann kaufen wenn der Bedarf da ist. PCIe 3.0 ist was den durchschnittlichen PC-Nutzer angeht schon einigermaßen zukunftssicher. In dem Sinne dass er keine echten Einschränkungen dadurch hat.
Das Feature würde ich gerne noch mitnehmen (Zukunftssicherheit), bevor ich meinen Uralt-PC durch was neues ersetze.
Aber das bleibt eher ein Wunschtraum.
Man könnte bei Intel aber schon glauben, dass das Absicht ist, weil zwischen den Generationen nicht ein so großer Unterschied liegt, um einen Wechsel zu rechtfertigen.