Asrock auf der Cebit: Neue H170-Mainboards ermöglichen non-K-OC nach Vorbild der Z170-Modelle
Messe-unabhängig hat Asrock vor Kurzem zwei neue Mainboards der "/Hyper"-Baureihe auf den Markt gebracht, wir nutzen die Cebit, um Details zu erfragen. Die Antworten fallen leider ernüchternd aus.
Das Übertakten von Skylake-CPUs ohne "K"-Suffix war das heißeste CPU-Thema zur Jahreswende. Erstmals seit der Nehalem-Generation hatten Mainboard-Hersteller durch den Einsatz externer Taktgeber einen Weg gefunden, den Takt aller Intel-Modelle deutlich zu steigern - ab Werk ist dies den teuren Top-Modellen vorbehalten. Die einhergehende Deaktivierung diverser Energiespar- und Überwachungsfunktionen und dadurch reduzierter AVX-Leistung dämpften den Enthusiasmus, trotzdem zogen die Praxisberichte viele Nachahmer nach sich - und eine Reaktion seitens Intels. Ein seit Ende Januar in allen UEFI-Versionen ausgeliefertes Microcode-Update deaktiviert die neuentdeckte OC-Option vollständig.
Viele Nutzer und manche Hardware-Redakteure reagierten deswegen begeistert, als in Asrocks Portfolio kürzlich zwei neue Mainboards auftauchten. Das Fatal1ty H170 Performance/Hyper und B150 Gaming K4/Hyper unterscheiden sich von ihren nicht ge"hype"ten Gegenstücken nur in einem externen Taktgeber. Hat Asrock etwa einen Weg gefunden, die neue OC-Sperre auszuhebeln?
Wir haben auf der Cebit nachgefragt und müssen leider bekanntgeben: Nein. Die /Hyper-Modelle sollten zwar dank des Taktgenerators in der günstigeren H170- und B150-Klasse die gleichen Möglichkeiten bieten wie bei teureren Z170-Modellen, die von Anfang an für Übertakter konzipiert und mit externen Taktgeneratoren ausgestattet wurden. Diese Planung ist aber älter als die Reaktion Intels; mit dem nach ihrer Entwicklung erschienenen Microcode-Update sind die neuen Mainboards genauso eingeschränkt für Übertaktungsversuche geeignet, wie die Basisvariante ohne externem Taktgenerator. Asrocks Produktion und Vertrieb waren hier offensichtlich zu träge, um auf die geänderten Rahmenbedingungen zu reagieren und den Marktstart zu stoppen.
Mit einem schelmischen Lächeln fügte der auskunftsfreudige Asrock-Mitarbeiter aber noch hinzu, dass diese Mainboards aufgrund der gleichen Trägheit vermutlich mit alten UEFI-Versionen beziehungsweise veraltetem Microcode ausgeliefert werden.