[PLUS] Gaming unter Linux - Treiber, Benchmarks und Tipps
PCGH Plus: Im zweiten Teil unseres Linux-Specials geben wir Ihnen einen Überblick über den Leistungskampf zwischen AMDs Radeon und Nvidias Geforce, die etwas verzwickte Treibersituation sowie hilfreiche Tipps, wie Sie Linux optimieren können. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2018.
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Im ersten Artikel haben wir Ihnen gezeigt, wie Gaming unter Linux funktioniert und wie das derzeitige Spieleangebot aussieht. Dieses Mal liegt unser Augenmerk auf der Leistung von AMD- und Nvidia-Grafikkarten, auf den Unterschieden zwischen Open GL, Vulkan und Direct X sowie Tipps, wie Sie Ihr Linux ein wenig gaming-tauglicher machen können.
[PLUS] Linux gegen Windows 10: Wie gut klappt das Spielen?
PCGH Plus: Linux war für Spieler lange uninteressant. Seit Steam auch für Linux erhältlich ist, hat sich das dramatisch geändert. Das System stellt für manche Windows-10-Gamer eine ernsthafte Alternative dar, aber auch für den normalen Nutzer lohnt sich ein Blick auf Linux. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2018.
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Alles neu macht der Juni
Auf der Linux-Seite hat sich einiges getan: Am 27. April 2018 erschien Ubuntu in der neuen Version 18.04 LTS (auch "Bionic Beaver" genannt) und brachte einen neuen Kernel sowie grundsätzlich aktualisierte Systemkomponenten mit sich. Einen Monat später adaptierte dann auch Linux Mint, welches wir für unsere Tests verwenden, die neue Ubuntu-Basis und veröffentlichte am 29. Juni Linux Mint in der Version 19 (auch "Tara" genannt). In der neuen Version wurde stark an der Oberfläche Cinnamon gefeilt und auch Systemkomponenten und der Kernel aktualisiert. Der Kernel ist für Gaming unter Linux immer besonders interessant und kann große Auswirkungen auf die Leistung von Spielen haben.
Apropos, auch an der Spielefront hat sich seit dem letzten Artikel einiges getan: Das lang erwartete Warhammer 40.000: Gladius - Relics of War erschien gleichzeitig für Linux und Windows, das beliebte Total War: Warhammer 2 wird noch dieses Jahr für Linux veröffentlicht, es gab einige interessante GOG Weekend Sales für Linux-Gamer, eine Portierung des Klassikers Turok ist erschienen und Turok 2: Seeds of Evil wurde angekündigt. Valves Steam OS erhielt ein kleines Update inklusive des Versprechens eines baldigen, noch größeren Updates, und die Macher von Dying Light 2 überlegen, ob der Titel auch für Linux erscheinen soll. Daneben gab es unzählige Updates für Wine in Hinblick auf die Gamingtauglichkeit mit Vulkan und Open GL.
Es gab außerdem eine neue Auswertung der Linux-Nutzerzahlen unter Steam: 0,52 Prozent der Steam-Nutzer spielen unter dem freien Betriebssystem. Zwar sieht die Zahl gering aus, es gab aber im Vergleich zum Vormonat ein konstantes Wachstum. Auch zeigt die Anzahl an hochwertigen Portierungen für Linux, dass die Plattform zumindest inzwischen an Relevanz gewonnen hat. Kurz: Linux und Gaming sind eine lebhafte Kombination.
Treiberwahl: Open Source oder Hersteller?
Die Oberfläche des Nvidia-Treibes bietet alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten und erinnert etwas an das Windows-Pendant.
Grundsätzlich funktioniert es so: Ein Hardware-Hersteller entwickelt neben dem elektronischen Produkt auch die passende Software dazu. Nvidia und AMD bauen Grafikkarten und bieten den dazu passenden Treiber für eine optimale Leistung an. Beide Firmen entwickeln die Treiber geschlossen in ihren Software-Abteilungen und sind sehr auf Diskretion und Verschlossenheit erpicht. Welche Plattformen sie bedienen, in welche Richtung sich der Treiber entwickelt und was dieser alles beherrscht, entscheidet alles der Hersteller. Dies geht grundsätzlich gegen den Open-Source-Gedanken der Unix-Gemeinschaft. Zudem empfinden die meisten Hersteller Unix-Systeme als zu "Nische" und nicht "marktrelevant".
Linux Mint bietet eine komfortable Oberfläche zur Verwaltung von quelloffenen und proprietären Treibern.
AMD arbeitet inzwischen mit der Open-Source-Community enger zusammen und bietet den freien amdgpu-Treiber auch auf ihrer offiziellen Website an.
Die Versorgung mit passenden Treibern für alle Plattformen außer Windows war in den 90ern und den frühen 2000ern noch ziemlich spärlich. Daher hat die Unix-Community begonnen, quelloffene Treiber für Radeon- und Geforce-Grafikkarten zu entwicklen. Da sie jedoch nicht auf den Quellcode der offiziellen Treiber zugreifen konnten, wurde der inoffizielle Treiber per "Reverse-Engineering" gebastelt. Diese Art der Entwicklung ist zeitaufwändig, schwer und fehleranfällig. Nach vielen Jahren gab es dann endlich die ersten freien Grafikkarten-Treiber für Unix/Linux. Diese boten zwar nur wenige Funktionen und konnten die Leistung der GPUs noch lange nicht ausreizen, aber es war ein Anfang.
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Folgendes finden Sie im Artikel:
- Treiberwahl: Open Source oder Hersteller
- Open GL gegen Vulkan gegen Direct X gegen Mesa 3D
- Kommende Titel für Linux
- Benchmarks: AMD gegen Nvidia
- Tuning-Tipps
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