Linux-Gaming mit Proton im Test: Kleines Update für Steam, großer Schritt für Linux
Rund 3.000 Spiele mit nativer Linux-Unterstützung gibt es inzwischen bei Steam. Viele davon sind Indie-Titel, aber auch der eine oder andere AAA-Titel hat es auf das freie Betriebssystem geschafft. Vor knapp zwei Jahren hat Valve begonnen, mit Kompatibilitätslösungen von Windows zu Linux zu experimentieren. Inzwischen gibt es ein neues Beta-Update für den Steam-Client und es bringt eine große Neuerung mit sich: Proton.
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Das aktuelle Update für Valves Steam -Plattform bringt eine modifizierte Version von Wine mit sich, die Valve stolz Proton nennt. Proton ist Open-Source, lässt sich auf Github einsehen und legt den Fokus auf eine hohe Kompatibilität. Der Proton-Layer nutzt die Low-Level-API Vulkan als Basis, mit der DirectX 11 und DirectX 12 übersetzt werden. Das soll Leistungseinbußen reduzieren und besser als die bisherigen quelloffenen Nachbauten funktionieren. Die Entwicklung an der hauseigenen Wine-Variante hat Valve zusammen mit Codeweavers gestartet. Diese sind bereits für ihr Wine-Derivat namens Crossover Linux bekannt. Mit Proton sollen breitflächig Windows -Spiele ohne eigene Linux-Version für das Betriebssystem fit gemacht werden. Sogar Steamworks und OpenVR werden unterstützt.
Gaming unter Linux: Unterstützte Spiele mit Proton
Zur Veröffentlichung der ersten Beta-Version nennt Valve 27 offiziell unterstützte Titel. Darunter befinden sich Doom, Final Fantasy 6, Nier: Automata, Payday: The Heist und Warhammer 40.000: Dawn of War - Dark Crusade. Nach und nach sollen weitere Spiele auf ihre Kompatibilität getestet und hinzugefügt werden. Weitere Titel können damit aber trotzdem schon vom Nutzer zum Laufen gebracht werden. Die Community hat hier eine inoffizielle Liste aller lauffähigen Titel und ihrem Status (läuft mäßig, läuft gut, etc.) erstellt und veröffentlicht. Nur Titel mit hartnäckigen DRM- oder Anti-Cheat-Varianten könnten Probleme verursachen. Windows-Spiele haben in der Steam-Library unter Linux nun einen "Installieren"- oder "Spielen"-Button. Der kleine Hinweis "Steam Play" rechts daneben verrät, dass sie mit Proton laufen.
Gaming unter Linux: Proton jetzt testen
Proton ist zurzeit noch in der Testphase und kann derzeit in der Beta-Version des Steam-Clients verwendet werden. Dazu müssen Sie unter "Steam -> Einstellungen -> Account" zur Betaversion des Steam-Clients wechseln. Nach einem Neustart kann unter "Steam Play" Proton aktiviert und getestet werden. Wichtig ist hier - und das betont Valve an vielen Stellen deutlich - ein aktueller Grafiktreiber. Mehr zu Proton und den Voraussetzungen ist auf der offiziellen Github-Website und bei Steam zu finden.
Gaming unter Linux: Aber wie steht es nun um die Spiele?
Das war genügend Theorie! Wie und welche Titel laufen denn nun unter Linux damit? Folgende Spiele-Titel haben wir mit Proton unter Linux getestet beziehungsweise versucht zu testen: Ancestors Legacy, Assetto Corsa, Assetto Corsa Competizione, Doom, Dirt 4, Kingdom Come: Deliverance, No Man's Sky, Prey, Playerunknown's Battlegrounds (PUBG), Ryze: Son of Rome, Shadow of the Tomb Raider und Skyrim Special Edition. Grundsätzlich waren wir von der Erfolgsquote (ein Titel startet und lässt sich grundlegend spielen) positiv überrascht. Sieben von zwölf Spielen waren absolut spielbar und liefen sogar mit hohen Grafikeinstellungen recht flüssig.
Sieht man sich die inoffizielle Kompatibilitätsliste an (oben verlinkt), stimmt unser Bild auch mit jenem der Community überein. Dort sind rund 2.386 Spiele als "Platinum" aufgeführt, das heißt, sie laufen ohne Probleme direkt beim ersten Mal. Rund 393 wurden als "Gold" eingestuft, sie können mit einigen kleinen Änderungen zum Funktionieren gebracht werden. Bei einigen von uns getesteten Titeln ist uns nur ein Shader-Bug (eine imaginäre Wolke verfolgt die Spielfigur) aufgefallen. So etwas kann jedoch durch Updates schnell behoben werden.
Wie die einzelnen Spieletests liefen, können Sie der folgenden Galerie und dem Video entnehmen.
Bildergalerie
Gaming unter Linux: Ein Fazit
Was ein kleines Update denn so ausrichten kann?! Schon lange können Linux-Nutzer mithilfe von Wine Windows-Titel unter dem freien Betriebssystem zum Laufen bringen. Es war aber bisher immer mit Basteln und etwas Fachwissen verbunden. Nun macht Valve mit Proton das System Wine leicht zugänglich und damit massentauglich. Auf einen Schlag wurden über 4.000 Spieletitel der Linux-Bibliothek in Steam hinzugefügt, ohne dass die jeweiligen Entwickler einen Finger krümmen müssten. Zwar gibt es noch einige Kinderkrankheiten und Bugs in Spielen, diese können (und werden auch bestimmt) in zukünftigen Versionen von Proton ausgebessert werden.
Für die erste öffentliche Beta ist das Ganze sehr beeindruckend und läuft erstaunlich oft gut bis sehr gut. Wenn Valve Proton weiter so gut ausbaut, könnte Linux schlussendlich doch zum lange ersehnten Windows-Killer werden. Natürlich werden nativ für Linux entwickelte Spiele immer eine bessere Leistung abliefern, vor allem wenn sich Entwickler mit einer Vulkan-Implementierung Mühe geben - wie gut das aussehen kann, zeigen die Portierungen von Feral Interactive, darunter Rise of the Tomb Raider, Hitman, Deus Ex: Mankind Divided und Mad Max.. Spiele für Windows werden also unter Windows immer besser und stabiler laufen. Jedoch können mit Proton viele Titel - mit einigen kleinen Abstrichen - auch unter Linux gut zum Laufen gebracht werden und erweitern so das Kundenfeld. Die Entwickler freuen sich, da sie mehr Spiele verkaufen können und die Linux-Gamer freuen sich auf eine Welle neuer toller Games.



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GOG-Spiele sind generell in der Regel unproblematisch, da der Galaxy-Client nicht benötigt wird und auch kein DRM im Weg steht. .
Danke für die Infos @VikingGE . Das seh ich mir am Wochenende mal an.
Aktuell hab ich etwa seit Jahresanfang Debian 9 in einer VM laufen.
Ich lern mich in den Pinguin erst rein.
Hatte zwar schon ein Kubuntu mal zu WindowsXP-Zeiten installiert , aber das war mehr Spielerei als ersthaft was damit machen.
Debian deswegen, weil ich im Freundeskreis 3 Leute haben die seit Jahren auf Debian sind.
Da ists einfacher wenn man Hilfe braucht, auch wenn (K)Ububntu oder Mint (hab ich mir beide auch schon angesehen)
durchaus einsteigerfreundlicher wären.
Demnächst werd ich es dann sowieso nativ im Dualboot installieren, da ich eine neue SSD gekauft habe,
und für Linux ist die alte Samsung 830 mit 128GB gerade ideal.
Von der Wahl einer Arch basierenden Distribution kann ich Umsteigern nur abraten. Erstens gibt es keinerlei Unterstützung seitens Valve oder Entwicklern, zweitens setzt Arch vor allem auf Softwareaktualität. Arch bemüht sich ständig die neuesten Softwareversionen von allem anzubieten. Dies führt aber oft zu Problemen, oder bricht die Kompatibilität zu Steam und den darunter laufenden Spielen. Arch ist definitiv etwas für Menschen, die sich damit auskennen, und aus irgendwelchen Gründen neueste Software benötigen oder wollen.
Interessant in diesem Zusammenhang finde ich, dass valve selbst für SteamOS auf Debian Stable setzt, also sehr alte, gut getestete Systemsoftware, welche mit neuesten Treibern und kleinen Beigaben aufgepeppt wurde. Bleeding Edge bringt offenbar nicht automatisch auch FPS.
hier ist auch ne übersicht der distris
DistroWatch.com: Manjaro Linux
nur für gaming gibts einfach zu wenig infos, und da is so ne Redaktion wie PCGH gefragt, nur so bekommen Technikfaule RGB-Hochfrequenzkern-Gamer
auch infos mit.
Im Endeffekt sollten sich Linux und Windows gar nicht groß unterscheiden im Alltag. Ob ich jetzt auf meinem Notebook unter Windows oder Manjaro auf Firefox bzw. Office klicke macht für mich keinen Unterschied
Mein Herz hüpft vor Freude und ich habe entschieden, dass mein nächster Gaming-Rechner nur noch auf Linux laufen wird. Einige DRM-Serien sowie Ubisoft-Spiele werde ich vielleicht noch mitnehmen so lange sie auf dem alten Windows 7 Rechner spielbar sind.
Ja danke leutz i hab linux auf der nas(OMV) und aufm HTPC(manjaro) inzwischen am laufen
hier ist auch ne übersicht der distris
DistroWatch.com: Manjaro Linux
nur für gaming gibts einfach zu wenig infos, und da is so ne Redaktion wie PCGH gefragt, nur so bekommen Technikfaule RGB-Hochfrequenzkern-Gamer
auch infos mit.