Dell S2716DG: Dells erster G-Sync-Monitor im Test [Test der Woche]

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Dell S2716DG: Dells erster G-Sync-Monitor im Test
Quelle: Dell

Lieber spät als nie: Dell bringt seinen ersten Gaming-Monitor mit dynamischer Refreshrate auf den Markt. Wir haben eines der ersten Testmuster erhalten und geprüft.

Zum Jahreswechsel hat sich das Angebot für Free- und G-Sync-Displays verdichtet, zusätzlich sind für das gerade angefangene Jahr etliche Modelle angekündigt, die das Repertoire weiter bereichern werden. Für das Erstlingswerk in Sachen variabler Refreshrate hat sich Dell für Nvidias Technologie, G-Sync, entschieden. Angesteuert wird ein reaktionsschnelles 144-Hertz-Panel mit WQHD-Auflösung, auf teure IPS-Technik verzichtet man.

Dell S2716DG: Hands-on und Ausstattung

Dell-typisch gibt sich der S2716DG etwas unaufdringlicher als andere Gaming-Monitore mit LED-Zierelementen und setzt den Look der High-End oder Office-Lösungen im Grunde fort. Positiv hervorzuheben ist das fast rahmenlose Panel, wobei die tatsächliche Bildfläche - wie etwa bei Acer X34 - nicht bis ganz an den Rand gezogen wird. Der dann immer noch sehr dünne Bildrand eignet sich allerdings prinzipiell gut für Multi-Monitor-Setups. Standfuß und Befestigungsmechanismus sind stabil und unkompliziert, Rahmen und vor allem Rückseite sind allerdings sehr anfällig für Fingerabdrücke. Dafür passt in ergonomischer fast Hinsicht alles: Der S2716DG lässt sich um 30 cm in der Höhe verstellen, um je 45 Grad schwenken, neigen und dank Pivot-Funktion beidseitig um 90 Grad drehen. Die OSD-Tasten sind nicht optimal, da recht schwergängig zu betätigen: Bei Benutzung bewegt sich der gesamte Monitor mit, Eingaben müssen teilweise wiederholt werden. Die Navigation selbst ist dank gewohntem Aufbau und klarer Struktur unkompliziert und eingängig. Das Netzteil ist integriert, beiliegende Kabel umfassen HDMI-, Displayport- sowie Kaltgerätekabel. Eine Treiber-CD einschließlich Installer und ICC-Profil wird ebenfalls mitgeliefert.

Dell S2716DG: Eigenschaften

Dell S2716DG: OSD-Einstellungen Quelle: PC Games Hardware Dell S2716DG: OSD-Einstellungen In den Werkseinstellungen von 75% Helligkeit und 75% (!) Kontrast verbraucht der S2716DG ca. 49 Watt, bei 100% Helligkeit und 50% Kontrast erhöht sich dies auf 51 Watt. Im Standby-Betrieb werden 0,5 Watt eingehalten. Die Verbrauchswerte liegen damit nah an den Herstellerangaben (47 typisch). Nicht überragend ist die Farbwiedergabe in den Werkseinstellungen (s.o. sowie Farbtemperatur "Standard") ohne treiberseitige Einstellungen: Bereits mit bloßem Auge wirkt die Darstellung verwaschen. Per Kalibrierung mit Colorimeter lässt sich das Bild deutlich verbessern, ansonsten ist manuelles Nachjustieren über die OSD-Einstellungen sowie das Betriebssystem und den Treiber notwendig, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Das kostet Zeit und Nerven, denn es gilt, sowohl an den Farb-, als auch Kontrast- und Gammawerten Änderungen vorzunehmen. Mit einem Maximalkontrast von 920:1 und einer maximalen Leuchtdichte von 320 cd/m² erreichen wir die Herstellerangaben zwar nicht ganz, die Werte sind aber dennoch gut. In punkto Gleichförmigkeit glänzt der S2716DG sogar: Mit maximal 7% und einer Durchschnittsabweichung von knapp über 2% weist der S2716DG eine exzellente Helligkeitsverteilung auf.

G-Sync funktioniert beim S2716DG zwischen 30 und 144 Hertz bzw. Fps, sofern die maximale Refreshrate des Displays ausgefahren werden soll. Mögliche weitere Betriebsmodi sind 120, 100, 85 und 60 Hertz; zu beachten ist aber, dass Utra Low Motion Blur (ULMB) nicht parallel zu G-Sync betrieben werden kann und darüber hinaus nur unter 85, 100 und 120 Hertz aktiviert werden kann.

Dell S2716DG: Leistung

Wie immer messen wir mit SMTT 2.0 (v. 2.5.1), dupliziertem CRT-Bild und Kamera mit geringer Verschlusszeit den Display Lag. Dabei wird ein Wert aus 25 Aufnahmen gemittelt, um eine gute Annäherung an den tatsächlichen Latenzwert zu erhalten. Wir kommen auf vier Millisekunden - extrem gut und ein Nachweis für die Anstrengung von Dell, ein wirklich spieletaugliches Display abzuliefern. PixPerAn bescheinigt eine hervorragende Pixelreaktionszeit, die ausgewiesenen 3 Millisekunden grau-zu-grau sind bei 144 Hertz und normaler Overdrive-Einstellung realistisch. Extrem-OD verursacht leichte Überkompensation, bei Spielbewegungen sichtbar als Corona-Effekt an Objekträndern, der allerdings weit weniger aufdringlich wirkt als bei anderen Monitoren. Der S2716DG ist für High-Speed/Low-Latency-Gaming somit prädestiniert, scheidet für Anhänger kompromissloser Bildqualität oder etwa Bildbearbeitung allerdings aus.

Dell S2716DG: Fazit

Wie gut sich der S2716DG am Markt behaupten kann, hängt auch von den Entwicklungen des neuen Jahres ab: Mit Displayport 1.3 erhöht sich die Bandbreite, Freesync erhält Aufwind durch den verbesserten Crimson-Treiber sowie Intels Unterstützung für die eigenen IGP. Als Gaming-Monitor mit exzellenter Reaktionszeit und zeitgemäßer Auflösung wird der S2716DG ohne Zweifel seine Liebhaber finden - die Resonanz bei Erstkäufern fällt trotz der nötigen Nachbesserungen bezüglich Farb- und Gammawert bisher recht positiv aus. Mit derzeit rund 570-600 Euro Anschaffungskosten ist eine sichtbare Preisdifferenz zu IPS-Pendants mit ähnlichen Spezifikationen gegeben; ein Schnäppchen ist der Dell trotzdem nicht.

PCGH-Wertung

1,79

Bildergalerie

Dell S2716DG: Testtabelle

Produktname Dell S2716DG
Hersteller Dell
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 600,-/Ausreichend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1317184
Ausstattung (20 %) 1,50
Diagonale/Anschlüsse 68,4 cm (27 Zoll)/1x HDMI 1.4, 1x Displayport 1.2a
Max. Auflösung 2.560 x 1.440
Panel/Hintergrundbeleuchtung TN/LED
Reaktionszeit (Hersteller) 3 ms (gtg typisch, OD "normal")
Netzteil intern
Gewicht/Maße 7,20 kg/61,3 x 54,6 x 20 cm
Drehbar/neigbar/höhenverst. Ja/40 Grad/Ja
TCO/Garantie TCO 6.0/3 Jahre
Sonstiges USB-3.0-Hub, Kopfhöreranschluss, Pivot-Funktion (beidseitig)
Eigenschaften (20 %) 2,28
Betrachtungswinkel horizontal/vertikal 170/160 Grad
Downsampling (50 %/100 %) -/-
Kontrastverhältnis (statisch) 1000:1
Leistungsaufnahme/Stand-by 51/0,5 Watt
Leistung (60 %) 1,72
Schlieren-/Korona-Bildung sehr gering/gering
Subjektiv spieletauglich/Inputlag Ja/ 4 ms
Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) 19, 181, 306 cd/m²
Interpolation* Vollbild, 16:10, 16:9, 4:3/gut
Helligkeitsverteilung (Abweichungen) Max. 3 %
Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) Klares Bild (geringer Kristalleffekt)
Farbbrillanz/Farbechtheit Gut
Endnote 1,79
Fazit + G-Sync & ULMB
* (1.280 x 1.024/1.680 x 1.050) + 144 Hertz maximaler Refresh
  + Sehr gute Leistungswerte
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    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XeloGTX Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Habe mir diesen Dell jetzt auch nach einem desaströsen Acer/Asus-IPS-Marathon gekauft. Ich hatte bei mir jetzt 2 mal einen Acer 270HU und 4 Mal einen Asus PG279Q und alle sind in meinen Augen ein Reinfall gewesen. So toll die Blickwinkel auch sind, die ganzen Macken die diese Panels hatten, helfen dem nicht.
        Acer hatte tote Pixel und böses BLB, IPS Glow war nichts zu sehen. Die 4 getesteten Asus IPS Panels waren im gesamten noch schlimmer. Kein gleichmäßiges Weiß, Dreck/Staub unter dem Panel, weiße Fehlerstellen im Panel und Backlight Bleeding. Der einzige Asus TFT der kaum BLB hatte zeigte dafür eine krasse
        Verfärbung von bläulichem Weiß zu einem bräunlichem Weiß innerhalb des Panels. Für über 800 EUR ist das ein schlechter Witz. Fällt beim Zocken zwar nicht auf aber wenn man neben bei noch was mit Office machen will und Excel-Tabellen auswertet, ist das mega nervig.

        Der Dell macht jetzt auf den ersten Blick einen deutlich besseren Eindruck. Die Farben sind sogar im direkten Vergleich, nach etwas Anpassen, kaum von dem eines PG279Q zu unterscheiden. Der Blickwinkel beim Dell ist allein vom davor Sitzen voll in Ordnung. Ich sehe da so gut wie keine Verblassung.

        Ich bin leider dem Gruppenzwang zum Opfer gefallen, unbedingt IPS haben zu wollen. Das hat mich etwa 2 Monate beschäftigt und hat rein gar nichts gebracht. Nach 6 IPS TFTs kann ich nur sagen, das diese Technik alles andere als ausgereift ist. IPS ist definitiv sein Geld nicht wert bei den ganzen Macken
        und dem Glück was man da haben muss. Dazu kommt noch, das man bei schnellen Bewegungen in Spielen bei TN-Panel immer noch deutlich mehr Schärfe behält als bei IPS-Panels.
      • Von XeloGTX Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Habe mir diesen Dell jetzt auch nach einem desaströsen Acer/Asus-IPS-Marathon gekauft. Ich hatte bei mir jetzt 2 mal einen Acer 270HU und 4 Mal einen Asus PG279Q und alle sind in meinen Augen ein Reinfall gewesen. So toll die Blickwinkel auch sind, die ganzen Macken die diese Panels hatten, helfen dem nicht.
        Acer hatte tote Pixel und böses BLB, IPS Glow war nichts zu sehen. Die 4 getesteten Asus IPS Panels waren im gesamten noch schlimmer. Kein gleichmäßiges Weiß, Dreck/Staub unter dem Panel, weiße Fehlerstellen im Panel und Backlight Bleeding. Der einzige Asus TFT der kaum BLB hatte zeigte dafür eine krasse
        Verfärbung von bläulichem Weiß zu einem bräunlichem Weiß innerhalb des Panels. Für über 800 EUR ist das ein schlechter Witz. Fällt beim Zocken zwar nicht auf aber wenn man neben bei noch was mit Office machen will und Excel-Tabellen auswertet, ist das mega nervig.

        Der Dell macht jetzt auf den ersten Blick einen deutlich besseren Eindruck. Die Farben sind sogar im direkten Vergleich, nach etwas Anpassen, kaum von dem eines PG279Q zu unterscheiden. Der Blickwinkel beim Dell ist allein vom davor Sitzen voll in Ordnung. Ich sehe da so gut wie keine Verblassung.

        Ich bin leider dem Gruppenzwang zum Opfer gefallen, unbedingt IPS haben zu wollen. Das hat mich etwa 2 Monate beschäftigt und hat rein gar nichts gebracht. Nach 6 IPS TFTs kann ich nur sagen, das diese Technik alles andere als ausgereift ist. IPS ist definitiv sein Geld nicht wert bei den ganzen Macken
        und dem Glück was man da haben muss. Dazu kommt noch, das man bei schnellen Bewegungen in Spielen bei TN-Panel immer noch deutlich mehr Schärfe behält als bei IPS-Panels.
      • Von MacMen01 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hallo zusammen,

        was in dem Test von PCGH total fehlt ist das der Dell S2716DG Nvidia 3D Vision unterstützt!!! Habe ich gerade selber mit Borderlands 2, Borderlands Pre Sequel und Tomb Raider 2013 getestet. Funktioniert wunderbar. Ich war total erstaun als ich im Nvidia Treiber die Option für Nvidia 3D Vision sah. Habe es gleich aktiviert. Darauf hin bekommt man die Meldung das G-Sync dafür deaktiviert wird und anschließend startet der bekannte 3D Vision Assistent von Nvidia. Eingerichtet unf los gehts! UND DAS ENTGEGEN ALLER ANGABEN ZU DEM DISPLAY! Hier ist nirgends zu finden das der Dell S2716DG das unterstützt und doch geht es. HAMMER!
      • Von MrLoL1 PC-Selbstbauer(in)
        Hab den Monitor jetzt auch, gibt es eine Möglichkeit das Overdrive niedriger als "normal" zu stellen?
        Mein Monitor Ghostet trotz OD auf normal beim scrollen ziemlich (also bei den Buchstaben erscheint ein Hellgrauer Buchstabe drunter).
      • Von Atma Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Valdiralita
        Ich hab diesen Monitor, wie kann ich den am besten Kalibrieren? Ich hab Probleme mit dunklen Farben, dort sind Farbabstufungen sehr stark zu sehen. Bei meinen alten TN Monitoren sieht man diese Abstufungen nicht so stark.
        Ohne Colorimeter bleibt dir nur der Weg über das Menü des Monitors. Da musst du dann solange mit den Reglern experimentieren, bis ein Bild rauskommt, das dir zusagt.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Schaffe89
        Weil das Angebot auf Freesyncseite mittlerweile wesentlich breiter ist.
        Leute kaufen sich ein Gesamtsystem aus Monitor und Grafikkarte, Nvidia kommt wenn die Entwicklung so weiter geht und Freesync ein Checklistenfeature wird, nicht darum herum es auch zu unterstützen.
        Und weil Leute sich ein Gesamtsystem kaufen, kaufen sie auch Gsync Monitore.
        Nvidia hat nen Marktanteil von über 80%, warum sollen sie da das System wechseln?
        Davon ab, Nvidia Grafikkarten sind auch teurer als die vergleichbaren AMD Karten, trotzdem werden sie ohne Ende gekauft.

        Auch hat Gsync ne grössere Range bei den so beliebten IPS WQHD Monitoren.
        Der Asus PG279Q hat ne Range von 30-165Hz, das bietet kein IPS WQHD Monitor mit Freesync.
        Beim Eizo FS2735 musst du dich sogar zwischen zwei verschiedenen Ranges entscheiden und dazu kostet er auch noch 1100€.
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