Asus ROG Swift PG27AQ: UHD-Display mit G-Sync im Test

17
Test Matthias Spieth Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Asus ROG Swift PG27AQ: UHD-Display mit G-Sync im Test
Quelle: Asus

Kürzlich testeten wir mit dem PG279Q den ersten IPS-Monitor mit 165 Hz Bildfrequenz und G-Sync - inzwischen hat Asus mit dem ROG Swift PG27AQ ein UHD-Pendant nachgeliefert, dass die adaptive Bildratensynchronisierung in UHD-Auflösung anbietet. Wir haben uns den 4K-Swift genauer angesehen.

Zusammen mit dem ROG Swift PG279Q stellte Asus auf den diesjährigen Technikmessen einen neuen 4K-Gaming-Monitor aus der Republic-of-Gamers-Reihe vor. Der PG27AQ ist seinem Gegenstück zunächst recht ähnlich, setzt aber anstelle der Kombination aus praktikabler WQHD-Auflösung und extremer Bildfrequenz auf ein UHD-Panel mit 60 Hz und spricht damit in erster Linie Freunde hoher Bildqualität an als High-Fps-Fanatiker. Dafür wartet auch der AQ mit Nvidias G-Sync sowie IPS-Panel auf.

Asus PG27AQ: Ausstattung

Wer nur flüchtig vergleicht, kann ihn leicht verwechseln: Der PG27AQ gleicht von der Verpackung bis zur äußeren Erscheinung dem PG279Q bis ins kleinste Detail. Asus PG27AQ: Nächstes Mitglied in der ROG-Familie Quelle: PC Games Hardware Asus PG27AQ: Nächstes Mitglied in der ROG-Familie Vom ROG-typischen Design inklusive Standfuß-Ausleuchtung bis zum externen, kompakten Netzteil und den OSD-Tasten unterscheiden sich die beiden Monitor-Flaggschiffe von Asus kaum. Ergonomisch zieht der AQ ebenfalls entsprechend nach, lässt sich drehen, in Höhe sowie Neigungswinkel verstellen und verfügt über Pivot-Funktionalität. Als Schnittstellen sind Displayport 1.2 und HDMI 1.4 an Bord, wobei über HDMI in nativer Auflösung maximal 24 Hz möglich sind - zudem entfällt dann auch G-Sync. Nach Möglichkeit sollte also die Anbindung über DP immer bevorzugt werden. An den USB-Hub sind bis zu zwei Geräte anschließbar, auch der obligatorische Kopfhöreranschluss fehlt nicht. Alle nötigen Kabel sind im Lieferumfang enthalten, auf der beigelegten CD findet sich neben dem obligatorischen Treiber übrigens auch ein ICC-Farbprofil.

Beim Paneltyp handelt es sich um ein In-Plane-Switching-Modell (IPS), dass eine sehr gute Farbwiedergabe sowie Blickwinkelstabilität vorweisen kann, beim Kontrast aber etwas schlechter abschneidet. OSD-Regelungen werden über das rückseitig angebrachte Tastenset mitsamt klickbarem Miniatur-Joystick vorgenommen. Die integrierten Lautsprecher sind, wenn auch immerhin Teil der Ausstattung, wie so häufig nur für den Notfall zu empfehlen, denn zu mehr reicht die Klangqualität einfach nicht. Dank der sehr geringen Rahmenbreite (ca. 5 Millimeter) eignet sich der PG27AQ für Multimonitor-Setups prinzipiell gut, ein solcher Aufbau wird aufgrund des hohen Einzelpreises aber nur für wenige in Frage kommen.

Asus PG27AQ: Eigenschaften

Wie üblich messen wir als ersten Parameter den Stromverbrauch im Standby-Modus sowie unter Last. Dabei genehmigt sich der PG27AQ 1 Watt bzw. bis zu 59 Watt im Betrieb unter Normalbedingungen. Die Farbraumanalyse bestätigt, dass das Display den sRGB-Gamut komfortabel wiedergeben kann.

Aufgrund der durch Displayport 1.2 bedingten Beschränkung auf maximal 60 Hz bei UHD entfällt Nvidias 3D-Vision als technisches Feature, selbiges gilt für das mit Backlight Strobing realisierte Ultra Low Motion Blur (ULMB), das man von Asus-Monitoren sonst kennt. Als vordefinierte Bildeinstellungen stehen fünf "Gamevisual"-Presets zur Auswahl, die sich in Farbtemperatur, Sättigung, Kontrast und Schärfe unterscheiden. Wir raten einmal mehr, den sogenannten "Rennmodus" als Ausgangspunkt zu wählen, der zugleich als Standardsetting zu verstehen ist. Unverständlicherweise hat Asus - anders als beim PG279Q - die entsprechende OSD-Auswahl ausgegliedert, sodass sie nicht über das Multifunktionsmenü, sondern nur über einen separierten OSD-Schalter darunter zu erreichen ist. Weiterhin steht eine augenschonende Blaulichtreduktion in fünf Stufen sowie eine Overlay-Funktion zur Auswahl, mit der sich Fadenkreuz, Timer oder FPS-Zähler monitorseitig anzeigen lassen. Aufgrund der sehr hohen Pixeldichte von 163 PPI ist eine händische Skalierung von Anzeigeelementen im Betriebssystem Pflicht, will man diese noch erkennen, ohne mit der Nase an der Bildschirmoberfläche kleben zu müssen. Apropos Oberfläche: Diese spiegelt beim PG27AQ zwar leicht, im Betrieb sind aber keine störenden Reflexionen auszumachen.

Asus PG27AQ: Leistung

Wie beim PG279Q messen wir 17 ms Inputlag (G-Sync deaktiviert), in der Praxis wirkt die Eingabe direkt und voll spieletauglich. Asus PG27AQ: G-Sync, IPS und UHD auf 27 Zoll Quelle: PC Games Hardware Asus PG27AQ: G-Sync, IPS und UHD auf 27 Zoll Die Leuchtdichtemessung fördert maximale 270 cd/m2 zutage, den ausgewiesenen Maximalkontrast erreichen wir nicht ganz (950:1). In praxisnahen Bildeinstellungen (100 % Helligkeit, 50 % Kontrast) wirkt das ROG-Display jedoch etwas lichtschwach, vor allem bei starkem Umgebungslicht ist der PG27AQ längst nicht so leuchtkräftig wie z.B. das hauseigene TN-Pendant MG278Q. Ein entsprechender Umstieg erfordert also etwas Eingewöhnungszeit. Die Helligkeitsabweichung liegt im Mittel bei knapp 7 Prozent, die maximale Abweichung bei 13 Prozent - durchschnittliche Werte, es geht jedenfalls deutlich schlechter. Ohne Umgebungslicht ist ein leichter, gleichmäßiger IPS-Glow wahrzunehmen. Zur Vermeidung sichtbarer Corona-Artefakte (helle Ränder an Objektkanten in Bewegung) empfehlen wir, das in drei Stufen regelbare Overdrive auf "normal" zu belassen.

Mit G-Sync verfügt der PG27AQ über eines der momentan meistbegehrten Display-Features, in diesem Fall gibt Asus als Mindestanforderung explizit eine GTX 980 an - eine nicht ganz unsinnige Empfehlung in Anbetracht der hohen Auflösung, die jedoch nur ein Sicherheitspuffer in Anbetracht der fordernden Auflösung ist. G-Sync selbst lässt sich auch beim PG27AQ schon ab einer 650 Ti aktivieren; wie sich an unseren UHD-Benchmarks zeigt, ist eine potentere GPU aber oberstes Gebot im 4K-Segment (siehe Benchmark-Tabelle). In einem auf ultrahohe Auflösung ausgelegten Spiel wie z.B. GTA 5 sind selbst mit einer 980 Ti noch leichte Abstriche notwendig, um die 60 Fps einigermaßen stabil halten zu können.

Asus PG27AQ: G-Sync und UHD: Eine sinnvolle Kombination?

Aufgrund des Displayport-1.2-bedingten 60-Hz-Limits bei aktuellen UHD-Monitoren ist die uneingeschränkte Funktion von G-Sync beim PG27AQ nur zwischen 30 und 60 Frames pro Sekunde möglich. Je nach Anwendung und verwendeter Hardware ist es derzeit ohnehin schwierig genug, bei einer nativen Auflösung von 3840x2160 Pixel Bildraten von über 60 Frames pro Sekunde zu generieren. Die synchronisierte Bildausgabe von Grafikkarte und Monitor findet also in einem Bereich statt, in dem Bildraten bereits als "ruckelig" wahrgenommen werden können. Wie macht sich G-Sync in diesem Kontext? Im Schnelltest mit einigen unterschiedlich grafiklastigen Spielen lassen sich zwei wesentliche Schlüsse ziehen. Zunächst: Ruckeln bleibt Ruckeln - bei 35 Fps kann auch eine adaptive Bildratensynchronisierung kein Wunder bewirken. Trotzdem aber wirkt das Bild bei aktiviertem G-Sync in solch tiefen Framerate-Bereichen immer noch wesentlich ruhiger als ganz ohne adaptive Synchronisation. Und auch unter der magischen Grenze von 30 Fps ist kein horizontal zerreißendes Bild (Tearing) zu beobachten - ermöglicht durch Frame Doubling, wodurch die Bildwiedergabe im Frequenzspektrum des Monitors liegt. Der "FPS-Killer" Ultra HD und Nvidia G-Sync bilden also durchaus ein sinnvolles Tandem.

Asus PG27AQ: Fazit

Der PG27AQ ist als Ergänzung zum PG279Q gedacht: Nämlich für Spieler, denen ultimative Bildqualität über Performance geht, und für die 60 Hz weiterhin eine akzeptable Refreshrate darstellen. Davon dürfte es nicht wenige geben; aufgrund der hohen Anforderungen von 4K-Gaming sowie proprietärem G-Sync kommt der Swift aber nur für gut ausgestattete Nvidia-Besitzer wirklich in Frage. Diese müssen überdies bereit sein, knapp 900 Euro aufzubringen. Bis sich mit Displayport 1.3 sowie den entsprechend unterstützten Grafikkarten ein Standard etabliert, der auch in 4K-Auflösungen höhere Bildfrequenzen möglich macht, stellt der PG27AQ das Optimum dar.

Asus PG27AQ: Testtabelle

Produktname Asus ROG Swift PG27AQ
Hersteller Asus
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 900,-/Ausreichend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1214688
Ausstattung (20 %) 1,35
Diagonale/Anschlüsse 68,6 cm (27 Zoll)/1x HDMI 1.4, 1x Displayport 1.2
Max. Auflösung 3840x2160
Panel/Hintergrundbeleuchtung IPS/LED
Reaktionszeit (Hersteller) 4 ms
Netzteil extern
Gewicht/Maße 7,0 kg/62 x 55 x 24 cm
Drehbar/neigbar/höhenverst. Ja/25 Grad/Ja
TCO/Garantie TCO 6.0/3 Jahre
Sonstiges USB-3.0-Hub, Kopfhöreranschluss
Eigenschaften (20 %) 2,16
Betrachtungswinkel horizontal/vertikal 178/178 Grad
Downsampling (50 %/100 %) -/-
Kontrastverhältnis (statisch) 950:1
Leistungsaufnahme/Stand-by 59/1 Watt
Leistung (60 %) 1,94
Schlieren-/Korona-Bildung gering/gering
Subjektiv spieletauglich/Inputlag Ja/ 17 ms
Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) 26, 120, 198 cd/m²
Interpolation* Vollbild, 16:10, 16:9, 4:3/befriedigend
Helligkeitsverteilung (Abweichungen) Max. 13%
Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) Klares Bild (geringer Kristalleffekt)
Farbbrillanz/Farbechtheit Sehr gut
Endnote 1,87
Fazit + G-Sync
* (1.280 x 1.024/1.680 x 1.050) + UHD-Auflösung
  + IPS-Panel

Bildergalerie

17
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        Ich nehme das Gerät ohne G-Sync für 500 €
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        Ich nehme das Gerät ohne G-Sync für 500 €
      • Von Deschemi Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Schönes Gerät, leider sind die USB-Anschlüsse unten am Bildschirm statt links am Rand, wie es z.B. der ASUS PB248Q hat.
      • Von Renax PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Der Rand ist doch wirklich schmal, da noch zu meckern ist ja mal sowas von vermessen...
        ...man könnte froh sein, wenn das die Standarddicke bzw. eher Standarddünne wäre!
        Ich meine damit vorallem die Tatsache das es Plastik ist und nicht wie bei den Dell Ultrasharp Teilen die quasi randlos ohne einen solchen Rand auskomme.
      • Von Luebke82 Software-Overclocker(in)
        Ich hab nun schon über ein Jahr UHD und G-Sync zusammen im Einsatz und es hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Bin sehr zufrieden damit.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Renax
        Technisch selbstverständlich ein sehr guter Monitor, aber für den Preis dann noch diesen komischen Plastik Rand zu haben, ist mir unverständlich. Sowas stört bei Dual-Monitor Nutzung finde ich extremst. Auch das Design des Standfußes finde ich im Vergleich zu dem Metallic Look der Dell Ultrasharp Monitore eher nicht so gut gelungen. Wer aber natürlich nur Wert auf das 4K und G-Sync legt und auf Design und Rahmen sch****, der findet hier ein schönes Gerät.
        Der Rand ist doch wirklich schmal, da noch zu meckern ist ja mal sowas von vermessen...
        ...man könnte froh sein, wenn das die Standarddicke bzw. eher Standarddünne wäre!
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk